Von zu viel Stress & hohen Selbstansprüchen

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Es gibt diese Zeit, da komme ich meinen eigenen Ansprüchen einfach nicht nach. Wie eine große dunkle Wolke hängen Erwartungen die ich an mich selbst habe über mir. Eine Art erdrückende Aura scheint von jener Wolke auszugehen, die nur zu gerne auf mein Gemüt schlägt. Während die Vorweihnachtszeit eigentlich besinnlich sein sollte, fühle ich mich gehetzt und gestresst. Dabei ist da gar keiner, der mir Druck macht. Nur diese Stimme in meinem Ohr, die mir vorpredigt was ich alles noch zu erledigen habe.
Da wäre das Streichen einer Zimmerwand im Wohnzimmer, passend zu unserem schönen, neuen, ganz und gar grünen Sofa. Angefangene Strickwerke vollenden, Xmas – Geschenke basteln und kaufen, Pakete zur Post bringen, Karten schreiben, Fotos entwickeln, Rechnungen begleichen, dass neue Jahr planen, mich um ein neue Projekt kümmern, auf eine gesunde Ernährung achten, ausreichend Schlaf bekommen, Freunde treffen, Verwandte besuchen, Katzen beschmusen, einige angefangene Bücher zu Ende lesen, Haushalt, kochen & Co nicht zu vergessen und bei alle dem ab und zu mal alle Fünfe gerade sein lassen und einfach nur rumgammeln.

Ganz oben auf meiner „to do“ Liste stehen ganze Hände voll Blog-Beiträgen, die ich gerne veröffentlichen würde. So viel zum Thema „glücklich sein“ will geschrieben werden, die Cornwall Reisetipps wollen ans Licht, ein Jahresabschluss gehört zur Tradition und von meinem tollen Kalender für 2017 wollte ich auch noch schwärmen.
Doch jedes Mal wenn ich es endlich schaffe, den PC überhaupt einmal an zu machen, sitze ich unter Zeitdruck und mit wenig Muse vor einem weißen Bildschirm und es will einfach nicht fließen. Keine Worte, nur ein blikender Strich auf weißem Hintergrund. Silben entstehen, Worte werden getippt, ich lösche jeden Satz, spätestens nach dem ersten Absatz. Momentan ist es nicht an der Zeit, es macht mich traurig, aber ich muss es mir von der Seele schreiben. Denn eigentlich ist es gar nicht tragisch, es gibt Phasen in denen sprudelt es aus mir heraus und Phasen, in denen bin ich still und konzentriere mich auf andere Dinge.
„Wenn du glücklich sein willst, lerne nein zu sagen“ – ich empfehle es so oft anderen und erinnere mich momentan selbst daran. Ich darf nicht nur nein zu anderen Menschen sagen, sondern auch zu mir selbst, zu meinen überhöhten Selbstansprüchen und meinem Perfektionismus. Ich darf mir sagen „nein danke, dafür habe ich momentan keine Zeit“.
„Nein heute nicht, morgen ist auch noch ein Tag“.

Den Menschen fällt es oft schwer nein zu sagen, wenn es darum geht anderen einen Gefallen auszuschlagen. Mir fällt es oft schwer, nein zu etwas zu sagen, was mir auf den ersten Blick Freude bereitet. Am Wochenende fragte mich eine gute Freundin nach einem Treffen diese Woche und ich habe nein gesagt. Ich hätte Zeit und ich würde mich sehr freuen sie zu sehen, aber auf den zweiten Blick ist damit ein weiterer meiner Feierabende verplant. Viel zu schnell besteht mein Tag nur aus Arbeit und Terminen, bin ich kaum zu Hause, der Haushalt bleibt liegen, Essen besteht aus Fast Food, To-Do Listen werden immer länger und es bleibt keine Zeit für Mich- Entspannung – Pausen – Besinnlichkeit – Meditation und Co. Ich liebe es Zeit mit meinen Freunden oder der Familie zu verbringen, aber wo bleibe ich, wenn Tag für Tag eine Verabredung die nächste jagd?!

Daher sende ich euch einen lieben Gruß und lasse euch wissen, solange es hier still ist, übe ich mich in Gelassenheit und Selbstliebe. :*

Spiegelarbeit

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Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Spiegelarbeit nach Louise L. Hay. Sie ist nicht die Erfinderin dieser beeindruckenden und wirkungsvollen Methode, aber ihr verdanken wir die weltweite Verbreitung.
Bei dieser Technik lernen wir, uns selbst anzunehmen und zu lieben. Die Welt um uns herum kann zu einem freundlichen, wohlwollenden Ort für uns werden. Wir entdecken welche Widerstände in uns arbeiten und was wir wirklich denken.

Spiegelarbeit ist einfach, aber sehr effektiv. Wenn du mehr Selbstliebe etablieren möchtest, ist Spiegelarbeit das ideale, wirklich schnell wirksame Werkzeug. Alles was wir benötigen ist ein Spiegel und Mut. Mut uns im Spiegel anzusehen und positive Affirmationen zu sprechen. Das klingt ersteinmal verblüffend schlicht, aber für viele kann es am Anfang ein wahrer Kampf sein. Zu Beginn kam ich mir einfach nur vollkommen dämlich vor und auch heute noch habe ich Tage, an denen mir die Spiegelarbeit schwerer fällt als an anderen. Es ist vollkommen normal sich anfangs zu schämen, unwohl oder albern vorzukommen.
Einer der bekanntesten und bzgl. unserer Selbstliebe wirkungsvollsten Affirmationen ist „Ich liebe mich“ – oder, an unser Spiegelbild gewandt „ich liebe dich“.
Für einige Menschen ist es unvorstellbar diesen Satz überhaupt auszusprechen und es dem eigenen Spiegelbild zu sagen, scheint noch viel schwieriger. Was für Kinder noch normal ist – sich unverholen und ohne Scham im Spiegel zu betrachten, Späße mit dem eigenen Spiegelbild zu treiben oder sich sogar im Spiegel zu küssen – ist für viele Erwachsene undenkbar geworden.

Blicken wir in den Spiegel, so tun wir dies oftmals eher ungern. Ein kurzer Check ob die Frisur oder das Make Up noch sitzt, die Kleidung zusammenpasst. In den meisten Fällen hören wir sofort eine bewertende Stimme in unserem inneren. Wir sehen Falten, Speckrollen, graue Haare, eine unförmige Figur oder was uns sonst noch negatives an uns auffällt. Blickst du gerne in den Spiegel, oder vermeidest du es lieber? Es gibt Menschen, die nicht einmal einen Spiegel besitzen, weil sie ihren Anblick nicht ertragen können.

