Juni Liebe & unser Beltaine in Glastonbury

Wow, bald ist schon die erste Hälfte des Jahres 2017 ins Land gezogen. Die erste Jahreshälfte zählt blogtechnisch nicht unbedingt zu meinen Hochleistungen. Gerade einmal acht acht mal habe ich es geschafft zu bloggen, meist ein Beitrag pro Monat. Was ist denn da los?
Natürlich hat gerade in der Anfangsphase unser Rising Women Tribe Projekt eine Menge Zeit gefressen. Dafür haben wir schon viele kleine und große Erfolge verbuchen können und freuen uns sehr auf die kommenden Veranstaltungen im Sommer. Nachdem unser Rotes Zelt in Hattingen so viel Anklang gefunden hat, veranstalten wir am 2. Juli in Herten ein weites Rotes Zelt im Ruhrpott und nur ein Wochenende später, findet unser Tagesworkshop Sister Tribe – feel the vibe in Herford statt.
Ein weiteres Projekt nimmt mich momentan in jeder freien Minute in Anspruch und erfüllt mich mit Vorfreude, Aufregung und einigen Ängsten gleichzeitig. Wenn große Träume wahr werden, ist dort stets auch schnell die Angst vor dem Versagen, der Perfektionismus und die leisen Stimmen des Zweifels. Aber sie geben sich schnell zufrieden und werden leiser wenn sie bemerkt, anerkannt und gewürdigt werden.


In der Zeit vor unserem Handfasting waren wir eine Woche in Glastonbury um dort Beltaine zu feiern. Nachdem ich in den letzten Jahres jeden Herbst in Glastonbury zu Gast war, ist es ein ganz besonderes Erlebnis gewesen eines meiner Lieblingsfeste dort zu feiern. Einen schönen Eindruck der Festlichkeiten vermittelt mein kleiner Videomitschnitt.
Für alle die sich das ganze Ritual ansehen möchten gibt es ein sehr schönes Video auf Youtube:

Glastonbury im Mai hat im Vergleich zum Spätsommer einen ganz eigenen, besonderen Reiz. Das Wetter war überwiegend sonnig und warm, der Weißdorn blühte und die Menschen waren gewohnt freundlich und herzlich. Neben den Festlichkeiten, der Drachenprozession am Vortag des 1. Mai, unseren schönen Ausflügen und einem wundervollen, spontanen, kraftvollen Ritual und Bad in der White Spring mit unserer lieben Margo Awanata, schlossen wir unseren Aufenthalt mit einem grandiosen Konzert von Damh the Bard ab.

Tja und wenn mit all dem nicht schon genug Zeit beansprucht wäre, stecke ich auch noch mitten im Kurs „Intuitiv Plant Medicine“ von Asia Suler. In der Zeit von Beltaine bis zur Sommersonnenwende widme ich mich dem Pflanzenreich, meinen Pflanzenverbündeten, schamanischen Techniken, der Traumarbeit und vielen mehr. Eine Arbeit von der ich jetzt schon weiß, dass sie die acht Wochen übersteigen wird, denn jedes Thema bietet genug Raum, Stoff und Erfahrungen um noch viel tiefer einzutauchen.

Frohen Mutes blicke ich über den Juni hinaus auf die zweite Jahreshälfte und bin mir sicher, bald wieder mehr Zeit zum bloggen zu finden <3

Unser wundervolles Handfasting

Heute sind es schon 21 Tage, die vergangen sind seit mein Mann und ich uns in Irland noch einmal ein Eheversprechen gegeben haben. Bereits kurz nach unserer Verlobung im November 2015 stand für uns fest, dass wir uns nicht nur standesamtlich trauen lassen wollten, sondern auch ein Handfasting feiern möchten. So genossen wir im Juli 2016 unsere standesamtliche Hochzeit und widmeten uns kurze Zeit später der Planung für unsere keltische Zeremonie.

Welcher Ort wäre passender für ein solches Ritual als die Insel, die nicht nur eine der größten Lieben meines Lebens ist, sondern auch noch der Ort, an dem ich an jenem verregneten Novembertag im vorletzten Jahr meinen Heiratsantrag bekommen habe?! Wir wussten: Unser Handfasting wird in Irland stattfinden!

Statt einer pompösen Feier mit vielen Menschen, luden wir nur enge Freunde mit einem Sinn für unsere Art der Spiritualität ein, eine Woche mit uns in Irland zu verbringen. –Funfact am Rande: Es ist bei weitem günstiger für fast 20 Menschen eine Woche lang eine Unterkunft in Irland zu stellen, als eine Boho-Hochzeit an einem einzigen Nachmittag und Abend zu feiern.-
Gemeinsam verbrachten wir sieben Tage in einem gemütlichen großen Cottage am Fuße eines Berges nahe Sligo. Die Zeit vor und nach dem großen Tag verbrachten wir mit wunderschönen Ausflügen in die Umgebung. Eirè beglückte uns mit einem unglaublichen Wetter. Jeden Tag gab es sommerliche 20 Grad, Sonne und blauen Himmel.

Das Handfasting fand am ersten Vollmond nach Beltane statt. In einer Prozession ging es hinauf auf einen schön gelegenen Hügel zu einem megalithischen Court Tomb. Dort erwartete uns unsere Freundin und Ritualleiterin Aine. Unsere Freundinnen Ravena und Betty räucherten alle Teilnehmenden ab und schon bald standen wir alle im Kreis im Herzen dieses mystischen Platzes.
Im Rahmen des Rituals wurden wir unter anderem als Paar durch die vier Elemente geführt, mussten den Stürmen des Lebens trotzen, uns gegenseitig reinen Wein einschenken, gemeinsam durchs Feuer gehen und uns gegenseitig Halt und Stütze geben. Darauf hin kamen wir zum Kern des Handfastings, bei dem sich das Paar die Hände reicht und diese mit einem sogenannten Handfasting Cord – einem meist gewebten oder geknüpften Band – zusammen gebunden werden. Während wir mit gebundenen Händen im Zentrum des Kreises unserer Liebsten standen, wurde uns erneut ein Eheversprechen abgenommen bevor wir einen irischen und einen druidischen Segen erhielten.

Bevor das Ritual mit Wein und Kuchen zum Ende kam, hatten wir großen Spaß bei einem gemeinsamen Kreistanz, der für allgemeine Erheiterung sorgte und uns noch Tage und Wochen später einen Ohrwurm verpasste.
Glücklich und bewegt fuhren wir Abends zurück in unser Cottage, warfen den Grill an, labten uns an dem großen Buffet zu dem jeder etwas beigesteuert hatte, lachten und redeten, tanzten zu den Klängen von Gitarre, Bodhrán und Flöte und lauschten gälischem Gesang bis tief in die Nacht.

