Klein, fein und fair – Shops mit Herz und Seele: Holzarbeiten & Schmuck von DarkWoodenPath

Heute starte ich mit meiner neuen Serie „ Klein, fein und fair – Shops mit Herz und Seele„. In diesem Jahr werde ich euch jeden Monat einen kleinen Internetshop vorstellen, betrieben von leidenschaftlichen, künstlerischen und kreativen Menschen. Sie verkaufen dort was sie selbst erschaffen haben, liebevolle Einzelstücke und Unikate wie man sie bei keiner großen Firma findet. Ich stelle sie euch in kleinen Interviews vor und zeige euch natürlich einige schöne Stücke aus ihren Händen.
Vielleicht findet ihr in einem der Shops etwas, wenn ihr das nächste mal ein schönes Geschenk für jemanden sucht oder euch selbst eine Freude machen wollt. Ich liebe es Kleinhändler zu unterstützen und sie darin zu bestärken, mit ihrer Arbeit weiter zu machen.

Den Anfang macht Nina mit ihrem erst wenige Monate alten Shop DarkWoodenPath. Dort verkauft sie wunderschöne Pyrografiearbeiten, darunter Kerzenhalter, Haarforken, Tarotboxen und Runen. Darüber hinaus stellt sie verwunschenen Schmuck her und blogt regelmäßig auf dark wooden path der Blog.


Wie bist du zur Pyrografie gekommen?
Ich war schon immer ein kreativer Mensch und habe gern verschiedene Sachen ausprobiert.  Am Zeichnen habe ich mich auch schon früher mal versucht, aber mit der fertigen Zeichnung konnte ich dann meist nicht so viel anfangen. Papier ist so vergänglich, und irgendwie mag ich lieber Dinge, die man in seinen Alltag, sein Leben einbauen kann…  Als ich dann in einem Geschäft einen Brandmalkolben sah, war ich sofort begeistert. Dinge aus Holz mochte ich schon immer gern, und diese dann noch kreativ zu verschönern, schien einfach die perfekte Sache für mich zu sein.
Zu Halloween 2014 hatte ich mich dann zum allerersten mal an einem etwas aufwändigeren Projekt versucht. Das war ein Frühstücksbrettchen, welches ich für einen Swap mit Kürbissen, Fledermäusen und Grabsteinen verschönert hatte. Damals wusste ich noch nichts über die verschiedenen Holzarten, und dass man besser naturbelassenes Holz verwendet. Es war also leider ziemlich schwierig, das geleimte Holz zu bearbeiten, aber das Ergebnis gefiel mir trotzdem sehr gut, und der neuen Besitzerin zum Glück auch. In der Zeit danach habe ich immer mal wieder kleinere Sachen gebrannt, und ein Jahr später ist dann meine erste hölzerne Kerzenscheibe entstanden, wieder mal für einen Swap und diesmal auf schönem, natürlichen Holz. Das Brandmalen war trotz anfänglicher Schwierigkeiten so eine Sache, die mir einfach Spaß gemacht hat, und der ich also treu geblieben bin.
Was war es für ein Gefühl, sich selbstständig zu machen?
Auf jeden Fall ein gutes Gefühl! Auch wenn ich natürlich nur nebenberuflich selbstständig bin, ist das doch irgendwie ein Gefühl von Eigenständigkeit, Freiheit. So kann ich meine Ideen ausleben, immer wieder neues entwerfen, selbst entscheiden. Für sich selbst braucht man ja nicht so viel, und mein Umfeld kann ich auch nicht immer nur mit hölzernen Dingen beschenken. Durch den Shop habe ich eine Möglichkeit gefunden, mich kreativ ausleben zu können, und ich freue mich wirklich jedes mal, wenn ich wieder ein Stück auf die Reise schicken darf.

Kannst du dich noch an deinen ersten Verkauf erinnern?
Oh ja! Eine ganz bezaubernde Dame namens Karmindra hat eine Baumscheibe mit Yggdrasil, dem Lebensbaum, gekauft 🙂 Das hat mich unheimlich darin bestärkt, weiterzumachen, und ich habe mit total gefreut, dass du meine erste Käuferin warst! Anfangs war ich mir noch sehr unsicher mit dem Shop, alles war so neu. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, es macht wirklich Spaß. Ein wenig Stress und Grübelei am Anfang gehören wohl einfach dazu.
(Anmerkung der Redaktion: Die Baumscheibe war ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin, obwohl ich sie am liebsten selbst behalten hätte)


Gibt es etwas – ideell gesehen – was du mit dem Verkauf deiner Stücke bewirken möchtest?
Es wäre schön, wenn sich wieder mehr Menschen mit der Natur verbinden und zurück besinnen würden, einfach ursprünglicher leben würden. Heutzutage muss ja immer alles schnell gehen, oftmals fehlt einfach die Zeit für sich selbst. Dabei hat fast jeder einen Wald oder eine schöne grüne Wiese in der Nähe, einen Platz, an dem man sich entspannen und zu sich kommen kann. Ein kleines Ritual im Freien ist natürlich am besten, aber das geht leider nicht immer. Zuhause kann man sich auch einen ruhigen Moment für sich selbst nehmen, sich sammeln, und vielleicht seine Wünsche formulieren. Und wenn meine Stücke dabei helfen können, ist mir das schon sehr viel wert. In der Natur kann man so viele kraftvolle Symbole finden, nur leider sind wir oft zu sehr im Alltag gefangen, um sie wahrzunehmen. Ich finde den Gedanken schön, darauf aufmerksam zu machen und ein wenig von der Magie einzufangen und weiterzugeben.

Gibt es ein Lieblingsstück, dessen Verkauf dir schwer fiel oder was du am liebsten selbst behalten würdest?
In jedes Stück fließt viel Zeit und Liebe, ich versuche jedes einzelne Teil so zu machen, als wäre es für mich selbst. Es fällt mir also eigentlich immer schwer, mich von einem Teil zu trennen. Aber da gibt es zwischendurch immer mal das ein oder andere Stück, an dem ich besonders hänge… Vor einiger Zeit habe ich eine Kerzenscheibe mit Waldtieren verkauft, da fiel es mir schon etwas schwerer. Aber wenn sich der/die neue Besitzer/in freut, freu ich mich auch.


Würde ich in deiner Wohnung Pyrografiearbeiten finden, die du für dich selbst hergestellt hast?
Ja, so ein paar Sachen gibt es hier in unserem Häuschen. Eine hölzerne Box für meine Tarotkarten hatte ich mit dem Auryn aus der „Unendlichen Geschichte“ verziert, dann gibt es da noch eine Yggdrasil-Kerzenscheibe, welche man immer zur kalten Jahreszeit auf unserem Wohnzimmertisch findet. Meinen kleinen Schreibtisch im Wohnzimmer hatte auch mal irgendwann mit den Mondphasen verschönert, und ganz zuletzt ist da noch der „Baumbart“ entstanden, der jetzt bei uns an der Wand hängt. Aber ich denke, dass da noch das eine oder andere Teil dazu kommen wird.

