Wow, dieses Jahr hat mich wirklich Nerven gekostet, auf positive wie auch auf negative Art und Weise. Es war turbulent, schmerzhaft, herausfordernds, überraschend, herrlich, wunderschön und unglaublich – alles auf einmal.
Aber fangen wir von Vorne an…
Geplant war für 2017 eigentlich hauptsächlich schöne Dinge. Unser Handfasting in Irland, weitere Urlaube im thüringer Wald, England und der sächsischen Scheiz, groß Durchstarten mit dem Rising Women Tribe, viel Zeit mit Freunden, in der Natur und all das was das Leben so lebenswert macht.
Doch bereits im Frühjahr zogen dunkle Wolken an meinem geplant strahlend blauen Himmel auf. Große Konfilkte in unserem engsten Freundeskreis stürzten mich in mehr als eine persönliche Krise. Es floß viel böses Blut und Tränen, der Kreis der Menschen die mit uns nach Irland reisen sollten wurde etwas kleiner und veränderte sich. Ich selbst sah mich großen Herausforderungen gegenüberstehen, musste Entscheidungen treffen die schwerer auf mir lastenten als alles was mir bisher in meinem Leben begegnet zu sein schien. Ich fühlt mich zerrissen, überfordert und wußte nicht mehr was richtig oder falsch ist. Schlussendlich folgte ich meinem Herzen, nahm Verluste, Anschuldigungen und Unverständnis in Kauf um mir selbst treu zu bleiben.
Doch diese schwere Zeit wirkte im Nachhinein wie ein reinigendes Gewitter. In Irland fühlte sich alles einfach nur noch perfekt und absolut stimmig an. Es waren genau die richtigen Menschen mit uns an diesem mir so heiligen, geliebten Fleckchen Erde. Auch mein Mann und ich hatten durch den Hurrikan in unserer Ehe noch näher zueinander gefunden und konnte nocheinmal anders aufeinander zugehen und dieses Ritual gemeinsam feiern.

Gemeinsam mit meiner Freundin Ravena blicken wir im ersten Jahr des Rising Women Tribe auf fünf wunderschöne, bewegende Rote Zelte und zwei tolle Workshops zurück. Fast 500 Likes auf unserer facebook Seite, jede Menge Interessentinnen, Anfragen und positive Rückmeldungen. 2017 war eine tolle Zeit für uns die uns bestätigt hat auf dem richtigen Weg zu sein. Es lief so gut das wir für das kommende Jahr schon einige größere Projekte verkünden konnten, auf deren Umsetzung wir uns schon unheimlich freuen.

Im Sommer begleiteten mich noch ein paar seelische Nachwehen denn all der Stress hatte Spuren hinterlassen. Aber ich blickte auch glücklich auf eine schöne Reise über Ostern mit meinem Mann und meinem Vater zurück bei der wir nicht nur durch den Thüringer Wald streiften sondern auch schöne Burgen besichtigten, alte Städte und das Opfermoor in Niederdorla. Ein traumhafter Urlaub in Glastonbury lag hinter mir, unser schönes Handfasting, Besuche im Osten Deutschlands und Potsdam, jede Menge Treffen mit Freundinnen, wohltuende Thaimassagen, kreative, erdende Zeit in unserem Garten, Grillpartys, Lagerfeuer und eine schöne Zeit auf der Arbeit. Nebenher nahm ein großes Projekt von dem ich euch bald ausführlicher berichten werde Zeit in Anspruch und machte mit erneut Druck. Bei der Verwirklichung eines Traumes kommt es derweilen sowohl zu wahnsinniger Freude als auch zum aufploppenden einiger Ängste. Doch die Wochen zogen schnell vorrüber. Im Hochsommer beschäftigte ich mich vor allem mit der Welt der Pfanzen und Kräuter, vertiefte mich in die Dinge die ich im Frühjahr im „Intuitive Plant Medicine“ Kurs gelernt hatte, sammelte wieder einmal viele Heilkräuter, setzte stundenlang Tinkturen, Essenzen und Ölauszüge an. Ich reiste mit einer Freundin für einen tollen Kurztip nach Berlin, verbrachte sonnige Tage mit meinem Mann in Holland und reiste zum Urlaubs-Abschluss gemeinsam mit ihm und einem befreundeten Pärchen + ihrem Sohn in die sächsische Schweiz für einen ausgedehnten, wundervollen Herbsturlaub.

In diesem Urlaub blieb meine Periode aus, etwas das mich sehr iritiierte und mich ungläubig fragen lies woran es liegen könnte. Mein Mann und ich versuchten schon seit ein paar Jahren ein Kind zu bekommen, aber es wollte einfach nicht funktionieren. Nach vielen alternativen Behandlungsansätzen entschiedenen wir uns im Frühjahr diesen Jahres gegen eine Behandlung in der Kinderwunschklinik und dafür, es einfach gut sein zu lassen. Sollte jemals eine Seele zu uns kommen wollen so würde es geschehen und wenn nicht, dann würden wir auch weiterhin glücklich unser Leben mit all seinen Freiheiten genießen.
Tja und wie man es sich immer so erzählt, kaum ein halbes Jahr nachdem wir „aufgegeben hatten“ nistet sich doch tatsächlich ein kleines Wesen ein und entscheidet sich dafür, uns als Eltern haben zu wollen. Während ich diese Zeilen tippe bin ich in der 13. Schwangerschaftswoche und durfte letzte Woche im Ultraschall schon Zeuge werden, wie ein kleiner Mensch in meinem Uterus hin und her hüpft, mit seinen Ärmchen wedelt und den Beinchen strampelt als wäre es mit einer Einheit Frühsport und Lebensfreude beschäftigt. Und als wir schon dachten, nun endet dieses Jahr doch nur noch schön verstarb Anfang Dezember plötzlich und unerwartet mein Vater. Zum Glück hatte ich ihm meiner Intuition folgend schon früher als geplant von meiner Schwangerschaft erzählt. Nun stehen nocheinmal schwere Tage und Stunden an, aber das Glück über unser Wunder wirft ein helles Licht in unser Leben und erleichtert mir meinen Weg.

Ich kann nur hoffen das 2018 trotz aller neuen Dinge und Erfahrungen die auf uns warten ein deutlich ruhigeres Jahr wird. Auch wenn ich rückblickend dankbar bin für jeden einzelnen Konflikt und jedes Tief, denn alles scheint so wie es sein sollte damit am Ende alles Gut ist.