Unsere Hochzeit im letzten Jahr war einfach wunderschönen, eine wahre Traumhochzeit, die mir immer in Erinnerung bleiben wird. So ganz anders und so wundervoll war unser Handfasting in diesem Jahr. Nach all dem Stress um die Organisation unserer großen Boho-Feier, war ich dieses Jahr die Gelassenheit in Person. Es gab keinen wirklichen Plan, dieses Mal lies ich einfach alles laufen, überzeugt davon dass es sich fügen würde und genau so wird, wie es sein soll. Es gab nur die mündliche Einladung an unsere Gäste, das Cottage, die Hin- und Rückreise. Erst einen Abend vor dem Ritual sprachen wir erstmals etwas näher über Ablauf und Organisation. Mein Mann und ich ließen uns größtenteils einfach treiben und überraschen. Obwohl es im Vorhinein auf privater und zwischenmenschlicher Ebene viele Unruhen und Konflikte gab und sich das Frühjahr dieses Jahres als wirklich anstregend, kräfte- und nervenzehrend zeigte, in Irland fühlte sich alles nur noch hundertprozent richtig an. Alles war genau so gekommen wie es sein sollte und es waren genau die richtigen Menschen dort. Im Vorhinein war so viel passiert, was schlussendlich nicht nur reinigend sondern auch bereichernd gewesen ist und uns als Paar noch enger zusammen gebracht hat. Der Ort war perfekt, das Wetter war perfekt, die Stimmung war perfekt. So intensiv und berührend unsere Hochzeit war, so bewegend und ergreifend war unser Handfasting. Eine unvergessliche Zeit, für uns und für unsere Gäste.

Merken

Merken

Merken

Ritual zur Verabschiedung des alten Jahres

Ich liebe die Zeit rund um den Jahreswechsel, denn ich finde das ihr eine Art natürlicher Zauber inne wohnt. Wir können uns Zeit nehmen auf vergangenes zurück zu blicken, Bilanz zu ziehen, Dankbarkeit auszudrücken, verlorenes betrauern und gewonnenes feiern.
In den Vergangenheit habe ich schon einmal etwas über das dankbares loslassen geschrieben und ebenso über Möglichkeiten zur Intentionssetzung für das kommende Jahr.
Heute möchte ich euch ein Ritual zur Verabschiedung des alten Jahres zeigen.

Eine Freundin hat zur Wintersonnenwende ein wundervolles, einfaches und dennoch kraftvolles Knotenritual beschrieben. Vor dem Ritual solltest du das hinter dir liegende Jahr noch einmal Revue passieren lassen und dir überlegen, was dich belastet, blockiert oder geschmerzt hat. Denn all diese Dinge, kannst du im folgenden los- und hinter dir lassen.
Je nach räumlichen Gegebenheiten kannst du dieses Ritual draußen oder drinnen abhalten. Gestalte dir eine schöne Atmosphäre, vielleicht möchtest du ein paar Kerzen anzünden oder ein wenig Räucherwerk verbrennen. Das Feuer welches du im folgenden entzündest bildet deinen Altar. Du kannst die Feuerstelle entsprechend ausgestalten, zum Beispiel um das spätere Feuer herum Steine, Figuren, Bilder etc. auslegen. Wenn du soweit bist, setze oder stelle dich vor die Feuerstelle, atme einige Male tief ein und aus um zur Ruhe zu kommen.

Kleines Knotenritual:

Du benötigst eine Möglichkeit ein kleine Feuer zu entzünden, zum Beispiel in einer feuerfesten Schale oder einem Kamin. Außerdem einen schwarzen Faden.

Entzünde das Feuer und nehme dir einen langen schwarzen Faden. Knüpfe nun drei Knoten und spreche dabei:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis, ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich schmerzt, lasse ich zurück in der Nacht.

Knüpfen drei weitere Konten und sag:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich belastet, lasse ich zurück in der Nacht.

Nun knüpfe die letzten drei Knoten, wobei du sprichst:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich blockiert, lasse ich zurück in der Nacht.

Wirf darauf hin den Faden mit insgesamt 9 Knoten ins Feuer um ihn zu verbrennen.

Die Formulierung der Sprüche ist variabel. Wenn du an bestimmte Dinge denkst welche du loslassen und dem Feuer übergeben möchtest, kannst du sie deinen Bedürfnissen nach umformulieren.

Nach dem Abschluss kannst du das Feuer noch eine Weile brennen lassen. Nimm dir nun Zeit dein Augenmerk auf all das Schöne, wunderbare, bereichernde und glückliche zu richten, dass dir im zurückliegenden Jahr begegnet ist. Lass die Bilder noch einmal vor deinem inneren Auge aufsteigen und spüre wie sich Dankbarkeit in deinem Herzen ausbreitet. Wenn du möchtest, sprich deinen Dank aus. Danke dem Universum, dem Leben, der Göttin oder wem auch immer für die Schönheit die dir in diesem Jahr zu Teil wurde. Wenn du möchtest, lass die Welle der Dankbarkeit von deinem Herzen aus durch deine Hände nach außen fließen und schenk sie Mutter Erde, indem du deine Handflächen auf den Boden legst oder lass sie hinaus strahlen in den Himmel indem du die Hände nach oben streckst.

Lege die Hände zum Abschluss vor deinem Herzen zusammen und lasse ein Lächeln über dein Gesicht strahlen.

Photocredits: Crystal Altar : Ritual : Fire

Geburt des Rising Women Tribe

Heute, passend zur Wintersonnenwende, der längsten Nacht des Jahres in welcher die große Göttin ihren Sohn gebiert und die dunkle Zeit endet, bringen meine Freundin und ich unser Kind ans Licht der Welt. Ab heute heißen wir euch herzlich willkommen auf der Seite des Rising Women Tribe.


Nachdem ich in letzter Zeit öfter angedeutet hatte, dass große Dinge passieren und ich mit einem Projekt beschäftigt bin, ist es heute soweit zu offenbaren worum es geht. Dieses Jahr – meinem Jahr der großen Veränderungen – war ich ganz mutig und habe mich nebenberuflich selbstständig gemacht. Gemeinsam mit meiner Freundin Ravena habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt und den Rising Women Tribe gegründet. Spätestens seit meiner Honour Your Womb Themenreihe wissen die meisten meiner Abonennten, dass mir der Themenkomplex Weiblichkeit und Frau sein sehr am Herzen liegt. Zukünftig könnt ihr bei uns nicht nur in regelmäßigen Abständen Blogbeiträge rund um diese Themen lesen, sondern auch ganz bald Red Tents, Seminare, Workshops und Retreats von uns besuchen.

Um mehr über den Rising Women Tribe und unsere Arbeit zu erfahren zu erfahren:

Spiegelarbeit

large

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Spiegelarbeit nach Louise L. Hay. Sie ist nicht die Erfinderin dieser beeindruckenden und wirkungsvollen Methode, aber ihr verdanken wir die weltweite Verbreitung.
Bei dieser Technik lernen wir, uns selbst anzunehmen und zu lieben. Die Welt um uns herum kann zu einem freundlichen, wohlwollenden Ort für uns werden. Wir entdecken welche Widerstände in uns arbeiten und was wir wirklich denken.