Hier findet ihr Ninas Etsy-Shop DarkWoodenPath.

2017 – Wünsche, Pläne, Vorsätze

Ein frohes neues Jahr all meinen lieben Lesern!
Vor uns liegen 365 neue Tage, gefüllt mit Abenteuern, Magie und Wundern. Schon Vorsätze gefasst? Ich habe mir wie immer ein paar Gedanken gemacht, was ich verglichen mit dem Vorjahr noch ausbauen, verändern oder vertiefen möchte.

Minimalismus & Sparen
Im Fokus steht in diesem Jahr für mich auf jeden Fall das Thema Minimalismus und Geld sparen. Im Jahr 2016 hatte ich im Frühjahr die Detox your Life Challenge gestartet und dabei mächtig ausgemistet. Leider hat sich schon wieder allerhand Kram angesammelt und ich denke stark darüber nach, meinen Konsum in diesem Jahr herunter zu schrauben. Das bedeutet mehr selbst machen, weniger unnötigen Kram kaufen, erneut aussortieren, mich auch um vernachlässigte Räume wie zum Beispiel unseren Keller kümmern. Darüber hinaus will ich auch meinen Handy Konsum überdenken und eventuell eine Art Fastenzeit einlegen, in der ich mein Handy nur noch sehr beschränkt nutze, zu festgelegten Tageszeiten oder wie auch immer. Über die Details habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Stichwort: Mehr offline!
Kakebo ist ein weiteres Stichwort im neuen Jahr – eigentlich nur ein japanisches Wort für das gute alte Haushaltsbuch. Damit habe ich mich schon des Öfteren eher erfolglos herumgeschlagen, will dem Ganzen aber noch einmal eine neue Chance geben. Schließlich gehört sparsam sein auch zu meinen neuen Vorsätzen, nicht zuletzt weil ich im letzten Jahr meine Stelle reduziert habe und nun ansteht, mit weniger Geld zu haushalten.

Selbstliebe
Wundervolles Thema und natürlich ein Dauerbrenner. Im vergangenen Jahr konnte ich richtig stolz auf mich sein, denn ich habe mich in vielerlei Hinsicht sehr gut um mich gekümmert. Dies möchte ich in diesem Jahr gerne fortführen und noch intensivieren. Gesunde Ernährung spielt wie immer ein Thema, mein Mann und ich starten heute wieder mit dem Zuckerverzicht und ich hoffe, diesen dieses Mal noch konsequenter und vor allem länger etablieren zu können. Die ersten Karten fürs Yogastudio sind schon hier, der Entsafter wird entstaubt und frische, natürliche Nahrungsmittel finden ab sofort wieder Zugang zu meinem Verdauungstrakt. Letztes Jahr habe ich einige tolle Erfahrungen mit Saftkuren gemacht die ich in diesem Jahr gerne wiederholen möchte. Ich freue mich schon darauf mich wieder mehr zu bewegen, aber auch darauf weiterhin gut für mich zu Sorgen indem ich mir wirklich Zeit für mich nehme. Weg vom Freizeitstress, hin zu mehr Ruhe und Entspannung.

Ich freue mich auf das vor uns liegende Jahr und bin gespannt, was mich erwartet.

2016 loslassen & dankbar sein

Ganz meiner Tradition folgend, gibt es einen Jahresrückblick. Wie im letzten Jahr, habe ich mich dabei an den Fragen von Leonie Dawson orientiert.


Welche Träume konntest du umsetzen/sind in Erfüllung gegangen?
2016 stand für mich eindeutig unter dem großen Stern der „Veränderung“. Vieles davon sind tatsächlich Träume die sich erfüllt haben. Allem voran natürlich unsere wunderschöne Hochzeit im Sommer. Darüber hinaus habe ich zwei neue Orte bereist, denn wir unsere haben Flitterwochen in der Bretagne verbracht und waren erstmals in Cornwall. Da ich eine leidenschaftliche Weltenbummlerin bin, ist jede Reise ein erfüllter Traum. Unerwartet tat sich noch in unseren Flitterwochen ein Jobangebot für mich auf. Seit November habe ich eine neue Stelle, die auch noch alles erfüllt was ich mir von meinem Job erträume. Im Sommer habe ich Iron Maiden in Berlin live gesehen – wovon ich schon seit meiner Jugend geträumt habe. Um das Fass zum Überlaufen zu bringen wäre da natürlich noch mein Herzensprojekt, der Rising Women Tribe den meine Freundin Ravena und ich dieses Jahr ins Leben gerufen haben. Vielleicht sollte ich 2016 einfach das Jahr der erfüllten Träume nennen?!?

Welche Erfolge kannst du verbuchen und was hast du aufgeben müssen?
Ich habe meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie sehr erfolgreich abgeschlossen, habe mich zur Entspannungstrainerin ausbilden lassen und mich bei der Bewerbung auf meine jetzige Stelle durchgesetzt. Dieses Jahr habe ich so viel abgenommen wie seit 12 Jahren nicht mehr, eine grandiose Hochzeit geplant und gefeiert, zusammen mit meinem Mann zwei Monate lang auf Zucker verzichtet und dadurch viel gewonnen und gelernt. Nach vielen Jahren habe ich mich getraut und mir Dreads erstellen lassen, habe Ariel Yoga getestet und für mich entdeckt, mich beim klettern gesteigert, einiges genäht und meine Skills an der Nähmaschine verbessert. Nach sehr langer Zeit habe ich den Mut gehabt mich von jemandem zu lösen, dafür habe ich 2016 neue, wunderbare Menschen kennen und lieben gelernt. Außerdem habe ich erfolgreich die Detox yor Life Challenge durchgezogen und mächtig ausgemistet.
Leider habe ich mich nicht wie geplant zur HP Prüfung im kommenden Frühjahr angemeldet. Der Garten lag wieder etwas brach, obwohl ich dort dieses Jahr wieder mehr tun wollte.

Ich habe mich verändert durch…
Unsere Hochzeit – irgendwie verändert einen das schon. Mal wieder habe ich viele Ängste überwunden und mich intensiv mit einigen meiner Schatten auseinander gesetzt. Sehr bewegend war in diesem Jahr auch mein Südengland Aufenthalt und damit verbunden mein Bad in der White Spring.