Hier setzt die Spiegelarbeit an. In einen Spiegel blicken, sich selbst betrachten und weich werden, beginnen sich anzunehmen, zu akzeptieren was ist und liebevoll mit sich umzugehen.
Wenn du ein wenig mit Spiegelarbeit experimentieren möchtest, such dir eine Affirmation aus. „Ich liebe dich“ ist eine machtvolle Affirmation, wenn sie dir sehr schwer fällt ist sie vielleicht umso wichtiger für dich. Du kannst aber auch eine andere Affirmation wählen, zum Beispiel „ich werde geliebt“, „alles ist gut“, „ich bin in Sicherheit“, „ich bin hübsch“, „meine Ausstrahlung ist umwerfend“ etc.
Wenn du eine eigene Affirmation erschaffst, achte darauf das diese positiv formuliert ist und keine Verneinungen beinhaltet. Statt „ich bin nicht alt“ würde man sagen „ich bin jung“, statt „ich bin nicht krank“ lieber „ich bin vollkommen gesund“.

Übe nun eine Woche lang, indem du dich an jedem Tag vor einen Spiegel stellst oder setzt, dir in die Augen blickst und zehn Mal deine Affirmation sprichst. Nimm dir dazu genügend Zeit, atme nach jeder Affirmation tief ein und aus. Spüre in dich hinein. Was empfindest du während du diesen Satz sprichst? Welche Gefühle und Gedanken steigen in dir hoch? Fangen deine Beine an zu kribbeln, kommen dir vielleicht die Tränen, wirst du traurig oder wütend? Spürst du vielleicht eine Wärme die sich in dir ausbreitet, bist du positiv berührt, freudig, amüsiert oder dankbar?
Was denkst du über dich selbst? Kannst du dir ein „ich liebe mich“ nicht abnehmen, findest du dich unmöglich, hässlich, egoistisch oder hast das Gefühl du verdienst es nicht geliebt zu werden?
Wenn möglich notiere nach jedem Mal deine Erfahrungen in einem kleinen Notizbuch um den Prozess innerhalb der Woche zu beobachten. Was verändert sich? Fällt es dir zunehmend leichter deine Affirmation zu sprechen? Beginnst du anzunehmen was du dir sagst?

Nach einer Woche wirst du mit Sicherheit schon Veränderungen beobachtet haben, vielleicht sind es nur kleine, kaum merkliche und du fühlst dich immernoch albern bei der ganzen Sache. Bleib am Ball, vielleicht spiel ein bisschen mit der Methode. Du könntest zum Beispiel im Alltag auf alle Spiegel achten dir dir begegnen (auch spiegelnde Oberflächen wie Autofenster, Schaufenster, Wasseroberflächen…), dir kurz zuzwinkern und dir bewusst ein Lächeln schenken. Als i-Tüpfelchen könntest du jedes Mal bewusst deine Affirmation sprechen oder denken.

Mich hat die Spiegelarbeit in all den Jahren sehr weitergebracht, ich blicke mittlerweile gerne in den Spiegel, schmunzel mir zu, gebe mir einen Kuss oder schenke mir ein ehrliches „ich liebe dich“ von Herzen.

Wenn du mehr über die Spiegelarbeit erfahren willst und Lust hast, dich tiefergehend damit zu beschäftigen kann ich dir Spiegelarbeit: Die Essenz aus Louise Hays Lebenshilfe Programms als 21-Tage-Kurs ans Herz legen.

Photocredit: We Heart It

November

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Wow – die Zeit fliegt. Nach altem heidnische Jahreskreis hat gestern das neue Jahr begonnen. Vor uns liegt die dunkle Zeit, welche zur Wintersonnenwende ihren Höhepunkt erreicht. Daraufhin werden die Tage wieder länger und das Licht kehrt -kaum merklich- zurück in unsere Welt. Im November werde ich…

*das bunte Laub der Bäume genießen

*durch herabgefallenes Laub rascheln

*die „let there be om“ Challenge mitmachen

*meine Tätowiertermine fürs kommende Jahr an zahlen

*neuen Stoff kaufen und mich an die Nähmaschine setzen

*viele liebe Menschen treffen und wiedersehen

*endlich wieder klettern gehen

*Arzttermine abhaken

Außerdem möchte ich an der 30 days of gratitude Challenge teilnehmen. Meine täglichen Gedanken dazu findet ihr auf meiner Facebook Seite.

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Meine Dreads – Antwort auf eure Fragen

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Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, trage ich seit ca. zwei Wochen Dreads. Dieses Mal sind es echte, eigene Dreads und nicht wie sonst, eingeflochtene Synthetik- oder Wolldreads. Im privaten Umfeld, bei facebook und Instagram kamen immer wieder Fragen auf, die ich gerne in diesem Beitrag beantworten möchte. Ich bin keine Expertin für Dreads, meine eigenen sind ja noch ganz frisch. Aber ich gebe euch gerne weiter was ich von anderen Dreadköpfen und meiner Dreaderin erfahren und gelernt habe. An manchen Stellen mag dies dem widersprechen, was ihr bisher gehört habt. Viele Meinungen rund um Dreads basieren auf falschen Überzeugungen oder Missverständnissen. Manchmal kommt es mir auch so vor, als habe jeder seinen eigenen „Glauben“ bzgl. Dreads und so gehen die Aussagen, Pflegetipps und Co oft auseinander. Letztendlich ist vieles auch eine Frage des Geschmacks und über den lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Meine Dreads
Die ersten Diskussionen darüber, ob ich mir Dreads machen lassen soll oder nicht, habe ich mit 17 oder 18 Jahren geführt. Lange Zeit hatte ich nicht den Mut mir die Haare dreaden zu lassen, dachte dass mein Haar zu dünn sein könne, es mir nicht steht oder hatte einfach Angst wegen meiner Wankelmütigkeit. Nachdem fast 15 Jahre vergangen sind, habe ich mir jedoch ein Herz gefasst. Ich hatte anhand zahlreicher Beispiele gesehen, dass Dreads auch bei dünnen Haaren gut aussehen, auch mit den künstlichen Dreads habe ich mich immer sehr wohl gefühlt. Lieber wollte ich diese Dreadsache jetzt ausprobieren, als mir in 10 Jahren oder später eine Midlifecrisis unterstellen zu lassen. Außerdem ist die weibliche Seite meiner Familie mit fortschreitendem Alter, leider nicht mit voller, dichter Haarpracht gesegnet. Ich dachte mir „hey, probier es einfach aus, wenn es blöd aussieht kämmst du es eben wieder raus“. So wie ich mich kenne, kann es gut sein, dass ich in einem Jahr sage „okay, keine Lust mehr, brauche Veränderung“. Aber ich wollte es doch unbedingt einmal im Leben ausprobieren.
Ursprünglich hätte ich gerne ganz viele sehr dünne Dreads gehabt. Allerdings hat mir Britta – die Dreadcat aus Kassel, welche meinen Kopf verschönert hat, davon abgeraten. Denn Dreads sind in den ersten Monaten sehr pflegeintensiv. Mit 80 Dreads auf dem Kopf kann man schnell in die Überforderung kommen.
Daher habe ich mir nur den europäischen Standard dreaden lassen, welcher zwischen 50 und 60 Dreads liegt. Da ich meinen Pons nicht mit gedreadet habe, komme ich auf insgesamt 47 Dreads. Alle wurde mit Echthaar verlängert.