Spiegelarbeit ist einfach, aber sehr effektiv. Wenn du mehr Selbstliebe etablieren möchtest, ist Spiegelarbeit das ideale, wirklich schnell wirksame Werkzeug. Alles was wir benötigen ist ein Spiegel und Mut. Mut uns im Spiegel anzusehen und positive Affirmationen zu sprechen. Das klingt ersteinmal verblüffend schlicht, aber für viele kann es am Anfang ein wahrer Kampf sein. Zu Beginn kam ich mir einfach nur vollkommen dämlich vor und auch heute noch habe ich Tage, an denen mir die Spiegelarbeit schwerer fällt als an anderen. Es ist vollkommen normal sich anfangs zu schämen, unwohl oder albern vorzukommen.
Einer der bekanntesten und bzgl. unserer Selbstliebe wirkungsvollsten Affirmationen ist „Ich liebe mich“ – oder, an unser Spiegelbild gewandt „ich liebe dich“.
Für einige Menschen ist es unvorstellbar diesen Satz überhaupt auszusprechen und es dem eigenen Spiegelbild zu sagen, scheint noch viel schwieriger. Was für Kinder noch normal ist – sich unverholen und ohne Scham im Spiegel zu betrachten, Späße mit dem eigenen Spiegelbild zu treiben oder sich sogar im Spiegel zu küssen – ist für viele Erwachsene undenkbar geworden.

Blicken wir in den Spiegel, so tun wir dies oftmals eher ungern. Ein kurzer Check ob die Frisur oder das Make Up noch sitzt, die Kleidung zusammenpasst. In den meisten Fällen hören wir sofort eine bewertende Stimme in unserem inneren. Wir sehen Falten, Speckrollen, graue Haare, eine unförmige Figur oder was uns sonst noch negatives an uns auffällt. Blickst du gerne in den Spiegel, oder vermeidest du es lieber? Es gibt Menschen, die nicht einmal einen Spiegel besitzen, weil sie ihren Anblick nicht ertragen können.

Hier setzt die Spiegelarbeit an. In einen Spiegel blicken, sich selbst betrachten und weich werden, beginnen sich anzunehmen, zu akzeptieren was ist und liebevoll mit sich umzugehen.
Wenn du ein wenig mit Spiegelarbeit experimentieren möchtest, such dir eine Affirmation aus. „Ich liebe dich“ ist eine machtvolle Affirmation, wenn sie dir sehr schwer fällt ist sie vielleicht umso wichtiger für dich. Du kannst aber auch eine andere Affirmation wählen, zum Beispiel „ich werde geliebt“, „alles ist gut“, „ich bin in Sicherheit“, „ich bin hübsch“, „meine Ausstrahlung ist umwerfend“ etc.
Wenn du eine eigene Affirmation erschaffst, achte darauf das diese positiv formuliert ist und keine Verneinungen beinhaltet. Statt „ich bin nicht alt“ würde man sagen „ich bin jung“, statt „ich bin nicht krank“ lieber „ich bin vollkommen gesund“.

Übe nun eine Woche lang, indem du dich an jedem Tag vor einen Spiegel stellst oder setzt, dir in die Augen blickst und zehn Mal deine Affirmation sprichst. Nimm dir dazu genügend Zeit, atme nach jeder Affirmation tief ein und aus. Spüre in dich hinein. Was empfindest du während du diesen Satz sprichst? Welche Gefühle und Gedanken steigen in dir hoch? Fangen deine Beine an zu kribbeln, kommen dir vielleicht die Tränen, wirst du traurig oder wütend? Spürst du vielleicht eine Wärme die sich in dir ausbreitet, bist du positiv berührt, freudig, amüsiert oder dankbar?
Was denkst du über dich selbst? Kannst du dir ein „ich liebe mich“ nicht abnehmen, findest du dich unmöglich, hässlich, egoistisch oder hast das Gefühl du verdienst es nicht geliebt zu werden?
Wenn möglich notiere nach jedem Mal deine Erfahrungen in einem kleinen Notizbuch um den Prozess innerhalb der Woche zu beobachten. Was verändert sich? Fällt es dir zunehmend leichter deine Affirmation zu sprechen? Beginnst du anzunehmen was du dir sagst?

Nach einer Woche wirst du mit Sicherheit schon Veränderungen beobachtet haben, vielleicht sind es nur kleine, kaum merkliche und du fühlst dich immernoch albern bei der ganzen Sache. Bleib am Ball, vielleicht spiel ein bisschen mit der Methode. Du könntest zum Beispiel im Alltag auf alle Spiegel achten dir dir begegnen (auch spiegelnde Oberflächen wie Autofenster, Schaufenster, Wasseroberflächen…), dir kurz zuzwinkern und dir bewusst ein Lächeln schenken. Als i-Tüpfelchen könntest du jedes Mal bewusst deine Affirmation sprechen oder denken.

Mich hat die Spiegelarbeit in all den Jahren sehr weitergebracht, ich blicke mittlerweile gerne in den Spiegel, schmunzel mir zu, gebe mir einen Kuss oder schenke mir ein ehrliches „ich liebe dich“ von Herzen.

Wenn du mehr über die Spiegelarbeit erfahren willst und Lust hast, dich tiefergehend damit zu beschäftigen kann ich dir Spiegelarbeit: Die Essenz aus Louise Hays Lebenshilfe Programms als 21-Tage-Kurs ans Herz legen.

Photocredit: We Heart It

Sacred Morning Routine – wie ich in den Tag starte

morning routine

Thank you for the blessings and guidance every day
Thank you for the wisdom and showing me the way
Clarity and vision I am always on my path
Thank you for prosperity and playful inner child
Thank you for the laughter and a joyful heart
Clarity and vision I am always on my path
Lindie Lila – Blessings

Zugegeben, es gibt diese Morgen, da drücke ich gefühlt zehn Mal auf den Schlummerknopf meines Weckers, kann mich kaum aus dem Bett heben, stürze daraufhin zügig ins Bad und kurz darauf aus dem Haus. Früher war dies keine Seltenheit, aber mittlerweile habe ich es geschafft am frühen Morgen Raum für ein bisschen Spiritualität und Besinnung zu finden. Innehalten, in mich gehen und mich mit einem Gebet einzustimmen ist eine wundervolle Möglichkeit um den neuen vor mir liegenden Tag zu begrüßen.
Damit ich ungestört bin und auch meinen Mann nicht aus dem Schlaf reiße, habe ich in unserem Wohnzimmer einen kleinen Altar hergerichtet. Dort entzünde ich am frühen Morgen ein oder zwei Kerzen, manchmal auch etwas Räucherwerk. Eine meiner liebsten Praktiken ist das Rezitieren des Mantras Vishwa Shakti Avaham. Das erste Mal habe ich in Lisa Lister Buch „Love Your Lady Landscape“ von dieser Praktik gelesen. Vishwa bedeutet „universell“, Shakti  ist die Energie der großen Mutter, der Göttin, allem weiblichen im Universum, der Inbegriff weiblichen Urkraft schlechthin. Avaham heißt sowieviel wie „manifestiere dich, komm zu mir, lass mich wissen das du hier bist, sei in mir“. Das Mantra ist eine Art Invokation weiblicher Energie. Durch das Rezitieren des Mantras rufe ich die Energie der großen Göttin an, ich erwecke die weibliche Essenz in mir und mache mir diese bewusst. Ich bin die große Mutter, die pure weibliche Energie, jede Zelle meines Körpers ist damit gefüllt. Beim chanten nutze ich meine Mala um mich zu konzentrieren. Malas (indische Gebetsketten) bestehen traditionell aus 108 Perlen, da Mantras 108 Mal rezitiert werden. Bei jeder Wiederholung, lasse ich eine Perle durch meine Finger gleiten. Manchmal spreche ich das Mantra laut, manchmal nur im Geist, ich flüstere oder singe es. Dabei ruht mein Blick auf dem Sri Yantra. Yantras sind geometrische Diagramme die in ihrer Symbolik tiefsinnige und komplexe Zusammenhänge darstellen und unter anderem als Meditationshilfe dienen um sich zu fokussieren. Das Shri Yantra gilt als das heiligste und bedeutendste Yantra. Shri ist ein Ehrentitel für Devi – die Göttin.