Was war das schönste Ereignis, woran wirst du dich zurück erinnern?
Wie man sich wohl denken kann – unsere Hochzeit. Aber darüber hinaus gab es so viele weitere, wunderschöne, intensive Momente <3 Die Landschaften Cornwalls und der Bretagne, mein Junggesellinnenabschied, Besuche in meiner Herzensheimat Hessen, mein Lieblings-Song von Iron Maiden live, die Tage in Berlin mit meinem Liebsten, Besuche bei Freunden, Wiedersehen von Verwandten, Frühstücken mit Freundinnen, mitreißende Konzerte, Potsdam besuchen, unser Ritual im Bodmin Moor…

Welches Buch oder welchen Film kannst du auf dem Jahr empfehlen?
Am meisten und nachhaltigsten bewegt hat mich das Buch „Heilung im Licht“ von Anita Moorjani
Eine tolle Romanreihe in diesem Jahr war die „Mara und der Feuerbringer“ Trilogie
An einen explizit tollen Film kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern, ich habe dieses Jahr vorzugsweise Serien geguckt.


Woran musst du noch arbeiten?
Mich nicht selbst zu sabortieren.

2016 hat mir die Gelegenheit gegeben…
Mich meinen Schatten zu stellen, neues auszuprobieren, viele Neuanfänge zu wagen, Veränderung zu leben, mich aus alten, schädlichen Bindungen zu lösen.

Ich bin glücklich und stolz…
Dieses Jahr so viele meiner Träume erüllt & gut auf mich geachtet zu haben.

Welche Aussicht hast du im Jahr 2017?
Die Arbeit mit dem Rising Women Tribe geht richtig los, darauf freue ich mich wie bolle. Ich habe einige Ideen für den Glowing Life Blog. Natürlich werde ich wieder viel reisen, unterem anderem verschlägt es mich endlich wieder nach Irland. Dort werden wir ein sicherlich wundervolles Handfasting im Kreis unserer engsten Freunde feiern. Dank einem super tollen Weihnachtsgeschenk startet das neue Jahr wieder mit Yoga. Mein Mann und ich werden uns ab dem 1.1. wieder an zwei komplett zuckerfreie Monate wagen und wenn ich genug Durchhaltevermögen habe, werde ich dieses Mal noch länger an der Sache dran bleiben.

Ritual zur Verabschiedung des alten Jahres

Ich liebe die Zeit rund um den Jahreswechsel, denn ich finde das ihr eine Art natürlicher Zauber inne wohnt. Wir können uns Zeit nehmen auf vergangenes zurück zu blicken, Bilanz zu ziehen, Dankbarkeit auszudrücken, verlorenes betrauern und gewonnenes feiern.
In den Vergangenheit habe ich schon einmal etwas über das dankbares loslassen geschrieben und ebenso über Möglichkeiten zur Intentionssetzung für das kommende Jahr.
Heute möchte ich euch ein Ritual zur Verabschiedung des alten Jahres zeigen.

Eine Freundin hat zur Wintersonnenwende ein wundervolles, einfaches und dennoch kraftvolles Knotenritual beschrieben. Vor dem Ritual solltest du das hinter dir liegende Jahr noch einmal Revue passieren lassen und dir überlegen, was dich belastet, blockiert oder geschmerzt hat. Denn all diese Dinge, kannst du im folgenden los- und hinter dir lassen.
Je nach räumlichen Gegebenheiten kannst du dieses Ritual draußen oder drinnen abhalten. Gestalte dir eine schöne Atmosphäre, vielleicht möchtest du ein paar Kerzen anzünden oder ein wenig Räucherwerk verbrennen. Das Feuer welches du im folgenden entzündest bildet deinen Altar. Du kannst die Feuerstelle entsprechend ausgestalten, zum Beispiel um das spätere Feuer herum Steine, Figuren, Bilder etc. auslegen. Wenn du soweit bist, setze oder stelle dich vor die Feuerstelle, atme einige Male tief ein und aus um zur Ruhe zu kommen.

Kleines Knotenritual:

Du benötigst eine Möglichkeit ein kleine Feuer zu entzünden, zum Beispiel in einer feuerfesten Schale oder einem Kamin. Außerdem einen schwarzen Faden.

Entzünde das Feuer und nehme dir einen langen schwarzen Faden. Knüpfe nun drei Knoten und spreche dabei:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis, ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich schmerzt, lasse ich zurück in der Nacht.

Knüpfen drei weitere Konten und sag:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich belastet, lasse ich zurück in der Nacht.

Nun knüpfe die letzten drei Knoten, wobei du sprichst:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich blockiert, lasse ich zurück in der Nacht.

Wirf darauf hin den Faden mit insgesamt 9 Knoten ins Feuer um ihn zu verbrennen.

Die Formulierung der Sprüche ist variabel. Wenn du an bestimmte Dinge denkst welche du loslassen und dem Feuer übergeben möchtest, kannst du sie deinen Bedürfnissen nach umformulieren.

Nach dem Abschluss kannst du das Feuer noch eine Weile brennen lassen. Nimm dir nun Zeit dein Augenmerk auf all das Schöne, wunderbare, bereichernde und glückliche zu richten, dass dir im zurückliegenden Jahr begegnet ist. Lass die Bilder noch einmal vor deinem inneren Auge aufsteigen und spüre wie sich Dankbarkeit in deinem Herzen ausbreitet. Wenn du möchtest, sprich deinen Dank aus. Danke dem Universum, dem Leben, der Göttin oder wem auch immer für die Schönheit die dir in diesem Jahr zu Teil wurde. Wenn du möchtest, lass die Welle der Dankbarkeit von deinem Herzen aus durch deine Hände nach außen fließen und schenk sie Mutter Erde, indem du deine Handflächen auf den Boden legst oder lass sie hinaus strahlen in den Himmel indem du die Hände nach oben streckst.

Lege die Hände zum Abschluss vor deinem Herzen zusammen und lasse ein Lächeln über dein Gesicht strahlen.

Photocredits: Crystal Altar : Ritual : Fire

Geburt des Rising Women Tribe

Heute, passend zur Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres in welcher die große Göttin ihren Sohn gebiert und die dunkle Zeit endet, bringen meine Freundin und ich unser Kind ans Licht der Welt. Ab heute heißen wir euch herzlich willkommen auf der Seite des Rising Women Tribe.


