Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele: Holzarbeiten & Schmuck von DarkWoodenPath

Heute starte ich mit meiner neuen Serie „Klein aber fein – Shops mit Herz und Seele„. In diesem Jahr werde ich euch jeden Monat einen kleinen Internetshop vorstellen, betrieben von leidenschaftlichen, künstlerischen und kreativen Menschen. Sie verkaufen dort was sie selbst erschaffen haben, liebevolle Einzelstücke und Unikate wie man sie bei keiner großen Firma findet. Ich stelle sie euch in kleinen Interviews vor und zeige euch natürlich einige schöne Stücke aus ihren Händen.
Vielleicht findet ihr in einem der Shops etwas, wenn ihr das nächste mal ein schönes Geschenk für jemanden sucht oder euch selbst eine Freude machen wollt. Ich liebe es Kleinhändler zu unterstützen und sie darin zu bestärken, mit ihrer Arbeit weiter zu machen.

Den Anfang macht Nina mit ihrem erst wenige Monate alten Shop DarkWoodenPath. Dort verkauft sie wunderschöne Pyrografiearbeiten, darunter Kerzenhalter, Haarforken, Tarotboxen und Runen. Darüber hinaus stellt sie verwunschenen Schmuck her und blogt regelmäßig auf dark wooden path der Blog.


Wie bist du zur Pyrografie gekommen?
Ich war schon immer ein kreativer Mensch und habe gern verschiedene Sachen ausprobiert.  Am Zeichnen habe ich mich auch schon früher mal versucht, aber mit der fertigen Zeichnung konnte ich dann meist nicht so viel anfangen. Papier ist so vergänglich, und irgendwie mag ich lieber Dinge, die man in seinen Alltag, sein Leben einbauen kann…  Als ich dann in einem Geschäft einen Brandmalkolben sah, war ich sofort begeistert. Dinge aus Holz mochte ich schon immer gern, und diese dann noch kreativ zu verschönern, schien einfach die perfekte Sache für mich zu sein.
Zu Halloween 2014 hatte ich mich dann zum allerersten mal an einem etwas aufwändigeren Projekt versucht. Das war ein Frühstücksbrettchen, welches ich für einen Swap mit Kürbissen, Fledermäusen und Grabsteinen verschönert hatte. Damals wusste ich noch nichts über die verschiedenen Holzarten, und dass man besser naturbelassenes Holz verwendet. Es war also leider ziemlich schwierig, das geleimte Holz zu bearbeiten, aber das Ergebnis gefiel mir trotzdem sehr gut, und der neuen Besitzerin zum Glück auch. In der Zeit danach habe ich immer mal wieder kleinere Sachen gebrannt, und ein Jahr später ist dann meine erste hölzerne Kerzenscheibe entstanden, wieder mal für einen Swap und diesmal auf schönem, natürlichen Holz. Das Brandmalen war trotz anfänglicher Schwierigkeiten so eine Sache, die mir einfach Spaß gemacht hat, und der ich also treu geblieben bin.
Was war es für ein Gefühl, sich selbstständig zu machen?
Auf jeden Fall ein gutes Gefühl! Auch wenn ich natürlich nur nebenberuflich selbstständig bin, ist das doch irgendwie ein Gefühl von Eigenständigkeit, Freiheit. So kann ich meine Ideen ausleben, immer wieder neues entwerfen, selbst entscheiden. Für sich selbst braucht man ja nicht so viel, und mein Umfeld kann ich auch nicht immer nur mit hölzernen Dingen beschenken. Durch den Shop habe ich eine Möglichkeit gefunden, mich kreativ ausleben zu können, und ich freue mich wirklich jedes mal, wenn ich wieder ein Stück auf die Reise schicken darf.