Nachdem ich mich auf das Mantra eingestimmt habe, ziehe ich gerne noch eine Tarotkarte für den Tag. Im Anschluss spreche ich ein Gebet und wende mich in Dankbarkeit an meine Spirits. Ich singe auch gerne noch ein oder zwei Lieder. Eines meiner Liebsten zu diesem Zweck ist das oben Zitierte Lied „Blessings“ von Lindie Lila.

 

Honour Your Womb Teil 5 – Yoni Steam

yonisteam1

Yoni-Steam? Was ist denn das nun wieder? Wer bei meiner Honour Your Womb Reihe ab und an ob der intimen Themen ins Schmunzeln kommt, darf sich heute auf neuen Stoff freuen.
Seit einiger Zeit bin ich ein großer Fan von Yoni-Stamings, auch V-Steam (Vagina Steam) genannt. Gemeint ist ein Dampfbad für den weiblichen Intimbereich. In der Presse auch gerne als Vagina-Spa beschrieben. Hinter dem Trend aus Hollywood für den Gwyneth Paltrow aus eigener Begeisterung heraus 2015 Werbung machte, steckt eine uralte Heilmethode. Schon die Mayas sollen es angewandt haben, der spanische Ausdruck für die noch heute in Südamerika verbreitete Praxis ist „Bajos“. In Korea nennt sie sich Chai-Yok.
Die Idee hinter der Anwendung, ist die Heilung oder Verbesserung diverser Beschwerden. Dazu zählen zum Beispiel Unfruchtbarkeit und Menstruationsstörungen wie ausbleibende Regel, lange Zyklen, kurze Blutungen unter vier Tagen, zähes, dunkles, braunes oder violettes Blut und starke Krämpfe. PMS, PCO-Syndrom, Endometriose, Eierstockzysten, Narben, Hämorrhoiden oderGebärmuttervorfall. Sie soll darüber hinaus ausgleichend, unterstützend und heilend nach der Geburt, einer Fehlgeburt oder Abtreibung wirken.
Das Dampfbad soll Stagnation und Kälte im Körper beseitigen, die Durchblutung des Intimbereichs fördern und die Beckenmuskelatur entspannen. Dadurch sollen die Fortpflanzungsorgane unterstützt, gereinigt, stimuliert und geheilt werden. Die Heilkraft der Anwendung hängt mit den jeweiligen verwendeten Heilkräutern zusammen. Je nach Beschwerdebild kommen unterschiedliche Kräuter zum Einsatz. Auch der Zeitpunkt kann variieren. So werden fruchtbarkeitsfördernde Steamings eher in der Zeit vor dem Eisprung angewandt, menstruationsregulierende Steamings eher in der zweiten Zyklushälfte.

Doch es gibt auch Gegenanzeigen- V-Steams sollten nicht während der Menstruation angewandt werden. Ebenfalls nicht bei vaginalen Infektionen und offenen Wunden, wenn du schwanger bist oder eine Schwangerschaft vermutest, in den ersten sechs Wochen nach einem Kaiserschnitt, wenn du krank und fiebrig bist oder wenn es sich einfach nicht richtig anfühlt.

Auch wenn sich für die Vaginal-Spa Anwendungen mittlerweile auch im deutschsprachigen Raum Anbieter finden – kostengünstig und ganz entspannt kannst du dir diesen Luxus auch zu Hause gönnen.

yonisteam2

Dauer der Anwendung:
ca. 20 Min Vorbereitungszeit
20-30 Minuten Steaming
30-60 Minuten Nachruhe

Du benötigst:

  • einen größeren Topf und evtl. eine entsprechende Schüssel
  • eine geeignete Kräutermischung
  • einen passenden Ort – dies könnte ganz einfach deine Toilette sein, oder du bastelst dir einen Steaming Stuhl/Hocker oder invertierst in ein vorgefertigtes Modell wie zum Beispiel der Devi Steam Seat oder der wunderschöne Steaming Stool von La Abeja Herbs
  • Handtücher und Decken
  • schöne Musik, ein gutes Buch, Kerzen, Räucherstäbchen, ein leckeres Getränke, alles was du zum Wohlfühlen und Entspannen brauchst

Ich habe mir einen alten Gartenstuhl zum Yoni-Steaming Stuhl umfunktioniert. Dazu habe ich zwei Holzlatten aus der Sitzfläche entfernt. Meinen Topf platziere ich auf einem ausgedienten Regalbrett unter der Sitzfläche. Mit weichen Handtüchern kleine ich diese so aus, dass nur ein passendes Loch übrig bleibt und ich bequem sitzen kann.

steamingstuhl

Durchführung:

  • Sorge dafür das du ungestört bist, schalte Handy, Telefon und Klingel ab.
  • Gib eine große Hand voll Kräuter in 3-4 Liter Wasser und koche diese bei geschlossenem Deckel auf. Lass den Kräutersud 10-20 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.
  • Nimm nun den Topf vom Herd (falls nötig fülle den Inhalt in eine Schüssel um) , stell ihn in deine Toilettenschüssel oder unter den Stuhl und nimm den Deckel ab.
  • Teste an deinem nackten Unterarm indem du ihn über das Loch mit dem aufsteigenden Dampf hältst, wie heiß dieser ist. Du solltest auf jeden Fall bedenken wie empfindlich deine Genitalien sind, verbrenne dich nicht! Entferne falls vorhanden auch Intimpiercings, da diese sehr heiß werden können.
  • Setz dich mit nacktem Unterleib auf deine Toilette/deinen Stuhl und ummantel deinen kompletten Unterkörper mit Handtüchern und Decken. An den Füßen solltest du dicke Socken tragen, denn dir soll richtig schön warm werden. Achte darauf, dass kein heißer Dampf entweichen kann.
  • Nun heißt es entspannen! Bleib für 20-30 Minuten sitzen und genieße deiner Yoni etwas Liebe in Form dieser heilsamen, entspannenden Behandlung zu schicken. Lies ein gutes Buch, höre deine Lieblingsmusik, meditiere, sprich Affirmationen oder singe. Vielleicht hast du es aber auch lieber ganz ruhig. Genieße die Kerzen und Atmosphäre um dich herum. Gestalte die Zeit so, wie es dir gut tut.
  • Nach Beendigung des Steamings, pack dich warm ein und lege dich für mindestens 30Minuten, besser eine Stunde ins Bett.