Nachdem ich in letzter Zeit öfter angedeutet hatte, dass große Dinge passieren und ich mit einem Projekt beschäftigt bin, ist es heute soweit zu offenbaren worum es geht. Dieses Jahr – meinem Jahr der großen Veränderungen – war ich ganz mutig und habe mich nebenberuflich selbstständig gemacht. Gemeinsam mit meiner Freundin Ravena habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt und den Rising Women Tribe gegründet. Spätestens seit meiner Honour Your Womb Themenreihe wissen die meisten meiner Abonennten, dass mir der Themenkomplex Weiblichkeit und Frau sein sehr am Herzen liegt. Zukünftig könnt ihr bei uns nicht nur in regelmäßigen Abständen Blogbeiträge rund um diese Themen lesen, sondern auch ganz bald Red Tents, Seminare, Workshops und Retreats von uns besuchen.

Um mehr über den Rising Women Tribe und unsere Arbeit zu erfahren zu erfahren:

Design The Life You Love – mein Kalender 2017

In diesem Jahr nutze ich zu erst das Earth Pathways Diary als Kalender, welches ich bei einer Reise in Südengland erstanden hatte. Doch schon nach kurzer Zeit entdeckt ich das Bulletjournal für mich und gestaltete mir meinen Kalender für das Jahr 2016 selbst. Vor allem in den Monaten vor unserer Hochzeit betrieb ich mein neues Hobby recht exzessiv und hatte viel Freude in der Ausgestaltung meiner Monatsübersichten, To-Do & Ziele-Listen sowie Themen die kaum mehr etwas mit einem Kalender zu tun hatten.
Doch im Verlauf des Sommers flaute meine Lust langsam ab, ich hatte so viel zu tun, Reisen, mein neuer Job und die Planung eines großen Projekts nahmen mich voll in Anspruch. So schaffte ich es meistens gerade noch, eine Monatsübersicht auf zwei Seiten zu zeichnen damit ich irgendwo meine vielen Termine notieren konnte. Meine To-Do Listen führte ich wieder auf dem Handy, da ich keine Zeit mehr fürs künstlerisches auflisten hatte.


Für das kommende Jahr habe ich mir vor zwei Monaten den wunderschönen Kalender von Jo & Judy bestellt. Schon das Auspacken des grandiosen Kartons war eine helle Freude. Im Inneren erwartete mich mein neues Schmuckstück. Bei der Bestellung hatte ich die Wahl zwischen für mich eigentlich recht ungewöhnlichem altrosa oder klassischem dunkelblau. Perfekt für meine Bedürfnisse handelt es sich um einen Kalender und ein Workbook in einem.


Um gut organisiert zu sein finde ich hier Platz für all meine Termine und darüber hinaus für ToDos, Projekte, Kontakte, Finanzen und Notizen. Direkt zu Beginn des Buches erwartet mich eine optisch anspruchvoll gestaltete Seite mit 10 Schritten für mehr Produktivität sowie einer Möglichkeit, schriftlich meine schlechten Gewohnheiten festzuhalten, mit ihnen Schluss zu machen und gute Gewohnheiten zu etablieren.


Neben schön gestalteten Seiten mit positiven Affirmationen gibt es eine vierseitige Jahresübersicht, eine seperate zweiseitige Monatsübersicht mit reichlich Platz für Eintragungen, Notizen, Geburtstagdaten, Vermerken wen ich treffen möchte und was ich einkaufen will. Jeder Monat wird eingeleitet durch eine Seite mit tabellarischer Aufführung meiner Projekte und Details zu diesen sowie einer Seite zum Thema Finanzplanung. Darauf hin folgt eine Doppelseite zu jeder Woche mit zusätzlichem Platz für Eintragungen, Vermerken wie „Hours of Work“ und einer Projekt und To-Do Liste.

Im Anschluss an den Kalender gibt es Platz für Adressen, Firmenkontakte und extra Seiten für die Organisation von Meetings. Abgerundet wird das Ganze durch viele leere, linierte Seiten für eigene Notizen.

Eckdaten:
– A5 | 14,8 x 21,0 cm
– 80 g/m²
– 256 Seiten
– Fadenbindung
– altrosa
– Folienprägung rosé gold
– Januar 2017 – Dezember 2017

Für mich wird es das erste Jahr mit einem Jo & Judy Kalender/Workbook. Ich bin schon sehr gespannt wie ich in der Praxis damit zurecht kommen werde.

Von zu viel Stress & hohen Selbstansprüchen

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Es gibt diese Zeit, da komme ich meinen eigenen Ansprüchen einfach nicht nach. Wie eine große dunkle Wolke hängen Erwartungen die ich an mich selbst habe über mir. Eine Art erdrückende Aura scheint von jener Wolke auszugehen, die nur zu gerne auf mein Gemüt schlägt. Während die Vorweihnachtszeit eigentlich besinnlich sein sollte, fühle ich mich gehetzt und gestresst. Dabei ist da gar keiner, der mir Druck macht. Nur diese Stimme in meinem Ohr, die mir vorpredigt was ich alles noch zu erledigen habe.
Da wäre das Streichen einer Zimmerwand im Wohnzimmer, passend zu unserem schönen, neuen, ganz und gar grünen Sofa. Angefangene Strickwerke vollenden, Xmas – Geschenke basteln und kaufen, Pakete zur Post bringen, Karten schreiben, Fotos entwickeln, Rechnungen begleichen, dass neue Jahr planen, mich um ein neue Projekt kümmern, auf eine gesunde Ernährung achten, ausreichend Schlaf bekommen, Freunde treffen, Verwandte besuchen, Katzen beschmusen, einige angefangene Bücher zu Ende lesen, Haushalt, kochen & Co nicht zu vergessen und bei alle dem ab und zu mal alle Fünfe gerade sein lassen und einfach nur rumgammeln.

Ganz oben auf meiner „to do“ Liste stehen ganze Hände voll Blog-Beiträgen, die ich gerne veröffentlichen würde. So viel zum Thema „glücklich sein“ will geschrieben werden, die Cornwall Reisetipps wollen ans Licht, ein Jahresabschluss gehört zur Tradition und von meinem tollen Kalender für 2017 wollte ich auch noch schwärmen.
Doch jedes Mal wenn ich es endlich schaffe, den PC überhaupt einmal an zu machen, sitze ich unter Zeitdruck und mit wenig Muse vor einem weißen Bildschirm und es will einfach nicht fließen. Keine Worte, nur ein blikender Strich auf weißem Hintergrund. Silben entstehen, Worte werden getippt, ich lösche jeden Satz, spätestens nach dem ersten Absatz. Momentan ist es nicht an der Zeit, es macht mich traurig, aber ich muss es mir von der Seele schreiben. Denn eigentlich ist es gar nicht tragisch, es gibt Phasen in denen sprudelt es aus mir heraus und Phasen, in denen bin ich still und konzentriere mich auf andere Dinge.
„Wenn du glücklich sein willst, lerne nein zu sagen“ – ich empfehle es so oft anderen und erinnere mich momentan selbst daran. Ich darf nicht nur nein zu anderen Menschen sagen, sondern auch zu mir selbst, zu meinen überhöhten Selbstansprüchen und meinem Perfektionismus. Ich darf mir sagen „nein danke, dafür habe ich momentan keine Zeit“.
„Nein heute nicht, morgen ist auch noch ein Tag“.