Kannst du dich noch an deinen ersten Verkauf erinnern?
Oh ja! Eine ganz bezaubernde Dame namens Karmindra hat eine Baumscheibe mit Yggdrasil, dem Lebensbaum, gekauft 🙂 Das hat mich unheimlich darin bestärkt, weiterzumachen, und ich habe mit total gefreut, dass du meine erste Käuferin warst! Anfangs war ich mir noch sehr unsicher mit dem Shop, alles war so neu. Aber mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, es macht wirklich Spaß. Ein wenig Stress und Grübelei am Anfang gehören wohl einfach dazu.
(Anmerkung der Redaktion: Die Baumscheibe war ein Geburtstagsgeschenk für eine liebe Freundin, obwohl ich sie am liebsten selbst behalten hätte)


Gibt es etwas – ideell gesehen – was du mit dem Verkauf deiner Stücke bewirken möchtest?
Es wäre schön, wenn sich wieder mehr Menschen mit der Natur verbinden und zurück besinnen würden, einfach ursprünglicher leben würden. Heutzutage muss ja immer alles schnell gehen, oftmals fehlt einfach die Zeit für sich selbst. Dabei hat fast jeder einen Wald oder eine schöne grüne Wiese in der Nähe, einen Platz, an dem man sich entspannen und zu sich kommen kann. Ein kleines Ritual im Freien ist natürlich am besten, aber das geht leider nicht immer. Zuhause kann man sich auch einen ruhigen Moment für sich selbst nehmen, sich sammeln, und vielleicht seine Wünsche formulieren. Und wenn meine Stücke dabei helfen können, ist mir das schon sehr viel wert. In der Natur kann man so viele kraftvolle Symbole finden, nur leider sind wir oft zu sehr im Alltag gefangen, um sie wahrzunehmen. Ich finde den Gedanken schön, darauf aufmerksam zu machen und ein wenig von der Magie einzufangen und weiterzugeben.

Gibt es ein Lieblingsstück, dessen Verkauf dir schwer fiel oder was du am liebsten selbst behalten würdest?
In jedes Stück fließt viel Zeit und Liebe, ich versuche jedes einzelne Teil so zu machen, als wäre es für mich selbst. Es fällt mir also eigentlich immer schwer, mich von einem Teil zu trennen. Aber da gibt es zwischendurch immer mal das ein oder andere Stück, an dem ich besonders hänge… Vor einiger Zeit habe ich eine Kerzenscheibe mit Waldtieren verkauft, da fiel es mir schon etwas schwerer. Aber wenn sich der/die neue Besitzer/in freut, freu ich mich auch.


Würde ich in deiner Wohnung Pyrografiearbeiten finden, die du für dich selbst hergestellt hast?
Ja, so ein paar Sachen gibt es hier in unserem Häuschen. Eine hölzerne Box für meine Tarotkarten hatte ich mit dem Auryn aus der „Unendlichen Geschichte“ verziert, dann gibt es da noch eine Yggdrasil-Kerzenscheibe, welche man immer zur kalten Jahreszeit auf unserem Wohnzimmertisch findet. Meinen kleinen Schreibtisch im Wohnzimmer hatte auch mal irgendwann mit den Mondphasen verschönert, und ganz zuletzt ist da noch der „Baumbart“ entstanden, der jetzt bei uns an der Wand hängt. Aber ich denke, dass da noch das eine oder andere Teil dazu kommen wird.

Hier findet ihr Ninas Etsy-Shop DarkWoodenPath.

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Die Krux des reginalen Konsums

917173_696719050393456_626933422_nEs ist ernsthaft ein bisschen frustrierend, dieser Versuch mit dem regionalen Konsum. Die leckeren Rezeptideen und Kreationen blieben bisher aus, was schlicht und ergreifend daran liegt das es eigentlich keine erwähnenswerten Ergebnisse gibt. Aus Ermangelung an Zutaten gibt es hier oft Kartoffeln, Eier, Eintopf mit Kartoffeln und Kohl, Brot mit Butter, Käse, Gurke, für den Mann mit Wurst – veganer Aufstrich ohne Zutaten aus anderen Ländern ist mir bisher nicht in die Hände gefallen. Das leckersten Gericht war bisher eines mit Einkorn Nudel, Blumenkohl und einer Hafersahnesoße, wobei ich nicht weiß ob die Hafersahne ein deutsches Produkt war, ich hatte sie zum Glück noch im Kühlschrank stehen.