Du kannst das Yoni Steaming präventiv 2x im Jahr anwenden, oder bei akuten Beschwerden alle 2 Wochen. Manche gönnen sich auch an zwei bis vier aufeinander folgenden Tagen eine Anwendung. Genieße dieses Ritual der Selbstliebe und Selbstfürsorge!

steamingkräuter

Im Internet gibt es verschiedenste fertigen Yoni-Steam Kräutermischungen, zum Beispiel bei Shakti Studios, 9 naturals oder bei Vibrant Souls. Hier findest du drei Rezepte für eigene Mischungen.
Natürlich kannst du den Kräutersud auch nach eigenen Bedürfnissen gestalten. Über die Heilwirkung verschiedener Kräuter findest du viel online oder in unzähligen Büchern. Traditionell werden oft Beifuß, Wermut, Basilikum, Ringelblume, Oregano, Rosmarin oder Eibischwurzel verwendet. Aber auch Lavendel- & Rosenblüten, Tagetes, Damiana, Kamille, Löwenzahn, Johanniskraut, Himbeerblätter, Klettenblätter, Herzgespann, Rotklee und Veilchenblätter sind geeignete Kräuter. Lass dich nicht nur von den Inhaltsstoffen, sondern auch von deiner Intuition leiten. Gönn dir und deinem inneren Kind das Spiel mit Duft und Farbe. Achte immer darauf keine Pflanzen zu verwenden auf die du allergisch reagierst und verwende nur frische oder getrocknete Pflanzen, aber keine reinen ätherischen Öle.

Meine Tipps und Methoden ersetzen keine Diagnose oder Behandlung bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Ich gebe in keiner Weise und zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form Heilungsversprechen ab. Die von mir favorisierten Methoden ersetzen keinen Arztbesuch. Bei Beschwerden solltest du im Zweifel immer einen Gynäkologen deines Vertrauens aufsuchen.

 

Honour your Womb Teil 4 – Mondblut Routine und meine besten Rezepte gegen Schmerzen

menstruation-Cycle
Woman in India by Julianne Reynolds

Eine ganze Weile war es still um meine Reihe „Honour your Womb„, denn meine Beiträge zu diesem Thema kommen vom Herzen und ich schreibe sie am liebsten dann, wenn ich in der richtigen Stimmung bin. Welche Zeit würde sich also besser eignen, als der rot leuchtende Junivollmond zu dem meine Blutung pünktlich eingesetzt hat.

Im letzten Beitrag ging es um die Heiligkeit der Menstruation und schon damals habe ich angekündigt, auch auf die unangenehmen und schmerzvollen Seiten dieser Zeit einzugehen. Daher möchte ich euch heute an meiner Mondblut Routine teilhaben lassen, von meiner Geschichte erzählen und euch von paar Tipps verraten, wie ich mit Schmerzen umgehe.

Während meiner Jugend hatte ich oft Schmerzen während meiner Menstruation, ich kann mich an Tage entsinnen, an denen ich mich vor Krämpfen auf dem Bett herum gekugelt habe und nicht wußte wohin mit mir. Doch außer eventuell einer Wärmflasche auf dem Bauch, kann ich mich an keine Gegenmaßnahme erinnern. Mit dem beginnenden Interesse an weiblichen Mysterien, dem Hexentum und der Göttinnenspiritualität, traf ich viele inspirierende Menschen die mein Leben sehr bereichert haben. Einer dieser Menschen, mein Reikimeister, drückte mir irgendwann das Buch Drachenzeit von Luisa Francia in die Hand und lobte es in höchsten Tönen (ja, ein Mann empfahl mir ein Buch über die Kraft der Menstruation).
Diese Lektüre änderte alles und verwandelte meine bis dato so ungeliebte Zeit des Unwohlseins und der Schmerzen in ein freudiges, kraftvolles Ereignis. Ich konnte es kaum glauben, doch durch meine veränderte Einstellung zu mir, meinem Körper und den Vorgängen während meiner Blutung begann ich langsam, Schmerz in Erfüllung zu transformieren. Es ging so weit, dass ich über viele Jahre hinweg kein bisschen Schmerz mehr empfand. Oftmals merkte ich nicht einmal mehr das ich meine Periode bekam. Völlig schmerzfrei war sie plötzlich da, blieb und verschwand wieder. Monat für Monat.
Ende des Jahres 2012, in enger Verbindung zu meiner Mutter und ihrem damaligen Krankheitsverlauf, kehrten die Schmerzen wieder zurück. Sie überfielen mich mit einer Wucht, die ich nie für möglich gehalten hätte. In einer dunklen, langen Dezembernacht rissen sie mich aus dem Schlaf und waren so übermächtig, dass ich kurz davor stand einen Notarzt zu rufen. Ich hielt es nur im Gehen einigermaßen aus. Sitzen und Liegen war mir unerträglich, fühlte es sich doch an als würde mich jemand innerlich zerreissen und gleichzeitig verbrennen. Eine große Dosis Schmerzmittel und eine Wärmflasche verschafften erst nach einer gefühlten Ewigkeit eine leichte Verbesserung.
Von diesem Tag an lernte ich mich, meinen Körper und meine Blutung noch einmal von neuem kennen. Ungeahnte Schmerzen, wehen- und krampfartig überfielen mich im Laufe der Jahre. Ich entwickelte eine regelrechte Angst vor dem Tag an dem meine Menstruation einsetzt. Wo würde ich sein? Was mache ich gerade? Wie wird es mir gehen? Schmerzmittel schienen wirkungslos, Wärme unerträglich, alle Körperpositionen unangenehm.
Mittlerweile ist meine Mondblutung wieder eine Zeit der Kraft für mich geworden. Mit einigen erprobten Rezepte und einem großen Anteil innerer Auseinandersetzung mit mir, meiner Weiblichkeit und meinem Mutterleib sind die Schmerzen weniger geworden, besser auszuhalten, nur kurz präsent und mittlerweile sogar fast verschwunden.

Meine ganz persönlichen Wunderwaffen sind die folgenden:

mens4
Magnesium: Magnesium ist ein essentieller Mineralstoff  der stabilisierend auf die Zellmembranen wirkt und die Erregbarkeit von Nervenzellen verringert. Dadurch werden Muskeln entspannt und Krämpfe gelöst. Unsere Gebärmutter ist ein muskulöses Organ und fast alle Frauen kennen die krampfartigen Schmerzen im Unterbauch die bei einer Menstruation vorkommen können. Ich genehmige mir 2-3 Tage vor dem Einsetzen meiner Periode ein Bad in Magnesium Flakes. Das Magnesiumchlorid Hexahydrat löst sich wunderbar im warmen Wasser auf und wird über die Haut resorbiert. Eine Extraportion Magnesium, besonders geeignet wenn du schlecht bzw. unzureichend auf die orale Magnesiumaufnahme reagierst.
In den Tagen der Menstruation trage ich direkt Magnesiumöl auf meinen Unterbauch auf. Außerdem schwöre ich auf die heiße Sieben – 10 Tabletten des Schüsslersalzes Magnesium phosohoricum D6 in heißem Wasser aufgelöst in ganz kleinen Schlückchen trinken. Wo Schmerzen sind, da fehlt es auch oft an Sauerstoff. Daher reibe ich meinen Unterbauch schon 3 Tage vor Einsatz meiner Mens Morgens und Abends mit ozonisiertem Olivenöl ein.