Das dreaden – wie geht es, was muss beachtet werden, wie verhält dich das Haar, tut dreaden eigentlich weh?
Das wichtigste ist eine vernünftige, gute Aufteilung. Es gibt verschiedene Einteilungsmöglichkeiten, zum Beispiel das Schachbrettmuster, Waben- oder Rautenförmig. Vor dem dreaden ist es ratsam sich schon einmal Gedanken darüber zu machen, welche Einteilung man bevorzugt. Gute Dreader beraten dich natürlich, erklären dir die Unterschiedene und zeigen dir Beispielfotos. Eine vernünftige Einteilung der Dreads ist das A und O, denn nur so vermeidet man zum einen nachher nur eine Hand voll Dreads zu haben oder zum anderen große Lücken die unschöne Blicke auf deine Kopfhaut bieten.
Bei der Methode die bei mir zum Einsatz kam, werden die einzelnen Haarsträhnen stark toupiert, immer wieder zwischen den Handflächen gerollt und schlussendlich mir eine sehr dünnen Häkelnadel verhäkelt. Mit den Verlängerungen wird ähnlich verfahren, sie werden an die bereits bestehenden Dreads angehäkelt.
Dreads sind schlussendlich nichts anderes als verfilzte Haare. Europäischen Haar filzt schlechter als afroamerikanisches Haar. Das toupieren, reiben und häkeln verheddert die Haare miteinander. Natürlich sind sie nach dem fertigen dreaden noch nicht richtig verfilzt. Filzen nimmt viel Zeit in Anspruch – wer Dreads hat braucht Geduld. Oft verfilzen die Dreads erst nach Monaten richtig. Durch den Filzprozess werden die Haare oft kürzer. Deswegen habe ich mir Echthaar einhäkeln lassen, da ich sonst enorm an Länge verloren hätte. Meine langen Haare waren stellenweise nur noch ca. 10 – 15 cm lang.

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Das dreaden dauert sehr lange und was wichtig ist, aber eigentlich fast nie gefragt wird: Ja, es kann weh tun. Manche merken kaum etwas, andere haben besonders empfindliche Stellen wie zum Beispiel die Schläfen oder der Haaransatz im Nacken. Ich gehöre leider zu den Menschen, die enorm empfindlich an der Kopfhaut sind. Ich dachte mir im Vorhinein schon, dass es bei mir wohl ziemlich ziepen würde, da ich schon auf Haare bürsten beim Frisör allergisch reagiere. Unsere Dreadsession dauerte von 10 bis 13 Uhr, 17 bis 21 Uhr sowie 9 bis ca. 13 Uhr. Das macht ca. 11 Stunden, abzüglich Toilettenpausen oder mal einem Snack. Das einhäkeln der Extensions hat noch einmal fast 8 Stunden abzüglich Pausen gedauert. Grob geschätzt habe ich bestimmt fast die Hälfte der Zeit geweint, den Rest der Zeit schmerzverzerrt da gesessen und versucht einen Haufen Küchenpapier in meinen Händen zu zerquetschen. Das einhäkeln der Verlängerungen hat dagegen kaum weh getan. Ich bin mit meiner Empfindsamkeit aber wirklich eine Ausnahme und nicht der Normalfall. Daher hatte ich auch nicht mit solch einer heftigen Reaktion meines Körpers gerechnet.
Die Kopfhaut tut nach dem frischen dreaden noch ca. 2 bis 3 Tage weh, ist gereizt, neigt danach eine Zeit lang zu jucken und manchmal auch leichter Schuppenbildung. Ich helfe mir gut mit Birkenhaarwasser, welches ich auf die Kopfhaut auftrage.

Auf keinen Fall sollte beim dreaden von europäischem Haar Wachs zum Einsatz kommen. Diese Art des dreadens stammt aus den Afroshops und ist somit auf die Bedürfnisse von afroamerikanischem Haar abgestimmt. Daher auch das häufige Vorurteil, Dreads müssten nur 1x pro Monat gewaschen werden. Unsere Haarstruktur ist ganz anders und nicht so trocken. Aber zum waschen mehr unter dem folgenden Punkt der Dreadpflege.

Manche glauben, man müsse sich die Haare vor dem dreaden mit Kernseife waschen oder eine Kieselerde-Kur durchführen. Es ist jedoch vollkommen ausreichend die Haare eine Zeit lang mit silikonfreiem Shampoo zu waschen und Conditioner und Haarkuren weg zu lassen. Das Haar sollte frei von Silikonen, sprich Weichmachern sein. Gefärbte Haare oder dauerwellbehandelte Haare lassen sich manchmal leichter dreaden. Sind die Haare jedoch zu angegriffen und kaputt, können sie durch den Dreadprozess weiter geschädigt werden.

Ein Wort zu Verlängerungen: Dreads sollten mit Echthaar verlängert werden, denn dieses ist in der Struktur den eigenen Haaren ähnlicher, vor allem ist es färbbar und kann somit dem Ton der übrigen Haare angepasst werden. Am günstigsten ist asiatisches Haar, fast überall wird das sogenannte indische Tempelhaar angeboten. Ob dies für den jeweiligen Käufer ethisch vertretbar ist, bleibt eine Frage der Einstellung. Idealerweise läßt man sich europäisches Echthaar eindreaden, da dieses unserer eigenen Haarstruktur am nächsten kommt. Dieses ist jedoch wesentlich teurer und schwieriger zu bekommen. Vor dem einhäkeln der Dreads, sollten die meist mit viel Silikon behandelten Haare einer Kieselerde-Kur unterzogen werden.