Den Menschen fällt es oft schwer nein zu sagen, wenn es darum geht anderen einen Gefallen auszuschlagen. Mir fällt es oft schwer, nein zu etwas zu sagen, was mir auf den ersten Blick Freude bereitet. Am Wochenende fragte mich eine gute Freundin nach einem Treffen diese Woche und ich habe nein gesagt. Ich hätte Zeit und ich würde mich sehr freuen sie zu sehen, aber auf den zweiten Blick ist damit ein weiterer meiner Feierabende verplant. Viel zu schnell besteht mein Tag nur aus Arbeit und Terminen, bin ich kaum zu Hause, der Haushalt bleibt liegen, Essen besteht aus Fast Food, To-Do Listen werden immer länger und es bleibt keine Zeit für Mich- Entspannung – Pausen – Besinnlichkeit – Meditation und Co. Ich liebe es Zeit mit meinen Freunden oder der Familie zu verbringen, aber wo bleibe ich, wenn Tag für Tag eine Verabredung die nächste jagd?!

Daher sende ich euch einen lieben Gruß und lasse euch wissen, solange es hier still ist, übe ich mich in Gelassenheit und Selbstliebe. :*

Spiegelarbeit

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Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Spiegelarbeit nach Louise L. Hay. Sie ist nicht die Erfinderin dieser beeindruckenden und wirkungsvollen Methode, aber ihr verdanken wir die weltweite Verbreitung.
Bei dieser Technik lernen wir, uns selbst anzunehmen und zu lieben. Die Welt um uns herum kann zu einem freundlichen, wohlwollenden Ort für uns werden. Wir entdecken welche Widerstände in uns arbeiten und was wir wirklich denken.

Spiegelarbeit ist einfach, aber sehr effektiv. Wenn du mehr Selbstliebe etablieren möchtest, ist Spiegelarbeit das ideale, wirklich schnell wirksame Werkzeug. Alles was wir benötigen ist ein Spiegel und Mut. Mut uns im Spiegel anzusehen und positive Affirmationen zu sprechen. Das klingt ersteinmal verblüffend schlicht, aber für viele kann es am Anfang ein wahrer Kampf sein. Zu Beginn kam ich mir einfach nur vollkommen dämlich vor und auch heute noch habe ich Tage, an denen mir die Spiegelarbeit schwerer fällt als an anderen. Es ist vollkommen normal sich anfangs zu schämen, unwohl oder albern vorzukommen.
Einer der bekanntesten und bzgl. unserer Selbstliebe wirkungsvollsten Affirmationen ist „Ich liebe mich“ – oder, an unser Spiegelbild gewandt „ich liebe dich“.
Für einige Menschen ist es unvorstellbar diesen Satz überhaupt auszusprechen und es dem eigenen Spiegelbild zu sagen, scheint noch viel schwieriger. Was für Kinder noch normal ist – sich unverholen und ohne Scham im Spiegel zu betrachten, Späße mit dem eigenen Spiegelbild zu treiben oder sich sogar im Spiegel zu küssen – ist für viele Erwachsene undenkbar geworden.

Blicken wir in den Spiegel, so tun wir dies oftmals eher ungern. Ein kurzer Check ob die Frisur oder das Make Up noch sitzt, die Kleidung zusammenpasst. In den meisten Fällen hören wir sofort eine bewertende Stimme in unserem inneren. Wir sehen Falten, Speckrollen, graue Haare, eine unförmige Figur oder was uns sonst noch negatives an uns auffällt. Blickst du gerne in den Spiegel, oder vermeidest du es lieber? Es gibt Menschen, die nicht einmal einen Spiegel besitzen, weil sie ihren Anblick nicht ertragen können.

Hier setzt die Spiegelarbeit an. In einen Spiegel blicken, sich selbst betrachten und weich werden, beginnen sich anzunehmen, zu akzeptieren was ist und liebevoll mit sich umzugehen.
Wenn du ein wenig mit Spiegelarbeit experimentieren möchtest, such dir eine Affirmation aus. „Ich liebe dich“ ist eine machtvolle Affirmation, wenn sie dir sehr schwer fällt ist sie vielleicht umso wichtiger für dich. Du kannst aber auch eine andere Affirmation wählen, zum Beispiel „ich werde geliebt“, „alles ist gut“, „ich bin in Sicherheit“, „ich bin hübsch“, „meine Ausstrahlung ist umwerfend“ etc.
Wenn du eine eigene Affirmation erschaffst, achte darauf das diese positiv formuliert ist und keine Verneinungen beinhaltet. Statt „ich bin nicht alt“ würde man sagen „ich bin jung“, statt „ich bin nicht krank“ lieber „ich bin vollkommen gesund“.

Übe nun eine Woche lang, indem du dich an jedem Tag vor einen Spiegel stellst oder setzt, dir in die Augen blickst und zehn Mal deine Affirmation sprichst. Nimm dir dazu genügend Zeit, atme nach jeder Affirmation tief ein und aus. Spüre in dich hinein. Was empfindest du während du diesen Satz sprichst? Welche Gefühle und Gedanken steigen in dir hoch? Fangen deine Beine an zu kribbeln, kommen dir vielleicht die Tränen, wirst du traurig oder wütend? Spürst du vielleicht eine Wärme die sich in dir ausbreitet, bist du positiv berührt, freudig, amüsiert oder dankbar?
Was denkst du über dich selbst? Kannst du dir ein „ich liebe mich“ nicht abnehmen, findest du dich unmöglich, hässlich, egoistisch oder hast das Gefühl du verdienst es nicht geliebt zu werden?
Wenn möglich notiere nach jedem Mal deine Erfahrungen in einem kleinen Notizbuch um den Prozess innerhalb der Woche zu beobachten. Was verändert sich? Fällt es dir zunehmend leichter deine Affirmation zu sprechen? Beginnst du anzunehmen was du dir sagst?

Nach einer Woche wirst du mit Sicherheit schon Veränderungen beobachtet haben, vielleicht sind es nur kleine, kaum merkliche und du fühlst dich immernoch albern bei der ganzen Sache. Bleib am Ball, vielleicht spiel ein bisschen mit der Methode. Du könntest zum Beispiel im Alltag auf alle Spiegel achten dir dir begegnen (auch spiegelnde Oberflächen wie Autofenster, Schaufenster, Wasseroberflächen…), dir kurz zuzwinkern und dir bewusst ein Lächeln schenken. Als i-Tüpfelchen könntest du jedes Mal bewusst deine Affirmation sprechen oder denken.