mens3
Wärme: Wärmflaschen sind mir während meiner Blutung oft zu unangenehm und zu großflächig heiß. Eine praktische Erfindung sind die langanhaltenden Thermacare Auflagen bei Regelschmerzen. In Akutsituationen habe ich guten Erfahrungen mit Moxastäbchen gemacht. Bei der sogenannten Moxibustion werden Zigarrenähnliche Beifußbündel die man auch für riesige Räucherstäbchen halten könnte angezündet. Die Flamme auspusten und dann mit dem glühenden Ende vorsichtig mit einem angenehmen Abstand über den Unterbauch fahren. Dabei gut aufpassen das man sich nicht verbrennt! Die Stäbchen werden wirklich richtig heiß und es bildet sich natürlich mit der Zeit Asche die abfallen kann. Ich fahre mit dem Moxastab intuitiv verschiedene Bewegungen ab, male manchmal Symbole in die Luft über meinen Bauch, verweile an Stellen wo es gut tut etwas länger, ziehe über manche Stellen zügiger hinweg. Die Wärme ist sehr tiefgreifend und wirkt bei mir erstaunlich entspannend und langanhaltend nach. Nach der Behandlung bin ich schon oft eingeschlafen. Bitte achtet darauf das Stäbchen gut auszumachen. Wer Rauchmelder hat, sollte bedenken das die Stäbchen ordentlich qualmen.

mens5
Ernähung: In den 70er Jahren stellte man erstmals fest, dass Frauen, die unter funktionellen Menstruationskrämpfen leiden, einen erhöhten Wert von Alpha-2-Prostaglandin im Blut aufweisen. Doch durch unsere Ernährung können wir einen positiven Einfluss auf Menstruationsbeschwerden nehmen. Durch unsere Ernährung können wir die Bildung von hilfreichen, sogenannten Serie-3 Prostaglandinen fördern, indem wir Alphla Linol- und Omega 3 Fettsäuren zu uns nehmen. Diese finden sich in hochwertigen Ölen wie Lein-, Oliven und Hanföl. Natürlich können auch magnesiumreiche Nahrungsmittel Linderung verschaffen. Mir hilft eine basenreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Zucker, Koffein und Alkohol versuche ich zu meiden, genau so wie Milchprodukte und Fleisch, da diese die Schmerzen steigern können. Vor einiger Zeit habe ich einen tolles Smoothie-Rezept gegen Mensbeschwerden gefunden. In dem Artikel ist genau aufgeführt, wieso ausgerechnet diese Zusammensetzung hilft. Für alle die Schwierigkeiten mit der englischen Sprachen haben, ist hier die übersetzte Zutatenliste:

1 Banane
1 Orange
1 Tasse gefrorene Erdbeeren
1/4 TL Fenchelsamen
1/4 TL Ingwerpulver
1/4 TL Zimt
1/4 TL Kurkuma
1/8 TL schwarzer feffer
1-2 Tassen Pflanzenmilch, Saft oder Wasser

mens2
Um mich zu verwöhnen und mein Verlangen nach Süßspeisen zu besänftigen – immer wieder ein Thema zu meiner Blutzeit – gönne ich mir gerne einige Stücke hochwertiger Rohkostschokolade. Mein Favourit ist zur Zeit die vegane Conscious Chocolate in verschiedenen Sorten.

MENS1
Rituale: Ich liebe es meine Mondblutzeit zu zelebrieren. Im letzten Beitrag habe ich einige Anregungen für die Ausschmückung und Gestaltung dieser heiligen Zeit gegeben. Einer meiner Favouriten ist eine liebevolle Baucheinreibung mit dem wundervollen Mugwort-Dreamoil. Ich liebe den Duft dieses Beifußöls, es hinterläßt ein wohliges, wärmendes Gefühl und gibt mir Hülle.

Ich habe übrigens festgestellt, dass es mir das Tragen einer Menstruationstasse besser bekommt als die Verwendung von Tampons. Neben Tampons und Binden habe ich im Laufe der Jahre auch Stoffbinden und Mensschwämmchen ausprobiert.

Menstruationstassen: Für mich die beste Alternative zu Tampons. Ein Tampon saugt dein Blut auf, trocknet dabei leider auch schnell deine Scheidenflora aus, ist eine Brutstätte für infektiöse Keime und gibt – falls du keine Biobaumwolltampons nutzt – leider auch noch Pestizide, Chemikalien, Weichmacher, synthetische Farb- und Duftstoffe und allergieauslösende Verbindungen und Gifte an deinen Körper ab. Die Menstasse besteht aus Silikon, Latex oder Elastomer und hat eine trichterförmige, flexible Form. Sie wird vor dem Einführen in die Vagina gefaltet, im Körper geht sie dann auf und schließt bei richtigem Sitz dicht ab, so das nichts daneben geht. Bis zu 30ml kann solch eine Tasse auffangen. Dadurch kann man sie je nach Stärke der Blutung bis zu 12 Stunden lang im Körper belassen. Wie praktisch ist das denn?! Zum Wechseln zieht man die Tasse heraus und entleert sie direkt in die Toilette. Mit klarem Wasser ausgespült – auf Wunsch auch mit milder Seife abgewaschen – kann sie sofort wieder eingesetzt werden. Über 10.000 Binden & Tampons verwendet Frau im Laufe ihres Lebens. Eine Menstruationstasse hingegen hält viele Jahre lang.

Mensschwämmchen: Hier führst du statt eines Tampons oder einer Tasse einen kleinen angefeuchteten Naturschwamm in deine Vagina ein. Dort bleibt es dann je nach Stärke der Blutung einige Zeit und kann mit den Fingern wieder herausgeholt werden. Mit warmen Wasser ausgewaschen kann es sofort wieder eingeführt werden. Nach der Mestruation wird das Schwämmchen über Nacht in ein Glas mit Essigwasser gelegt und danach getrocknet und an einem trockenen, staubfreien Ort aufbewahrt. Ein Schwämmchen hält ca. 6 Zyklen lang und sollte nicht ausgekocht werden. Da Schwämme Lebewesen aus dem Meer sind, ist dies keine vegane Alternative!

Stoffbinden: Die ökologische Alternative zur Binde. Binden bergen ähnliche Probleme wie Tampons, sie sind meist voller ungesunder Zusatzstoffe und verursachen eine Menge Müll. Stoffbinden gibt es heute in allen Farben und Formen, mit und ohne Flügel, mit Knopf zum Verschluss für besseren Halt, für starke und für schwächere Tage. Es gibt sogar Slipeinlagen aus Stoff. Ich will mir auf jeden Fall noch Stoffbinden selbst nähen.

Meine Tipps und Methoden ersetzen keine Diagnose oder Behandlung bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Ich gebe in keiner Weise und zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form Heilungsversprechen ab. Die von mir favorisierten Methoden ersetzen keinen Arztbesuch. Auch wenn Schmerzen währnend der Menstruation weitverbreitet sind, solltest du bei Beschwerden im Zweifel immer einen Gynäkologen deines Vertrauens aufsuchen.