Dreadpflege – wieso sind Dreads denn pflegeaufwendig und wie sieht diese Pflege aus, kann man Dreads überhaupt waschen und sammeln sich darin nicht Tiere und Schimmel?

Ist der Kopf einmal frisch gedreadet geht es vor allem um eins: Geduld! Erst einmal stehen die Dreads wie ungeordnete Antennen in alle Richtungen ab, sind kratzig, borstig und widerspenstig. Erst durch viel Zeit und den einsetzenden Filzprozess werden sie etwas weicher, geschmeidiger und legen sich.
Um den Prozess zu unterstützen und die Dreads in Form zu halten, gibt es die Möglichkeit des häkeln. Nicht jeder Dreadhead häkelt seine Haare, es gibt Menschen die mögen den Look gehäkelter Dreads nicht. Nach dem dreaden werden sich im Verlauf immer mal wieder Schlaufen auf den fertigen Dreads lösen, welche mit feinen Häkelnadeln (0,6 – 0,75mm) wieder eingezogen und festgehäkelt werden. Auch feine Haare die sich am Ansatz komplett aus den Dreads lösen, können wieder eingehäkelt werden. Weiche Stellen können durch Häkeln wieder verfestigt werden, insgesamt kann man durch Häkeln dem Dread zu einer gleichmäßigen Form verhelfen. Manche mögen es jedoch gerne wild und stehen auf den „natural look“ von Dreads. Ich persönlich bin bemüht meine Dreads möglichst gleichmäßig aussehen zu lassen.
Es ist jedoch darauf zu achten, nicht zu viel zu häkeln. Durch Überhäkeln können die Haare auch abreißen oder Dreads schlimmstenfalls brüchig werden.
Ich häkel momentan jeden Tag ca. 10-15 Minuten vor dem Fernseher. Dabei häkel ich nicht einzelne Dreads von oben bis unten durch, sondern beschränke mich auf Problemstellen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Ansatz und Spitzenpflege. Ich habe offene spitzen, daher muss ich diese momentan noch öfter zwischen den Handflächen rollen um sie in Form zu halten und ihnen beim filzen zu helfen, damit sie sich nicht weiter öffnen. Im Verlauf kann es über die Monate und Jahre hinweg helfen oder nötig sein, die Spitzen mit ein ganz wenig Öl oder etwas Kur zu behandeln. Offene Spitzen sind ja niemals vollends verfilzt, trocknen auf die Dauer gerne aus.
Da das Haar natürlich unaufhörlich wächst, entstehen Ansätze. Wie lang man diese werden läßt ist Geschmackssache. Wenn man nicht aufpasst, filzen die Ansätze gerne mal zusammen was zu unschönen und ungepflegt aussehenden Vogelnestern am Kopf führen kann. Ab einer gewissen Länge, sollten die Dreads an den Ansätzen nachgefilzt werden. Ich arbeite mit der Tighten Roots Methode, wobei der Dreadansatz zwischen zwei Finger geklemmt auf die Kopfhaut gedrückt in kreisenden Bewegungen gefilzt wird. Der so entstehende Ansatz wird von mir mit der Häkelnadel noch etwas verfestigt. Oft muss die Prozedur wiederholt werden, da sich der Ansatz zum Beispiel beim waschen wieder etwas löst und lockert. Wenn man die Ansätze nicht ordentlich verfilzt, kann dies schlimmstenfalls dazu führen, dass die Dreads vom dort aus immer dünner werden und sogar abreißen können.
Oft wird man der Ansatzpflege mit all den Haaren die sich raus lösen, irgendwann nicht mehr Herr. Es sieht unordentlich aus auf dem Kopf. Dann kann es helfen zum Dreader seines Vertrauens zu gehen und sich einer professionellen Ansatzpflege zu unterziehen.

Waschen kann und darf man Dreads so oft man will, sogar täglich. Meist ist dies jedoch nicht nötig, da sie viel weniger nachfetten als offene Haare. Man kann silikonfreies Shampoo nutzen, oder versuchen den Filzprozess durch das waschen zu unterstützen. BIG von Lush ist solch ein Shampoo, es trocknet die Dreads durch das enthaltende Meersalz etwas aus und unterstützt den Prozess. Es gibt auch spezielle Dreadseifen, die benutzt werden können. Das Problem bei Seife ist, dass sie sich gerne im Inneren des Dreads ansammelt. Wenn es zu großen Seifenablagerungen kommt, zum Beispiel auch wegen ungenügendem Ausspülen, kann sie Seife in Dread regelrecht kippen, fängt an zu stinken und macht viele unschöne Dinge. Kernseife sollte man eigentlich komplett meiden, denn sie sammeln sich nicht nur im Dread an, greift auch die Kopfhaut unnötig an, kann zu Entzündungen, Juckreiz und sogar offenen Stellen führen. Wichtig ist es, die Dreads nach dem waschen gut zu trocknen. Bei einer Außentemperatur unter 11 Grad sollten Dreads immer komplett trocken sein, bevor man das Haus verläßt. An der Luft brauchen Dreads meistens Stunden zum trocknen und tropfen gerne ewig lästig vor sich hin. Föhnen erfordert mindestens 20 Minuten Einsatz, ich habe mir für die kalte Jahreszeit eine schicke Trockenhaube wie man sie noch von Oma kennt besorgt. Darunter sitzend kann ich jedenfalls lesen oder im Internet surfen, während meine Dreads trocknen. Sind die Dreads nicht komplett trocken wenn es raus in die Kälte geht, kann muffiger Geruch entstehen.

Jede Form von organischem Material sollte von Dreads ferngehalten werden. Algen – Stichwort Schwimmen im Baggerloch – Baumwollfäden und auch Henna. Auch sogenannte Dentalgummis haben nichts an Dreads verloren. Diese lösen sich nämlich nur in Kombination mit Speichel rückstandslos auf, nicht aber im Haar.
Henna und Co sammeln sich gerne im Dread an. Und ja, es gibt Schimmel in Dreads. Durch feuchte Dreads und organische Rückstände kann Schimmelbildung begünstigt werden. Wenn man jedoch auf die richtige Pflege achtet, hat man kein Problem damit.

Ein selbstgemischtes Meersalzspray auf die Dreads aufgesprüht, kann den Filzprozess unterstützen. Kieselerde-Kuren haben sich der Meinung vieler die ich kenne bei bestehenden Dreads nicht bewährt. Das Ganze ist einfach eine riesige Schweinerei mit dazu im Verhältnis stehend viel zu geringem Nutzen.