Mich hat die Spiegelarbeit in all den Jahren sehr weitergebracht, ich blicke mittlerweile gerne in den Spiegel, schmunzel mir zu, gebe mir einen Kuss oder schenke mir ein ehrliches „ich liebe dich“ von Herzen.

Wenn du mehr über die Spiegelarbeit erfahren willst und Lust hast, dich tiefergehend damit zu beschäftigen kann ich dir Spiegelarbeit: Die Essenz aus Louise Hays Lebenshilfe Programms als 21-Tage-Kurs ans Herz legen.

Photocredit: We Heart It

November

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Wow – die Zeit fliegt. Nach altem heidnische Jahreskreis hat gestern das neue Jahr begonnen. Vor uns liegt die dunkle Zeit, welche zur Wintersonnenwende ihren Höhepunkt erreicht. Daraufhin werden die Tage wieder länger und das Licht kehrt -kaum merklich- zurück in unsere Welt. Im November werde ich…

*das bunte Laub der Bäume genießen

*durch herabgefallenes Laub rascheln

*die „let there be om“ Challenge mitmachen

*meine Tätowiertermine fürs kommende Jahr an zahlen

*neuen Stoff kaufen und mich an die Nähmaschine setzen

*viele liebe Menschen treffen und wiedersehen

*endlich wieder klettern gehen

*Arzttermine abhaken

Außerdem möchte ich an der 30 days of gratitude Challenge teilnehmen. Meine täglichen Gedanken dazu findet ihr auf meiner Facebook Seite.

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Meine Dreads – Antwort auf eure Fragen

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Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, trage ich seit ca. zwei Wochen Dreads. Dieses Mal sind es echte, eigene Dreads und nicht wie sonst, eingeflochtene Synthetik- oder Wolldreads. Im privaten Umfeld, bei facebook und Instagram kamen immer wieder Fragen auf, die ich gerne in diesem Beitrag beantworten möchte. Ich bin keine Expertin für Dreads, meine eigenen sind ja noch ganz frisch. Aber ich gebe euch gerne weiter was ich von anderen Dreadköpfen und meiner Dreaderin erfahren und gelernt habe. An manchen Stellen mag dies dem widersprechen, was ihr bisher gehört habt. Viele Meinungen rund um Dreads basieren auf falschen Überzeugungen oder Missverständnissen. Manchmal kommt es mir auch so vor, als habe jeder seinen eigenen „Glauben“ bzgl. Dreads und so gehen die Aussagen, Pflegetipps und Co oft auseinander. Letztendlich ist vieles auch eine Frage des Geschmacks und über den lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Meine Dreads
Die ersten Diskussionen darüber, ob ich mir Dreads machen lassen soll oder nicht, habe ich mit 17 oder 18 Jahren geführt. Lange Zeit hatte ich nicht den Mut mir die Haare dreaden zu lassen, dachte dass mein Haar zu dünn sein könne, es mir nicht steht oder hatte einfach Angst wegen meiner Wankelmütigkeit. Nachdem fast 15 Jahre vergangen sind, habe ich mir jedoch ein Herz gefasst. Ich hatte anhand zahlreicher Beispiele gesehen, dass Dreads auch bei dünnen Haaren gut aussehen, auch mit den künstlichen Dreads habe ich mich immer sehr wohl gefühlt. Lieber wollte ich diese Dreadsache jetzt ausprobieren, als mir in 10 Jahren oder später eine Midlifecrisis unterstellen zu lassen. Außerdem ist die weibliche Seite meiner Familie mit fortschreitendem Alter, leider nicht mit voller, dichter Haarpracht gesegnet. Ich dachte mir „hey, probier es einfach aus, wenn es blöd aussieht kämmst du es eben wieder raus“. So wie ich mich kenne, kann es gut sein, dass ich in einem Jahr sage „okay, keine Lust mehr, brauche Veränderung“. Aber ich wollte es doch unbedingt einmal im Leben ausprobieren.
Ursprünglich hätte ich gerne ganz viele sehr dünne Dreads gehabt. Allerdings hat mir Britta – die Dreadcat aus Kassel, welche meinen Kopf verschönert hat, davon abgeraten. Denn Dreads sind in den ersten Monaten sehr pflegeintensiv. Mit 80 Dreads auf dem Kopf kann man schnell in die Überforderung kommen.
Daher habe ich mir nur den europäischen Standard dreaden lassen, welcher zwischen 50 und 60 Dreads liegt. Da ich meinen Pons nicht mit gedreadet habe, komme ich auf insgesamt 47 Dreads. Alle wurde mit Echthaar verlängert.

Das dreaden – wie geht es, was muss beachtet werden, wie verhält dich das Haar, tut dreaden eigentlich weh?
Das wichtigste ist eine vernünftige, gute Aufteilung. Es gibt verschiedene Einteilungsmöglichkeiten, zum Beispiel das Schachbrettmuster, Waben- oder Rautenförmig. Vor dem dreaden ist es ratsam sich schon einmal Gedanken darüber zu machen, welche Einteilung man bevorzugt. Gute Dreader beraten dich natürlich, erklären dir die Unterschiedene und zeigen dir Beispielfotos. Eine vernünftige Einteilung der Dreads ist das A und O, denn nur so vermeidet man zum einen nachher nur eine Hand voll Dreads zu haben oder zum anderen große Lücken die unschöne Blicke auf deine Kopfhaut bieten.
Bei der Methode die bei mir zum Einsatz kam, werden die einzelnen Haarsträhnen stark toupiert, immer wieder zwischen den Handflächen gerollt und schlussendlich mir eine sehr dünnen Häkelnadel verhäkelt. Mit den Verlängerungen wird ähnlich verfahren, sie werden an die bereits bestehenden Dreads angehäkelt.
Dreads sind schlussendlich nichts anderes als verfilzte Haare. Europäischen Haar filzt schlechter als afroamerikanisches Haar. Das toupieren, reiben und häkeln verheddert die Haare miteinander. Natürlich sind sie nach dem fertigen dreaden noch nicht richtig verfilzt. Filzen nimmt viel Zeit in Anspruch – wer Dreads hat braucht Geduld. Oft verfilzen die Dreads erst nach Monaten richtig. Durch den Filzprozess werden die Haare oft kürzer. Deswegen habe ich mir Echthaar einhäkeln lassen, da ich sonst enorm an Länge verloren hätte. Meine langen Haare waren stellenweise nur noch ca. 10 – 15 cm lang.