Honour your Womb Teil 3 – heilige Menstruation

11206104_437235369789970_1168511443692699280_n

Stell dir vor, du wärst ein kleines Mädchen. In deinem Leben gibt es viele bedeutsame Frauen. Deine Mutter, deine Großmütter, Tanten, deine Klassenlehrerin, die Mutter deiner besten Freundin, deine große Cousine… und sie alle lehren dich, dass eine bedeutende Zeit auf dich zukommen wird. Jede Frau vermittelt dir auf ihre Art und Weise, dass du irgendwann von einem Mädchen zu einer Frau heranreifen wirst. Dieser Punkt wird gekennzeichnet durch deine erste Menstruation, ein grandioser Augenblick, ein Tag der Freude. Man erzählt dir liebevoll und einfühlsam das du irgendwann als Frau einmal im Monat bluten wirst, doch das du dich nicht fürchten musst, denn deine Mondblutung ist ganz normal, gesund und ja, sogar schön. Einmal im Monat wirst du ganz besonders in deiner Kraft stehen, wirst voller Magie und Leben sein. Denn wir Frauen sind mit allem verbunden, mit den Rhythmen und Zyklen der Natur, der Gezeiten, mit denen des Mondes. Auch du wirst diese Zyklen durchlaufen, Monat für Monat wirst du dich wandeln, verschiedenste bereichernde Qualitäten spüren und für dich nutzen können. Du freust dich auf dieser Zeit und darauf, dass erste Mal zu bluten. Jedes Mädchen freut sich auf diesen Moment, denn er bedeutet zur Frau und somit auch, in den Kreis der Weisen Frauen aufgenommen zu werden. Du weißt das es dir zu ehren ein wunderschöne Fest, ein Übergangsritual geben wird, zu dem alle Frauen aus deiner Familie eingeladen sind. Alle tragen rote Farben, es gibt ein richtiges Festessen, Musik und sogar Geschenke. Alle werden dich beglückwünschen und dich willkommen heißen. Es ist dir überhaupt nicht unangenehm mit den dir vertrauten Menschen über dieses Thema zu sprechen, denn es ist vollkommen normal und natürlich. Die anderen Frauen geben dir Tipps, was du in dieser ganz besonderen Zeit für dich tun kannst, wie du mit dieser ungewohnten, kraftvollen Energie umgehst.
Niemand erzählt dir von Schmerzen, Krämpfen, Übelkeit, Unpässlichkeit, Übellaunigkeit, Heulattacken oder Jähzorn. Davon wie schlimm es sein wird, dass eine Last ist einmal im Monat zu bluten, peinlich, unangenehm oder sogar gefährlich. Du wirst weder geohrfeigt noch abgelehnt, kannst alle deine Fragen offen stellen und stehst auch nicht irgendwann wie vom Donner gerührt mit Blut zwischen den Beinen da und weißt nicht was gerade mit dir passiert weil niemals jemand ein Sterbenswörtchen darüber verloren hat.
In jedem Dorf gibt es Menstruationshütten, so genannten rote Zelte. Du erlebst es bei deiner Mutter und deinen älteren Schwestern. Während ihrer Blutung werden sie von ihren Mitmenschen geachtet, niemand sagt Dinge wie „meine Güte, hast du deine Tage?“ sondern Männer wie Frauen, Alt und Jung wissen: Diese Zeit ist etwas besonderes. Frauen gelten als – besonders in ihrer Kraft stehend – und achten auf ihre Bedürfnisse in diesen Tagen. Wer möchte, kann in seiner Freizeit ein rotes Zelt besuchen, sich dort zurückziehen, meditieren, singen, an täglich stattfindenden Ritualen und Segnungen teilhaben. Hüterinnen der Zelte schaffen eine ruhige, geschützte Atmosphäre. Die Menstruation der Frau wird von allein als eine heilige, kraftvolle Zeit angesehen.

mg_6051editlogo
Doch leider sieht unsere Welt anders aus. Menstruation wird von den allermeisten Frauen weder als schön, noch als heilig angesehen. Wir verbinden mit unserer Blutung häufig Unwohlsein, PMS, Schmerzen, Krämpfe, Stimmungsschankungen, Heißhunger und Leiden. Für Frauen mit Kinderwunsch ist sie oftmals verbunden mit Wut, Enttäuschung und Trauer, obwohl sie eigentlich ein monatlich wiederkehrendes Zeichen unserer Fruchtbarkeit ist.
In meinem Umfeld erlebe ich es eigentlich nie, dass Frauen in irgendeiner Art und Weise positiv auf ihre Blutung zu sprechen sind. Im besten Fall wird sie als lästig erduldet. Doch wie sollen wir unseren Mutterleib ehren und in Verbindung mit diesem stehen, wenn wir unsere Periode ablehnen? Manchmal scheint es mir, als wäre unsere Mens für viele der Inbegiff der Ablehnung. So viele negative Glaubenssätze über diese Zeit, so viel Scham, Wut, Trauer, Ekel. Wir mögen mit uns in Frieden sein, doch sobald wir bluten ist da diese Furcht vor uns selbst. Da läuft dieses Blut, welches wir am liebsten nicht sehen, riechen und schon gar nicht berühren wollen. Wenn ich über Menstruationstassen erzähle, reagieren viele Frauen schockiert.
„Aber das stinkt doch, das Blut was da raus kommt!“
„Oh Gott, dazu musst du doch da unten in dich reinfassen um die einzuführen und sie rauszuziehen, oder?!“,
„Und dann kippst du das Blut aus? Nein, dass geht ja gar nicht, wie ekelhaft!“

Im besten Fall wird unsere Gebärmutter geduldet, bis zum dem Zeitpunkt, einmal im Monat, wenn sie anfängt uns Probleme zu machen.
Was soll an dieser Sachen denn eigentlich schön oder heilig sein? Eine ganze Menge!

563224_605643206128922_1304268491_nNuit Moore

Schon zu frühen Zeiten galten Frauen als etwas besonderes und ihrem Blut wurde eine besondere Macht zugesprochen. Doch im Verlauf der Zeit wandelte sich das Bild von dieser Heiligkeit soweit, dass unsere Menstruation in vielen Kulturkreisen sogar als unrein, schmutzig und sündig betrachtet wird. Sogar Aberglauben entwickelt sich, mit einer menstruierenden Frau in Kontakt zu kommen mache krank.
In unseren Gefilden glaubt zum Glück kaum jemand mehr, dass blutende Frauen solche negative Auswirkungen haben. Dennoch hat die Menstruation kein hohes Ansehen. Wir versuchen zu verheimlichen wenn wir bluten, schämen uns, fühlen uns unwohl. Unsere Kultur, Erziehung und auch die Werbeindustrie tragen eine Mitschuld an diesem Umstand.
Wenn Frauen bluten, so sollen es uns Tampons und Binden ermöglichen dies diskret zu verbergen. Niemand braucht mitbekommen, das wir bluten, wir werden nicht riechen oder tropfen und dürfen uns trotz Menstruation sauber und glücklich fühlen.
Blütenweiße Binden oder Tampons, auf die eine hygienisch einwandfreie, blaue Flüssigkeit geträufelt wird, welche unser Blut darstellen soll, implizieren uns das unsere Blutung schmutzig ist, aber zum Glück Abhilfe geschafft werden kann.
Wir werden in dem Glauben erzogen, dass wir mit unserer Mens eine große Last mit uns tragen müssen. In dieser Zeit seien wir besonders umständlich, zickig, sensibel oder aggressiv. Wir hätten Schmerzen im Bauch und Rücken, vielleicht auch im Kopf und anderswo. Aktivitäten sind nur eingeschränkt möglich, Sport und Schwimmen gilt als eher ungünstig in jener Zeit. Aber gegen all diese Probleme gibt es natürlich Tampons, Binden, Pillchen, Tabletten und Hormonpräparate. Manche Frauen nehmen die Pille durch um nicht bluten zu müssen. Andere lassen sich Hormone spritzen oder ein Stäbchen implantieren. Oft habe ich von Frauen gehört wie praktisch es doch sei, man könne eine Schwangerschaft verhindern und zeitgleich diese lästigen Blutungen unterbinden.chanel-baran-divine-flow-web