Einmal im Jahr sollte eine Tiefernreinigung erfolgen, bei der die Dreads für ca. 15 Minuten in eine Mischung aus Zitronensaft, Natron und weiteren Zutaten eingelegt werden. Seifenreste, Textilfussel, organische Ablagerungen und Co werden so aus den Dreads gezogen.

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Was kommt nach den Dreads – wie lange halten die denn und musst du dir den Kopf rasieren wenn du keine Lust mehr auf sie hast?

Rein theoretisch könnte ich die Dreads jetzt für immer tragen. Man kann sie auch schneiden, wenn sie irgendwann zu lang und schwer werden. Dreads entwickeln sich oft mit den Jahren, bei manchen werden dünner, bei andere dicker. Auch die Länge kann sich noch verändern.  Sollte ich irgendwann keine Lust mehr auf die Würmchen haben, können sie wieder ausgekämmt werden. Ja das geht und ich habe im Internet schon unzählige Berichte mit Vorher-/Nacher-Fotos gesehen. Selbst Dreads die schon Jahre lang auf den Köpfen ihrer Besitzer weilen, können wieder ausgebürstet werden. Dazu braucht es natürlich viel Zeit (einige Tage) und jede Menge Haarkur und Conditioner. Diese wird in die einzelnen Dreads eingearbeitet. Manche berichten sogar davon, die Haare wären später gesünder als vor den Dreads. Natürlich verliert man ein bisschen an Länge, muss die Spitzen nochmal nachschneiden lassen. Aber die gute alte Glatze muss wirklich nicht sein.

Ich hab auch Lust auf Dreads – kann ich mir die selbst machen?
Natürlich kann man sich rein theoretisch selbst Dreads zaubern. Es kommt darauf an was für ein Ergebnis du dir wünschst. Wer 16 Jahre alt ist, noch zur Schule geht und jede Woche mit einer anderen Haarfarbe experimentiert, der legt vielleicht weniger Wert auf ein gepflegtes, einwandfreies Ergebnis als jemand, der wie ich schon über 30 Jahre alt ist, in einem festen Beschäftigungsverhältnis steht und gewisse Stilvorstellungen hat. Sich selbst Dreads zu machen oder von einem Freund machen zu lassen, birgt immer das Risiko, dass es schief geht. Ich würde jedem raten, lieber etwas Geld in die Hand zu nehmen und sich einen guten Dreader zu suchen als „irgend jemanden“ an den eigenen Kopf zu lassen. Lasst euch Fotos von vorherigen Kunden zeigen und checkt im Voraus ab, ob diese Ergebnisse sich mit euren Vorstellungen und Wünschen decken. Wenn ihr erst einmal mit einer paar wenigen schlecht verteilten Dreads auf dem Kopf dasteht, ist Ärger und Frust groß. Mit Mühe und Arbeit können Dreads restauriert, gespalten und aufgearbeitet werden. Aber so mancher ärgert sich auch nach erfolgreicher Überarbeitung durch eine fachkundige Person darüber, nie die perfekte Aufteilung auf dem Kopf zu haben. Dreads sind in der Regel eine Entscheidung für eine längere Zeit, vielleicht Jahre oder Jahrzehnte.

 

Das Yoga Retreat für zu Hause

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Let there be Om ॐ

Am 01. November 2016 startet eine neue Runde „21 days of Om“ von Yoga Me Home. Ich liebe dieses Yoga-Event bei dem zum dritten Mal weit über tausend Yogis gemeinsam zu Hause ihre Matten ausrollen und im Geiste verbunden miteinander praktizieren. Dazu passend das jährliche Motto „Jeder übt für sich, aber keiner allein“.
Jeder ist eingeladen – Anfänger bis Profis. Auch ich werde wieder mit von der Partie sein und versuchen euch auf meinem Blog auf dem Laufenden zu halten. Leider habe ich die Yogamatte in diesem Jahr sträflich vernachlässigt. Aber es ist nie zu spät wieder neu zu starten!

Mit dem Code „GlowingLife“ erhäst du auch yogamehome einen kostenlosen und absolut
unverbindlichen Zugang für die 21 Tage. Dadurch hast du Zugriff auf über 450 Yoga-Videos von einigen der besten Lehrern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Neugierig geworden? Dann melde dich an und sei Teil der 21 days of Om. Bei Facebook findest du die 21DaysOfOm auf YogaMeHome.org Veranstaltung und weitere Infos auf dem Yoga Me Home Blog.

 

Sunday Sweets

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Gratitude opens the door to … the power, the wisdom, the creativity of the universe. You open the door through gratitude. – Deepak Chopra

    Nach all den Wochen wird es doch Zeit, wieder zu meiner Sunday-Sweets Tradition zurück zu kommen. Jeden Sonntag sammle ich, wofür ich im Rückblick auf die vergangene Woche dankbar bin.
  • Das letzte WE mit eingerechnet, bin ich dankbar nach 15 Jahren des wünschen, unsicher seins und des „nicht so recht trauen“ eine Entscheidung getroffen zu haben. Ich habe mir Dreads machen lassen.  Dankbar dafür, dass ich die Prozedur trotz alle Schmerzen gut überstanden habe. Dankbar für das viele positive Feedback meiner Mitmenschen. Dankbar für meine liebe Freundin die mit mir den weiten Weg nach Hessen auf sich genommen hat, um mir Gesellschaft zu leisten und mir beizustehen. Dankbar für viele tolle Frisuren die ich schon richtig gut hinbekommen und dankbar dafür, an eine tolle Dreaderin geraten zu sein die etwas von ihrem Handwerk versteht und über dies einfach super lieb und sympathisch ist.
  • Ich bin dankbar für für den wundervollen Herbst, die mystischen Nebelbänke, buntes Laub, bunt wirkende graue Regentage, meine Dicke Bettdecke in die ich mich zu kuscheln liebe, mit einer Wärmflasche und kuscheligem Pyjama.
  • Diese Woche ist das zweite Kochbuch meiner liebsten Kochbuchautorin eingetrudelt. „Ohe She Glows For Everyday“. Sooooo leckere Rezepte, schöne Bilder und Anregungen. Hach, Dankbarkeit für Bücher ist immer super.
  • Dankbarkeit empfinde ich auch für die Dienste der letzten Woche. Auch wenn es stellenweise anstrengend und turbulent war, immer hatte ich nette Kollegen an der Seite und wurde unterstützt. Ich durfte eine neue, sehr nette Kollegin kennenlernen und mit ihr arbeiten. Außerdem hatte ich den ersten richtig ruhigen Spätdienst seit meinem Urlaub.
  • Meine Freundin und ich schenken und jedes Jahr einen selbstgemachten Adventskalender. Dieses Jahr kann ich erstmals sagen, dass ich schon im Oktober statt erst kurz vor knapp im Dezember alles zusammen habe und fertig bin. Das freut mich total.
  • Ich bin dankbar für den Fund eines ganz kuscheligen günstigen Poncho. Ich liebe kuschelige Herbstkleidung!
  • Darüber hinaus bin ich dankbar für meine Ehe, Zweisamkeit und liebevolle Worte.
  • Last but not least empfinde ich Dankbarkeit für den gestrigen Abend, Besuch und Wiedersehen von Freunden, tanzen in der Discothek mit anschliessender kurzer Nacht, dafür aber leckerem Frühstück und einem wunderschön sonnigen Herbsttag heute.