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Das dreaden dauert sehr lange und was wichtig ist, aber eigentlich fast nie gefragt wird: Ja, es kann weh tun. Manche merken kaum etwas, andere haben besonders empfindliche Stellen wie zum Beispiel die Schläfen oder der Haaransatz im Nacken. Ich gehöre leider zu den Menschen, die enorm empfindlich an der Kopfhaut sind. Ich dachte mir im Vorhinein schon, dass es bei mir wohl ziemlich ziepen würde, da ich schon auf Haare bürsten beim Frisör allergisch reagiere. Unsere Dreadsession dauerte von 10 bis 13 Uhr, 17 bis 21 Uhr sowie 9 bis ca. 13 Uhr. Das macht ca. 11 Stunden, abzüglich Toilettenpausen oder mal einem Snack. Das einhäkeln der Extensions hat noch einmal fast 8 Stunden abzüglich Pausen gedauert. Grob geschätzt habe ich bestimmt fast die Hälfte der Zeit geweint, den Rest der Zeit schmerzverzerrt da gesessen und versucht einen Haufen Küchenpapier in meinen Händen zu zerquetschen. Das einhäkeln der Verlängerungen hat dagegen kaum weh getan. Ich bin mit meiner Empfindsamkeit aber wirklich eine Ausnahme und nicht der Normalfall. Daher hatte ich auch nicht mit solch einer heftigen Reaktion meines Körpers gerechnet.
Die Kopfhaut tut nach dem frischen dreaden noch ca. 2 bis 3 Tage weh, ist gereizt, neigt danach eine Zeit lang zu jucken und manchmal auch leichter Schuppenbildung. Ich helfe mir gut mit Birkenhaarwasser, welches ich auf die Kopfhaut auftrage.

Auf keinen Fall sollte beim dreaden von europäischem Haar Wachs zum Einsatz kommen. Diese Art des dreadens stammt aus den Afroshops und ist somit auf die Bedürfnisse von afroamerikanischem Haar abgestimmt. Daher auch das häufige Vorurteil, Dreads müssten nur 1x pro Monat gewaschen werden. Unsere Haarstruktur ist ganz anders und nicht so trocken. Aber zum waschen mehr unter dem folgenden Punkt der Dreadpflege.

Manche glauben, man müsse sich die Haare vor dem dreaden mit Kernseife waschen oder eine Kieselerde-Kur durchführen. Es ist jedoch vollkommen ausreichend die Haare eine Zeit lang mit silikonfreiem Shampoo zu waschen und Conditioner und Haarkuren weg zu lassen. Das Haar sollte frei von Silikonen, sprich Weichmachern sein. Gefärbte Haare oder dauerwellbehandelte Haare lassen sich manchmal leichter dreaden. Sind die Haare jedoch zu angegriffen und kaputt, können sie durch den Dreadprozess weiter geschädigt werden.

Ein Wort zu Verlängerungen: Dreads sollten mit Echthaar verlängert werden, denn dieses ist in der Struktur den eigenen Haaren ähnlicher, vor allem ist es färbbar und kann somit dem Ton der übrigen Haare angepasst werden. Am günstigsten ist asiatisches Haar, fast überall wird das sogenannte indische Tempelhaar angeboten. Ob dies für den jeweiligen Käufer ethisch vertretbar ist, bleibt eine Frage der Einstellung. Idealerweise läßt man sich europäisches Echthaar eindreaden, da dieses unserer eigenen Haarstruktur am nächsten kommt. Dieses ist jedoch wesentlich teurer und schwieriger zu bekommen. Vor dem einhäkeln der Dreads, sollten die meist mit viel Silikon behandelten Haare einer Kieselerde-Kur unterzogen werden.

Dreadpflege – wieso sind Dreads denn pflegeaufwendig und wie sieht diese Pflege aus, kann man Dreads überhaupt waschen und sammeln sich darin nicht Tiere und Schimmel?

Ist der Kopf einmal frisch gedreadet geht es vor allem um eins: Geduld! Erst einmal stehen die Dreads wie ungeordnete Antennen in alle Richtungen ab, sind kratzig, borstig und widerspenstig. Erst durch viel Zeit und den einsetzenden Filzprozess werden sie etwas weicher, geschmeidiger und legen sich.
Um den Prozess zu unterstützen und die Dreads in Form zu halten, gibt es die Möglichkeit des häkeln. Nicht jeder Dreadhead häkelt seine Haare, es gibt Menschen die mögen den Look gehäkelter Dreads nicht. Nach dem dreaden werden sich im Verlauf immer mal wieder Schlaufen auf den fertigen Dreads lösen, welche mit feinen Häkelnadeln (0,6 – 0,75mm) wieder eingezogen und festgehäkelt werden. Auch feine Haare die sich am Ansatz komplett aus den Dreads lösen, können wieder eingehäkelt werden. Weiche Stellen können durch Häkeln wieder verfestigt werden, insgesamt kann man durch Häkeln dem Dread zu einer gleichmäßigen Form verhelfen. Manche mögen es jedoch gerne wild und stehen auf den „natural look“ von Dreads. Ich persönlich bin bemüht meine Dreads möglichst gleichmäßig aussehen zu lassen.
Es ist jedoch darauf zu achten, nicht zu viel zu häkeln. Durch Überhäkeln können die Haare auch abreißen oder Dreads schlimmstenfalls brüchig werden.
Ich häkel momentan jeden Tag ca. 10-15 Minuten vor dem Fernseher. Dabei häkel ich nicht einzelne Dreads von oben bis unten durch, sondern beschränke mich auf Problemstellen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist Ansatz und Spitzenpflege. Ich habe offene spitzen, daher muss ich diese momentan noch öfter zwischen den Handflächen rollen um sie in Form zu halten und ihnen beim filzen zu helfen, damit sie sich nicht weiter öffnen. Im Verlauf kann es über die Monate und Jahre hinweg helfen oder nötig sein, die Spitzen mit ein ganz wenig Öl oder etwas Kur zu behandeln. Offene Spitzen sind ja niemals vollends verfilzt, trocknen auf die Dauer gerne aus.
Da das Haar natürlich unaufhörlich wächst, entstehen Ansätze. Wie lang man diese werden läßt ist Geschmackssache. Wenn man nicht aufpasst, filzen die Ansätze gerne mal zusammen was zu unschönen und ungepflegt aussehenden Vogelnestern am Kopf führen kann. Ab einer gewissen Länge, sollten die Dreads an den Ansätzen nachgefilzt werden. Ich arbeite mit der Tighten Roots Methode, wobei der Dreadansatz zwischen zwei Finger geklemmt auf die Kopfhaut gedrückt in kreisenden Bewegungen gefilzt wird. Der so entstehende Ansatz wird von mir mit der Häkelnadel noch etwas verfestigt. Oft muss die Prozedur wiederholt werden, da sich der Ansatz zum Beispiel beim waschen wieder etwas löst und lockert. Wenn man die Ansätze nicht ordentlich verfilzt, kann dies schlimmstenfalls dazu führen, dass die Dreads vom dort aus immer dünner werden und sogar abreißen können.
Oft wird man der Ansatzpflege mit all den Haaren die sich raus lösen, irgendwann nicht mehr Herr. Es sieht unordentlich aus auf dem Kopf. Dann kann es helfen zum Dreader seines Vertrauens zu gehen und sich einer professionellen Ansatzpflege zu unterziehen.