10464353_613530085421591_1333406806265881101_nMeinen ersten Einkauf startete ich bei Lidl – bisher die schlechteste Auswahl an deutschen Produkten die ich vorfand. Bis auf ein paar frische Beeren gab es nur Rüben, Karotten, Blumenkohl, Rucola und Zuckermais. Alle anderen Produkte kamen mindestens von den Nachbarn in Holland, meistens von noch viel weiter entfernt. In dieser Woche gab es also Rucolasalat, Blumenkohl und Maiskolben. Einen Tag später fuhr ich zur nah gelegenen Gemüsescheune, ein Hofverkauf mit Bioprodukten. Dort fand ich zu meiner großen Freude sogar riesige deutsche Salatgurken, Champions, Chinakohl, Brokkoli, Apfel Cidre und Weinbowle sowie Kartoffelgewürz und Pizzateig. An der Kasse dann schonmal die große Ernüchterung hinsichtlich der Pizza – wozu kauf ich eigentlich Teig wenn ich für eine leckere Pizza zumindest eine Soßengrundlage aus Tomaten brauche? Tomaten hatte ich – unabhängig von der Verarbeitungsform – noch nicht aus Deutschland entdeckt. Nunja, der Pizzateig hält sich ja noch eine Weile…
Mein nächster Einkauf führte mich nach Rewe, hier bekam ich Brokkoli, Erdbeeren und Mangold aus Deutschland. Auch dort gab es natürlich ein paar Beeren aus Deutschland und das ein oder andere Gemüse welches mich aber zu dem Zeitpunkt nicht ansprach. Meistens gehe ich mittlerweile zu unserem Edeka, dort finden sich ebenfalls 4-6 deutsche Produkte im Gemüseregal. In den Bioläden erschrecken mit die meistens noch viel höheren Preise für deutsches Obst und Gemüse im Gegensatz zur günstigeren Importware. Fertigprodukte kann man in der Regel komplett vergessen, entweder findet man bei Bio Ware den hilfreichen Hinweise bzgl. Inhaltsstoffen aus nicht EU-Ländern, ansonsten hat man meistens gar keinen Anhaltspunkt ob die Ware aus Deutschland kommt oder nicht. Überall steht drauf „hergestellt für…“, aber woher Zutaten kommen bleibt offen.

Wir sind jedenfalls dazu über gegangen wieder unregionale Produkte in unseren Speiseplan mit aufzunehmen. Ich weiß nämlich langsam nicht mehr was ich noch essen soll. Eine vielfältige, ausgewogene, vitaminreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse scheint mir bei regionaler Einschränkung leider nicht möglich zu sein.

Regional konsumieren – ein Versuch

Mein Essverhalten resultiert nicht nur aus meinem Bedürfnis heraus mich besonders gesund zu ernähren, es dient auch dem Wohl unseres Planeten, unseres Klimas und all der Lebewesen die auf ihm leben. So ist es für mich eine Selbstverständlichkeit viele meiner Nahrungsmittel in Bioqualität zu kaufen, auf Fair Trade Siegel zu achten und wenig bis gar keine tierischen Produkte zu erwerben. Natürlich möchte ich meinen Körper nur mit der besten, lebendigsten und Schadstoff freisten Nahrung versorgen, zusätzlich wünsche ich mir jedoch das durch mein Konsumverhalten möglichst wenig Schaden entsteht. Dazu gehört die Vorstellung das durch den Bioanbau weniger Pestizide in die Umwelt gelangen, eine größere Artenvielfalt ermöglicht und erhalten wird, ein respektvoller Umgang mit unseren Ressourcen, die Vermeidung von Abfällen und Plastik sowie die faire Bezahlung von Arbeitern welche meine Nahrung sähen, pflegen und ernten.