Wofür bist du heute dankbar? Genießt du die süßen Seiten des Lebens? Fühle dich eingeladen mit dieser Frage in den Tag zu gehen, deine eigene Liste zu schreiben, zu bloggen, bei facebook zu posten oder sie einfach nur für dich in deinem Herzen zu halten!

Lebenstanz

Lebenstanz

Heute habe ich mit erschrecken festgestellt, dass ich schon seit über einem Monat keinen Blogbeitrag mehr geschrieben habe. Denn ich befinde mich mitten in einem wilden Lebenstanz, der mich manchmal durchwirbelt und schwindelig macht, mich zum lachen und jauchzen bringt, aber auch anstregend und zeitintensiv ist. Die zweite Jahreshälfte scheint 2016 zu meinem persönlichen Jahr der Veränderungen zu machen. In den letzten drei Monaten ist unglaublich viel passiert und das Leben meint es gut mit mir. Nach unserer Hochzeit und den wundervollen Flitterwochen, hat sich unerwartet die Möglichkeit ergeben, eine neue Stelle anzutreten. Dadurch wird sich die Art der Arbeit positiv verändern, noch dazu werde ich mehr Freizeit haben und nicht mehr im Schichtdienst arbeiten. Ich habe ein weiteres, sehr bereichendes Retreat der Wild Woman Sisterhood besucht, einen grandiosen Urlaub in Glastonbury und Cornwall verbracht, neue Freundschaften geschlossen, alte intensiviert und ein ganz neues, intensives Projekt gestartet. Mit großen Schritten gehe ich meinen Weg in Richtung langgehegter Träume, habe mir Dreads erstellen lassen, springe über meine Schatten und wage mich sogar an die gefürchtetsten Bereiche und löse mich von Dingen und Altlasten die mir nicht mehr gut tun.
Mir ist es wichtig auf diesem Blog authentisch zu sein, nicht bloß davon zu schreiben wie wir „ein glühendes, glückliches und erfülltes Leben“ führen können, sondern es auch vorzuleben. Daher achte ich darauf, mir  Zeit zu nehmen wenn es nötig ist. Mir Pausen zu gönnen um wieder zu Kräften zu kommen. Manchmal ist es auch von Nöten Prioritäten zu setzen. So erforderen einige Projekte momentan besonderer Aufmerksamkeit. Nicht immer gelingt es mir, diese dann zusätzlich für meinen Blog aufzubringen. Daher verbringe ich meine momentan eher spärliche Freizeit gerne mit Selbstfürsorge, kuschel mich mit einem heißen Tee auf die Couch und gucke Netflix, stricke Mützen für die Kinder meiner Freundinnen oder liege in der Badewanne.

Doch mit dem wunderschönen Herbst – meine zweitliebste Jahreszeit – weht auch wieder frischer, Laub aufwirbelnder Wind durch Glowinglife. In der nächsten Zeit werdet ihr wieder regelmäßig Beiträge zu lesen bekommen. Themen die euch unter anderem erwarten werden sind: Reisetipps für das mysthische Cornwall, Dreads & Strickwerke. Es wird außerdem mal wieder um Yoga gehen und natürlich um erfülltes, glückliches Leben.

Sacred Morning Routine – wie ich in den Tag starte

morning routine

Thank you for the blessings and guidance every day
Thank you for the wisdom and showing me the way
Clarity and vision I am always on my path
Thank you for prosperity and playful inner child
Thank you for the laughter and a joyful heart
Clarity and vision I am always on my path
Lindie Lila – Blessings

Zugegeben, es gibt diese Morgen, da drücke ich gefühlt zehn Mal auf den Schlummerknopf meines Weckers, kann mich kaum aus dem Bett heben, stürze daraufhin zügig ins Bad und kurz darauf aus dem Haus. Früher war dies keine Seltenheit, aber mittlerweile habe ich es geschafft am frühen Morgen Raum für ein bisschen Spiritualität und Besinnung zu finden. Innehalten, in mich gehen und mich mit einem Gebet einzustimmen ist eine wundervolle Möglichkeit um den neuen vor mir liegenden Tag zu begrüßen.
Damit ich ungestört bin und auch meinen Mann nicht aus dem Schlaf reiße, habe ich in unserem Wohnzimmer einen kleinen Altar hergerichtet. Dort entzünde ich am frühen Morgen ein oder zwei Kerzen, manchmal auch etwas Räucherwerk. Eine meiner liebsten Praktiken ist das Rezitieren des Mantras Vishwa Shakti Avaham. Das erste Mal habe ich in Lisa Lister Buch „Love Your Lady Landscape“ von dieser Praktik gelesen. Vishwa bedeutet „universell“, Shakti  ist die Energie der großen Mutter, der Göttin, allem weiblichen im Universum, der Inbegriff weiblichen Urkraft schlechthin. Avaham heißt sowieviel wie „manifestiere dich, komm zu mir, lass mich wissen das du hier bist, sei in mir“. Das Mantra ist eine Art Invokation weiblicher Energie. Durch das Rezitieren des Mantras rufe ich die Energie der großen Göttin an, ich erwecke die weibliche Essenz in mir und mache mir diese bewusst. Ich bin die große Mutter, die pure weibliche Energie, jede Zelle meines Körpers ist damit gefüllt. Beim chanten nutze ich meine Mala um mich zu konzentrieren. Malas (indische Gebetsketten) bestehen traditionell aus 108 Perlen, da Mantras 108 Mal rezitiert werden. Bei jeder Wiederholung, lasse ich eine Perle durch meine Finger gleiten. Manchmal spreche ich das Mantra laut, manchmal nur im Geist, ich flüstere oder singe es. Dabei ruht mein Blick auf dem Sri Yantra. Yantras sind geometrische Diagramme die in ihrer Symbolik tiefsinnige und komplexe Zusammenhänge darstellen und unter anderem als Meditationshilfe dienen um sich zu fokussieren. Das Shri Yantra gilt als das heiligste und bedeutendste Yantra. Shri ist ein Ehrentitel für Devi – die Göttin.