Waschen kann und darf man Dreads so oft man will, sogar täglich. Meist ist dies jedoch nicht nötig, da sie viel weniger nachfetten als offene Haare. Man kann silikonfreies Shampoo nutzen, oder versuchen den Filzprozess durch das waschen zu unterstützen. BIG von Lush ist solch ein Shampoo, es trocknet die Dreads durch das enthaltende Meersalz etwas aus und unterstützt den Prozess. Es gibt auch spezielle Dreadseifen, die benutzt werden können. Das Problem bei Seife ist, dass sie sich gerne im Inneren des Dreads ansammelt. Wenn es zu großen Seifenablagerungen kommt, zum Beispiel auch wegen ungenügendem Ausspülen, kann sie Seife in Dread regelrecht kippen, fängt an zu stinken und macht viele unschöne Dinge. Kernseife sollte man eigentlich komplett meiden, denn sie sammeln sich nicht nur im Dread an, greift auch die Kopfhaut unnötig an, kann zu Entzündungen, Juckreiz und sogar offenen Stellen führen. Wichtig ist es, die Dreads nach dem waschen gut zu trocknen. Bei einer Außentemperatur unter 11 Grad sollten Dreads immer komplett trocken sein, bevor man das Haus verläßt. An der Luft brauchen Dreads meistens Stunden zum trocknen und tropfen gerne ewig lästig vor sich hin. Föhnen erfordert mindestens 20 Minuten Einsatz, ich habe mir für die kalte Jahreszeit eine schicke Trockenhaube wie man sie noch von Oma kennt besorgt. Darunter sitzend kann ich jedenfalls lesen oder im Internet surfen, während meine Dreads trocknen. Sind die Dreads nicht komplett trocken wenn es raus in die Kälte geht, kann muffiger Geruch entstehen.

Jede Form von organischem Material sollte von Dreads ferngehalten werden. Algen – Stichwort Schwimmen im Baggerloch – Baumwollfäden und auch Henna. Auch sogenannte Dentalgummis haben nichts an Dreads verloren. Diese lösen sich nämlich nur in Kombination mit Speichel rückstandslos auf, nicht aber im Haar.
Henna und Co sammeln sich gerne im Dread an. Und ja, es gibt Schimmel in Dreads. Durch feuchte Dreads und organische Rückstände kann Schimmelbildung begünstigt werden. Wenn man jedoch auf die richtige Pflege achtet, hat man kein Problem damit.

Ein selbstgemischtes Meersalzspray auf die Dreads aufgesprüht, kann den Filzprozess unterstützen. Kieselerde-Kuren haben sich der Meinung vieler die ich kenne bei bestehenden Dreads nicht bewährt. Das Ganze ist einfach eine riesige Schweinerei mit dazu im Verhältnis stehend viel zu geringem Nutzen.

Einmal im Jahr sollte eine Tiefernreinigung erfolgen, bei der die Dreads für ca. 15 Minuten in eine Mischung aus Zitronensaft, Natron und weiteren Zutaten eingelegt werden. Seifenreste, Textilfussel, organische Ablagerungen und Co werden so aus den Dreads gezogen.

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Was kommt nach den Dreads – wie lange halten die denn und musst du dir den Kopf rasieren wenn du keine Lust mehr auf sie hast?

Rein theoretisch könnte ich die Dreads jetzt für immer tragen. Man kann sie auch schneiden, wenn sie irgendwann zu lang und schwer werden. Dreads entwickeln sich oft mit den Jahren, bei manchen werden dünner, bei andere dicker. Auch die Länge kann sich noch verändern.  Sollte ich irgendwann keine Lust mehr auf die Würmchen haben, können sie wieder ausgekämmt werden. Ja das geht und ich habe im Internet schon unzählige Berichte mit Vorher-/Nacher-Fotos gesehen. Selbst Dreads die schon Jahre lang auf den Köpfen ihrer Besitzer weilen, können wieder ausgebürstet werden. Dazu braucht es natürlich viel Zeit (einige Tage) und jede Menge Haarkur und Conditioner. Diese wird in die einzelnen Dreads eingearbeitet. Manche berichten sogar davon, die Haare wären später gesünder als vor den Dreads. Natürlich verliert man ein bisschen an Länge, muss die Spitzen nochmal nachschneiden lassen. Aber die gute alte Glatze muss wirklich nicht sein.

Ich hab auch Lust auf Dreads – kann ich mir die selbst machen?
Natürlich kann man sich rein theoretisch selbst Dreads zaubern. Es kommt darauf an was für ein Ergebnis du dir wünschst. Wer 16 Jahre alt ist, noch zur Schule geht und jede Woche mit einer anderen Haarfarbe experimentiert, der legt vielleicht weniger Wert auf ein gepflegtes, einwandfreies Ergebnis als jemand, der wie ich schon über 30 Jahre alt ist, in einem festen Beschäftigungsverhältnis steht und gewisse Stilvorstellungen hat. Sich selbst Dreads zu machen oder von einem Freund machen zu lassen, birgt immer das Risiko, dass es schief geht. Ich würde jedem raten, lieber etwas Geld in die Hand zu nehmen und sich einen guten Dreader zu suchen als „irgend jemanden“ an den eigenen Kopf zu lassen. Lasst euch Fotos von vorherigen Kunden zeigen und checkt im Voraus ab, ob diese Ergebnisse sich mit euren Vorstellungen und Wünschen decken. Wenn ihr erst einmal mit einer paar wenigen schlecht verteilten Dreads auf dem Kopf dasteht, ist Ärger und Frust groß. Mit Mühe und Arbeit können Dreads restauriert, gespalten und aufgearbeitet werden. Aber so mancher ärgert sich auch nach erfolgreicher Überarbeitung durch eine fachkundige Person darüber, nie die perfekte Aufteilung auf dem Kopf zu haben. Dreads sind in der Regel eine Entscheidung für eine längere Zeit, vielleicht Jahre oder Jahrzehnte.

 

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