Ein Punkt auf den ich immer wieder stoße ist die Sache mit der Regionalität. Auch im Biosupermarkt stehen mir meistens rund ums Jahr die verschiedensten Lebensmittel aus aller Welt zur Verfügung. Da wären Bananen aus Equador, Ananas aus Costa Rica, Gurken und Tomaten aus Spanien, Orangen aus Marokko, Kartoffeln aus Ägypten und Äpfel aus Neuseeland. Ich greife zu Amaranthgetreide aus Südamerika, Käse auf Frankreich, Wein aus Italien. Wie klein hält sich mein ökologischer Fußabdruck, wenn ich mich mit so vielen Lebensmitteln eindecken welche die halbe Welt umrundet haben um auf meinem Teller zu landen? Wie groß muss er sein Fußabdruck einer Tomate oder Gurke die in einem heißen Land gezüchtet wurde, gegossen mit kostbarem und raren Trinkwasser? Wie fühlt es sich an zu wissen, dass deutsche Bauern stellenweise gezwungen werden ihre Kartoffeln zu entsorgen da große Supermarktketten die günstige Ware aus Ägypten & Co vorziehen?

Wie sähe eine Welt aus voller Gesundheitsfanatiker die sich hauptsächlich von Südfrüchten ernähren, Kokoswasser trinken und ihr Essen mit Superfoods wie Gojibeeren aus Tibet, Maca Peru, Baobab aus Australien und Chiasamen aus Mexiko pimpen?

Nicht das mir danach ist in Extreme zu Verfallen, ich bin von jeder Illusion befreit das wir ein vollkommen gewaltfreies, unschädliches Konsumverhalten an den Tag legen können. Weder strebe ich momentan eine 100% Selbstversorgung aus dem eigenen Garten an, noch die Auswanderung in südliche Gefilde um mir meine Mangos reif vom Baum pflücken zu können. Solche Ausmaße im Hinterkopf denke ich gerne schmunzelnd an die Lektüre des Buches „Fast nackt: Mein abenteuerlicher Versuch, ethisch korrekt zu leben„.

Was meinen Freund und mich jedoch interessiert: Wie wäre es eine Zeit lang nur von regionalen bzw. in Deutschland hergestellten Lebensmitteln zu leben? In den kommenden Wochen wollen für ein bis drei Monate den Versuch wagen. Gekauft wird nur noch was in Deutschland gewachsen, geerntet und verarbeitet wurde.

Was kann man da überhaupt noch essen? Wird das nicht eintönig? Meinen Vorschlag bei 2-3 Produkten die man unmöglich aus Deutschland beziehen kann für diese Zeit auf eine Fair Trade Variante zurückzugreifen wurde von meinem Freund mit den Worten „Wenn schon, denn schon!“ abgelehnt. Was ich daher besonders vermissen werde: Kaffee, Bananen und Kokosprodukte (Kokosöl, Mehl, Wasser etc.). Natürlich darf aufgebraucht werden was sich noch in den Vorratsschränken befindet.

Der Versuch wird sich jedoch auf die heimische Küche beschränken, für den Fall das wir auswärts Essen gehen oder eingeladen sind bleiben überregionale bzw. importierte Lebensmittel erlaubt.

In den nächsten Wochen wird es hier im Rahmen unseres Versuchs Berichte über Einkaufserlebnisse und Verköstigungsversuche geben. Ich bin sehr gespannt wie abwechslungsreich und vielfältig sich unser Speiseplan unter diesen Bedingungen gestalten läßt.

ehtisch & ökologisch korrekt Leben

In letzter Zeit verfolge ich vermehrt Themen des Sogenannten grünen Lebenstils. Zum Beispiel unser Plastikkonsum und die daraus entstehenden Konsequenzen. Wie das häufig so ist, beobachte ich zeitgleich in meiner Blogliste vermehrte Einträge zu diesem Thema. So hat das Zombiekätzen vor einigen Tagen einen interessanten Bericht über Plastik geschrieben, die Wilde Wölfin plant einen Plastik freien Monat und Blogs wie „Leben ohne Plastik“ beschäftigen sich fast ausschließlich mit diesem Thema.
Durch meine Auseinandersetzung mit der Thematik bin ich auch auf das äußert amüsante und bereichernde Buch „Fast nackt, mein abenteuerlicher Versuch, ethisch korrekt zu leben“ von Leo Hickmann gestoßen. Ein wirklich lesenswertes Buch, welches mich zum lachen und schmunzeln bringt.