Nachdem ich mich auf das Mantra eingestimmt habe, ziehe ich gerne noch eine Tarotkarte für den Tag. Im Anschluss spreche ich ein Gebet und wende mich in Dankbarkeit an meine Spirits. Ich singe auch gerne noch ein oder zwei Lieder. Eines meiner Liebsten zu diesem Zweck ist das oben Zitierte Lied „Blessings“ von Lindie Lila.

 

Unsere wundervolle Boho-Hochzeit

Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt,
und die Phantasie bestickt hat.
Voltaire

Heute vor 44 Tagen haben mein Mann und ich uns das Ja-Wort gegeben. Ehrlich gesagt war ich nie die Art Frau, welche von einer großen Prinzessinenhochzeit geträumt hat. Weder Kutsche mit weißen Pferden, noch Turteltäubchen, Festbankett oder Liveband schwebten mir vor. Aber so ein klein wenig romantisch bin ich dann doch, zumindest in weiß heiraten, das schwebte mir vor. Schon vor der Verlobung beschossen wir, später nur im kleinen Kreis zu feiern und kein großes Brimnorium aus der Hochzeit zu machen. Während der Vorbereitung unserer Feier, geriet ich jedoch mehr und mehr in den Strudel der Möglichkeiten. Eine neue Welt tat sich auf – eine Welt der Erlebnislocations und des Hochzeitswahnsinns. Plötzlich wurde ich überall nach einem Farbkonzept gefragt, nach Richtung, Motto und Art der Feier. Was sollte sich als roter Faden durch diesen Tag ziehen und sich überall wiederfinden? Brautmagazine überschlugen sich vor Ideen und plötzlich merkte ich, dass ich – Schock! -mit meiner ursprünglichen Vorstellung von einer kleinen Hippie-Hochzeit mit Blumenkranz im Haar voll im Trend lag. Immerhin erleichterte mir dieser Trend die Planung, egal ob Location, Kartendesigner oder Tortenbäckerin, mit „Hippie“ bzw. „Boho-Hochzeit“ konnte jeder etwas anfangen. Boho, dass kommt von Bohemian und scheint unter anderem zu betiteln, was ich mir unter einer legeren aber dennoch festlichen Gesellschaft vorstellte, bei der die Frauen in hellen, weiten Kleider mit nackten Füßen und Blumen im Haar kommen dürfen und die Männer durch Hosenträger, Fliege und sommerlichen Baumwollhosen glänzen.
Am liebsten hätten wir einfach unter freiem Himmel, auf einer großen grünen Wiese oder einer Waldlichtung geheiratet. Aber schnell wurde mir klar, dass mir das deutsche Klima einfach zu unsicher ist. Auch die Idee vom mieten eines Raumes und der eigenen Organisation von Catering und Co war schnell verworfen. Unsere Hochzeit wollten wir einfach nur genießen, uns und unsere Gäste bedienen und einfach Fünf gerade sein lassen. Ein Rundumsorglospaket sollte her! Eine Sommerhochzeit im Ruhrgebiet nur sieben Monate im Voraus zu planen stellte sich als enorm kurzfristig und dadurch etwas schwierig heraus. Daher fiel der Termin auf einen Freitag, schnell waren Standesamt und Feierlichkeiten am gleichen Ort reserviert und es ging an die Details. Statt auf einer Wiese würden wir in einem Schloss heiraten, aus dem intimen Kreis wurden ca. 45 Gäste. Nach der Verlobung im November folgten Anfang des Jahres die „save the date“ Karten und im Frühjahr die offziellen Einladungen (inkl. bebildertem Flyer um den Dresscode „Hippe & Boho“ zu erklären).
Unsere Ringe liessen wir bei einer befreundeten Goldschmiedin anfertigen, das Tortendesign übernahm Zuckersüß & Rosarot aus Oberhausen – übrigens sah unsere Torte so aus – einen Metal & Alternativ kundigen DJ vermittelte uns die Trauzeugin und eine Harfenistin empfahl uns das Schloss. Nach langem Suchen fand ich auch einen Floristen der Blumenhaarkränze und Wildblumenbrautsträuße anfertigt.
Nach der Phase der Planung und Vorfreude, die sehr stressfrei und entspannt verlief, traf am Tag der Hochzeit noch meine Visagistin bei uns zu Hause ein und half mir und meiner Trauzeugin bei unserem Styling. Mein Mann und ich verabschiedeten uns vorher und sahen uns erst im Trauzimmer vor unseren Gästen wieder.
Was folgte war eine wirklich wunderschöne, entspannte, lustige und leichte Hochzeit. Den Rückmeldungen nach hatten nicht nur wir, sondern auch unsere Familie und unsere Freunde, einen wundervollen Nachmittag und Abend. Nachdem ich kürzlich die Fotos unserer Fotografin Larissa Farber erhalten habe, möchte ich euch wie versprochen auch an einigen davon teilhaben lassen.

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Honour Your Womb Teil 5 – Yoni Steam

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Yoni-Steam? Was ist denn das nun wieder? Wer bei meiner Honour Your Womb Reihe ab und an ob der intimen Themen ins Schmunzeln kommt, darf sich heute auf neuen Stoff freuen.
Seit einiger Zeit bin ich ein großer Fan von Yoni-Stamings, auch V-Steam (Vagina Steam) genannt. Gemeint ist ein Dampfbad für den weiblichen Intimbereich. In der Presse auch gerne als Vagina-Spa beschrieben. Hinter dem Trend aus Hollywood für den Gwyneth Paltrow aus eigener Begeisterung heraus 2015 Werbung machte, steckt eine uralte Heilmethode. Schon die Mayas sollen es angewandt haben, der spanische Ausdruck für die noch heute in Südamerika verbreitete Praxis ist „Bajos“. In Korea nennt sie sich Chai-Yok.
Die Idee hinter der Anwendung, ist die Heilung oder Verbesserung diverser Beschwerden. Dazu zählen zum Beispiel Unfruchtbarkeit und Menstruationsstörungen wie ausbleibende Regel, lange Zyklen, kurze Blutungen unter vier Tagen, zähes, dunkles, braunes oder violettes Blut und starke Krämpfe. PMS, PCO-Syndrom, Endometriose, Eierstockzysten, Narben, Hämorrhoiden oderGebärmuttervorfall. Sie soll darüber hinaus ausgleichend, unterstützend und heilend nach der Geburt, einer Fehlgeburt oder Abtreibung wirken.
Das Dampfbad soll Stagnation und Kälte im Körper beseitigen, die Durchblutung des Intimbereichs fördern und die Beckenmuskelatur entspannen. Dadurch sollen die Fortpflanzungsorgane unterstützt, gereinigt, stimuliert und geheilt werden. Die Heilkraft der Anwendung hängt mit den jeweiligen verwendeten Heilkräutern zusammen. Je nach Beschwerdebild kommen unterschiedliche Kräuter zum Einsatz. Auch der Zeitpunkt kann variieren. So werden fruchtbarkeitsfördernde Steamings eher in der Zeit vor dem Eisprung angewandt, menstruationsregulierende Steamings eher in der zweiten Zyklushälfte.