Welche Ideen habt ihr, um euer Leben ökologischer/grüner/nachhaltiger/ethisch korrekter zu gestalten?

Da wäre bei mir z.B. die Ernährung: Nach über 10 Jahren schaffe ich es immer noch nicht mich konsequent & vor allem dauerhaft zu 100% vegetarisch zu ernähren, geschweige denn vegan. Aber ich bleibe weiter dran und denke mir das jede vegane oder zumindest vegetarische Mahlzeit schonmal ein kleiner Schritt ist. Ich musste natürlich auch ein bisschen über die Makrobiotik nachdenken, die z.B. auf vielen Reisgerichten basiert und für die man einige Zutaten wie Miso und Algen braucht. Wenn man bedenkt das dies zumeist nicht gerade regionale Lebensmittel sind, ist es etwas fragwürdig, ob dies wirklich zu einem Hauptbestandteil meiner Nahrung gehören soll? Auch das ganze tropische Obst wie Mangos, Ananas, Melonen… Eigentlich sehr unkorrekte Nahrung. In Hickmanns Buch wird darauf hingewiesen das man wenn aus dem Ausland, am besten aus Europa kaufen soll, lieber Nahrung die mit dem Schiff anstatt mit dem Flugzeug transportiert wird. Außerdem gilt es noch solche Dinge zu beachten wie die politische Lage der Herkunftslandes. So soll man möglichst keine Diktaturen unterstützen. Da schwirrt einem ja beim nächsten Einkauf der Kopf!
Regionale Nahrung in Bioqualität wäre wahrscheinlich das Optimum, ist aber leider auch recht kostspielig. Trotzdem habe ich beschlossen seit langem wieder eine Biogemüsekiste zu abonnieren. Wie ich feststellen durfte gibt es hier in der Gegend gleich 2 gute Anbieter, dort kann man sogar extra Kisten auswählen die nur mit Lebensmitteln aus der Region gefüllt sind.

Was Kleidung angeht, bin ich seit einigen Monaten bemüht nur noch Second Hand und Fair Trade Sachen zu kaufen. Für letzteres fehlt mir oft das nötige Kleingeld, aber mit ersterem fahre ich total gut. Wir haben hier in der Stadt einige nette Second Hand Läden, ich kaufe aber besonders viel im Internet, bei ebay oder im Kleiderkreisel. Wenn ich irgendwas neues brauche, eine Jeans, einen Pullover oder was auch immer, schaue ich einfach was ich dort so finde und meistens bekomme ich preisgünstig sehr schöne Klamotten. Als gute Taktik hat sich auch erwiesen, einfach nicht mehr durch Bekleidungsgeschäfte zu schlendern. So entgehe ich spontanen Impulskäufen!

Körperhygiene & Putzmittel sind natürlich auch ein erwähnenswertes Thema. Ich benutze ja zu 95% nur Naturkosmetik und was meine Putzmittel angeht zu 98% ökologische Putzmittel mit abbaubaren natürlichen Tensiden. Natürlich sind mein Badreiniger genau so wie mein Duschgel weiterhin in Plastik verpackt, was ein Minus ist. Aber bei meinen Putzmitteln möchte ich ehrlich gesagt irgendwie nicht auf den Luxus von Duft & Schaum verzichten, daher nur ungern selbst Reinigungsmittel aus Zitronensaft, Essig etc. an mischen. Beim Kauf meiner nächsten Körperpflegeprodukte wird mir das Thema sicherlich nicht aus dem Kopf gehen. Zum Glück kaufe ich schon viel von Lush, dort gibt es ja z.B. feste Shampoos, feste Bodylotion etc. und die schwarzen Becher in denen Creme etc. aufbewahrt wird werden von Lush zurückgenommen und recycelt. Jedenfalls etwas! Ich habe mir nun auch endlich einen Menstruationsbecher bestellt :D. Eigentlich hat mir vor Jahren schon ein Bekannter einen bei einer Freundin besorgt, welche damals Mooncups verkauft hat. Aber der liegt immer noch an Ort und Stelle dieser Person. Jahrelang hab ich mir gedacht „naja, ich hab ja einen, ich müsste mich nur mal wieder mit xy treffen und eine Warenübergabe unternehmen, also kaufe ich mir keinen anderen“. Aber nun habe ich mich für den Kauf eines Diva Cups entschlossen, der auch gleich zu mir nach Hause geliefert wird, damit ich nicht wieder Jahre warten muss. Früher habe ich mal Menstruationsschwämmchen ausprobiert, diese haben sich aber über die Jahre nicht durchgesetzt in meinem Alltag und Ruckblickend muss ich auch darüber nachdenken, dass dies keine vegane Methode ist.
Über Stoffbinden habe ich auch schon nachgedacht, aber ich benutze eigentlich generell sehr selten Binden. Vielleicht besorge ich mir mal einige wenige für die seltenen Tage an denen sie Verwendung finden würden.