Doch es gibt auch Gegenanzeigen- V-Steams sollten nicht während der Menstruation angewandt werden. Ebenfalls nicht bei vaginalen Infektionen und offenen Wunden, wenn du schwanger bist oder eine Schwangerschaft vermutest, in den ersten sechs Wochen nach einem Kaiserschnitt, wenn du krank und fiebrig bist oder wenn es sich einfach nicht richtig anfühlt.

Auch wenn sich für die Vaginal-Spa Anwendungen mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum Anbieter finden – kostengünstig und ganz entspannt kannst du dir diesen Luxus auch zu Hause gönnen.

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Dauer der Anwendung:
ca. 20 Min Vorbereitungszeit
20-30 Minuten Steaming
30-60 Minuten Nachruhe

Du benötigst:

  • einen größeren Topf und evtl. eine entsprechende Schüssel
  • eine geeignete Kräutermischung
  • einen passenden Ort – dies könnte ganz einfach deine Toilette sein, oder du bastelst dir einen Steaming Stuhl/Hocker oder invertierst in ein vorgefertigtes Modell wie zum Beispiel der Devi Steam Seat oder der wunderschöne Steaming Stool von La Abeja Herbs
  • Handtücher und Decken
  • schöne Musik, ein gutes Buch, Kerzen, Räucherstäbchen, ein leckeres Getränke, alles was du zum Wohlfühlen und Entspannen brauchst

Ich habe mir einen alten Gartenstuhl zum Yoni-Steaming Stuhl umfunktioniert. Dazu habe ich zwei Holzlatten aus der Sitzfläche entfernt. Meinen Topf platziere ich auf einem ausgedienten Regalbrett unter der Sitzfläche. Mit weichen Handtüchern kleine ich diese so aus, dass nur ein passendes Loch übrig bleibt und ich bequem sitzen kann.

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Durchführung:

  • Sorge dafür das du ungestört bist, schalte Handy, Telefon und Klingel ab.
  • Gib eine große Hand voll Kräuter in 3-4 Liter Wasser und koche diese bei geschlossenem Deckel auf. Lass den Kräutersud 10-20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.
  • Nimm nun den Topf vom Herd (falls nötig fülle den Inhalt in eine Schüssel um) , stell ihn in deine Toilettenschüssel oder unter den Stuhl und nimm den Deckel ab.
  • Teste an deinem nackten Unterarm indem du ihn über das Loch mit dem aufsteigenden Dampf hältst, wie heiß dieser ist. Du solltest auf jeden Fall bedenken wie empfindlich deine Genitalien sind, verbrenne dich nicht! Entferne falls vorhanden auch Intimpiercings, da diese sehr heiß werden können.
  • Setz dich mit nacktem Unterleib auf deine Toilette/deinen Stuhl und ummantel deinen kompletten Unterkörper mit Handtüchern und Decken. An den Füßen solltest du dicke Socken tragen, denn dir soll richtig schön warm werden. Achte darauf, dass kein heißer Dampf entweichen kann.
  • Nun heißt es entspannen! Bleib für 20-30 Minuten sitzen und genieße deiner Yoni etwas Liebe in Form dieser heilsamen, entspannenden Behandlung zu schicken. Lies ein gutes Buch, höre deine Lieblingsmusik, meditiere, sprich Affirmationen oder singe. Vielleicht hast du es aber auch lieber ganz ruhig. Genieße die Kerzen und Atmosphäre um dich herum. Gestalte die Zeit so, wie es dir gut tut.
  • Nach Beendigung des Steamings, pack dich warm ein und lege dich für mindestens 30Minuten, besser eine Stunde ins Bett.

Du kannst das Yoni Steaming präventiv 2x im Jahr anwenden, oder bei akuten Beschwerden alle 2 Wochen. Manche gönnen sich auch an zwei bis vier aufeinander folgenden Tagen eine Anwendung. Genieße dieses Ritual der Selbstliebe und Selbstfürsorge!

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Im Internet gibt es verschiedenste fertigen Yoni-Steam Kräutermischungen, zum Beispiel bei Shakti Studios, 9 naturals oder bei Vibrant Souls. Hier findest du drei Rezepte für eigene Mischungen.
Natürlich kannst du den Kräutersud auch nach eigenen Bedürfnissen gestalten. Über die Heilwirkung verschiedener Kräuter findest du viel online oder in unzähligen Büchern. Traditionell werden oft Beifuß, Wermut, Basilikum, Ringelblume, Oregano, Rosmarin oder Eibischwurzel verwendet. Aber auch Lavendel- & Rosenblüten, Tagetes, Damiana, Kamille, Löwenzahn, Johanniskraut, Himbeerblätter, Klettenblätter, Herzgespann, Rotklee und Veilchenblätter sind geeignete Kräuter. Lass dich nicht nur von den Inhaltsstoffen, sondern auch von deiner Intuition leiten. Gönn dir und deinem inneren Kind das Spiel mit Duft und Farbe. Achte immer darauf keine Pflanzen zu verwenden auf die du allergisch reagierst und verwende nur frische oder getrocknete Pflanzen, aber keine reinen ätherischen Öle.

Meine Tipps und Methoden ersetzen keine Diagnose oder Behandlung bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Ich gebe in keiner Weise und zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form Heilungsversprechen ab. Die von mir favorisierten Methoden ersetzen keinen Arztbesuch. Bei Beschwerden solltest du im Zweifel immer einen Gynäkologen deines Vertrauens aufsuchen.

 

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