Wenn ich mich in unserer Küche so umsehe, dann stelle ich immer wieder fest das ich nicht so 100% konsequent den Müll trenne. Dabei ist die Mülltrennung in unserem Viertel sehr gut geregelt, wir haben sogar den Luxus von einer Grauen, Gelben, Blauen wie einer Braunen Tonne! Vor allem mit der Braunen Tonne stehe ich auf Kriegsfuss da mir die Küchenabfälle immer zu schnell schlecht werden, ich aber zu faul bin regelmäßiger/öfter den Müll runter zu bringen… Das will ich in Zukunft verbessern.
Hat jemand von euch eigentlich Ahnung bzgl. ökologischer Katzenstreu? Wir benutzen Ultraklumpstreu von dm. Da sie so gut klumpt, Gerüche bindet und man prima die Klumpen raussieben kann, habe ich lange nichts anderes mehr getestet. Ich frage mich jedoch ob es bessere Alternativen gibt.

Dann wäre da das leidige Thema Arbeitsweg. Ich fahre ja eigentlich ganz gerne Rad. In meiner Ausbildung bin ich jeden Tag zur Arbeit und zurück mit dem Rad gefahren. Bei Sonne, bei Regen, bei Eis & Schnee. Nur 2x als es stark gestürmt hat, nahm ich die Bahn weil meine Strecke durch ein Waldstück ging und ich nicht von einem Ast erschlagen werden wollte. Aber die Strecke zu meinem jetzigen Arbeitsplatz ist einfach mörderisch. Ich mag sie nicht, wirklich! Es ist nicht die Länge, sondern die vielen, vielen starken Steigungen, sowohl auf dem Hin- als auch Rückweg. Reines Busfahren kann ist ebenfalls eine ungünstige ökologischere Methode, da mein Schichtdienst nicht mit dem Busfahrplan harmoniert. Nichts zu vergessen wäre da mein innerer Schweinehund, der mich morgens lieber eine halbe Stunde länger schlafen läßt als mich mit Bus oder Rad auf den Weg zu machen. Also steige ich in mein kleines Autolein und fahre die 11km pro Strecke… Ich überlege ob ich das nicht zumindest irgendwie reduzieren kann.

Es gibt noch so viele Lebensbereiche in denen man etwas verändern kann. Heute konnte ich mich kaum überwinden für die Arbeit eine Teeaufbewahrungsbox aus Holz zu kaufen, weil ich die ganze Zeit darüber nachdenken musste aus welchem Holz sie sein könnte (Alptraum Tropenholz), mit welchen schädlichen Farben/Lacken sie evtl. gestrichen ist und unter welchen Bedingungen sie hergestellt wurde. Wenn ich überlege was das für meine zukünftigen Möbelanschaffungen, Renovierungsarbeiten etc. bedeuten könnte wird mir schlecht. Was diesen Bereich angeht glaube ich wirklich, man sollte einen kleinen Lottogewinn vermeldet haben um möglichst ökologisch & ethisch handeln zu können!

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