Doch unser Blutung ist so viel mehr. Es ist unser ureigenen Zyklus, unsere Verbundenheit mit den Zyklen der Erde. Tag und Nacht, Ebbe und Flut, Zeit der Fruchtbarkeit, Zeit des Blutes. Unser Körper zeigt mit unserer Mondblutung beispiellos seine Verbundenheit mit den Zyklen der Natur. Oft ist Zyklus der Frau so lang wie ein Mondzyklus. Wenn Frauen länger ohne hormonelle Verhütung leben ist oftmals zu beobachtet, dass sie zu Vollmond ihren Eisprung haben und an Neumond menstruieren.
Wer kennt nicht den Spruch und die dahinterliegende Tatsache, dass sich die Zyklen von Frauen in einer Gemeinschaft und engeren Freundschaften aneinander angleichen?!
Leider hat Verhütung von Schwangerschaften einen so hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft eingenommen, dass viele Frauen keinen eigenen Zyklus mehr haben. Ich will an dieser Stelle keinesfalls von hormoneller Verhütung abraten! Ich selbst habe viele Jahre die Antibabypille genommen und denke, die Frage der Verhütung ist eine sehr intime, individuelle Entscheidung, die jede Frau für sich selbst treffen muss. An dieser Stelle möchte ich lediglich dafür sensibilisieren, dass wir bei der Erhebung des Kosten-Nutzen Faktors berücksichtigen sollten, wessen wir uns berauben, sobald wir uns für eine hormonelle Verhütungsmethode entscheiden.
Jede Phase unseres Zyklus hat seine ganz eigene Qualität und diese sind so individuell wie jede Frau selbst. Es ist sehr lohnenswert unseren Zyklus zu allererst einmal bewusster wahrzunehmen. Wo stehe ich gerade? Wie lange ist mein Zyklus? Ist er regelmäßig oder schwankend? Wann sind meine fruchtbaren Tage, wann geht es auf meine Menstruation zu. Ein Mondtagebuch anzulegen, eine Form des Zyklustagebuchs, ist hilfreich und bereichernd. Hier können wir festhalten wie wir uns fühlen und was uns bewegt. Nach einer Weile läßt sich so herausfinden, in welche Zeit im Zyklus wir eher introvertiert oder extrovertiert sind. Gibt es Tage an denen ich besonders kreativ bin? Wann bin ich gesellig, wann genieße ich den Rückzug und Zeit für mich? Bin ich vor dem Eisprung besonders abenteuerlustig, oder halte ich während meiner Mens die besten Vorträge?
Uns so gut kennenzulernen hat enorm viele Vorteile. Erst einmal entwickeln wir eine Achtsamkeit für uns und unseren Körper und darüber hinaus können wir dieses Wissen gezielt einsetzen. Wenn ich ein Projekt vor der Brust habe, weiß ich somit wann ich dieses am besten umsetze. Ich weiß an welchen Tagen ich meine Massagetermine legen sollte, wann ich den besten Sex habe und welcher Termin perfekt für mein nächstes Vorstellungsgespräch ist.
Unsere Menstruation ist oft eine Zeit ganz besonderer Energie. Wichtig ist, dich in diesen Tagen gut zu behandeln und auf deine Bedürfnisse zu hören. Vielleicht möchtest du mehr oder weniger Kontakt zu anderen Menschen. Die Abgespanntheit und Gereiztheit, die von vielen Frauen empfunden wird, kommt oft von einer besonderen Sensibilität für uns umgebende Energien. Unsere Blutzeit ist eine magische Zeit, wir verfügen über sehr viel Energie in unserem Inneren, sind aber auch empfindsamer für die uns umgebende.  Es gibt so viele Möglichkeiten, diese Zeit zu zelebrieren.

*Besuche ein sogenanntes Red Tent (rotes Zelt) oder schaffe dein eigenes – es muss kein Zelt sein, vielleicht hast du einen Raum in deiner Wohnung den du eigens dafür gestalten und dekorieren kannst. Oder suche dir eine kleine Ecke in deinem Heim und erklären ihn für diese Zeit zum heiligen Raum.
*Lade Freundinnen ein um mit dir zu singen, zu tanzen, zu beten, kochen, reden oder einfach nur zu lachen. Vielleicht gestaltet ihr euer eigenes kleines Segnungsritual, bemalt euch gegenseitig mit Ocker und heiligen Symbolen, salbt eure Bäuche mit duftendem Öl und massiert euch eure Füße, Hände oder verspannten Schultern.
*Räucher deine Wohnung aus, experimentiere mit verschiedenen Räucherstoffen. Vielleicht gibt es etwas das du zu dieser Zeit nicht riechen kannst, oder ein Duft der dich besonders anspricht.
*Gehe in Kontakt mit deinem Blut. Über winde deine Scham, deinen Ekel. Dein Blut ist ganz natürlich, es kommt aus dir, es ist weder ekelhaft noch abstoßend. Vielleicht möchtest du damit malen (auf Papier, Leinwand, Stein, dir selbst?!), es in kreative Prozesse mit einbinden, mit ihm zaubern, es als Opfer darbringen oder es in dein Pflanzenwasser geben.
*verwöhn dich nach allen Regeln, höre in dich hinein ob du jetzt gerne in Bewegung kommen möchtest oder Ruhe brauchst, ein heißes Bad oder eine lange Radtour.
*Du kannst einen Mondblut-Altar gestalten. Suche Symbole, Muscheln, Steine, Bilder, Skulpturen welche für die Göttin, Weiblichkeit, Brüste, Vulva, Blut etc. stehen. Er bietet auch Raum um Monatshygieneartikel außerhalb unserer Blutzeit aufzubewahren und somit aufzuladen.
*Lebe deine Sexualität, berühre dich, erkunde deinen Körper. Vielleicht hast du dich in dieser Zeit niemals selbst angefasst oder Sex gehabt. Spüre wie es sich anfühlt, ob etwas anders ist. Viele Frauen erleben Erregung und Orgasmen während ihrer Menstruation als besonders intensiv. Vielleicht möchte dein Partner mit dir auf Entdeckungsreise gehen. Wenn ihr noch nie darüber gesprochen habt, wird es Zeit!
*Ich fertige gerne Mondblutketten an, z.B. aus roten Perlen, oder einem schlichtem Anhänger. Als Edelsteine eigen sich vor allem Granat (als symbolicher Blutstein) und  Mondstein (klassischer Frauenstein)

Es gäbe noch so viel zu diesem unheimlich spannenden Thema zu schreiben. Wenn du dich näher mit deiner Mondblutzeit auseinander setzen möchtest, wenn du die Heiligkeit selbst spüren, entdecken und erleben möchtest, kann ich dir einige fantastische Bücher ans Herz legen:

Code Red
Moon Time
Das Schwarzmond-Tabu
Die weise Wunde Menstruation

Drachenzeit
Roter Mond

Da Schmerzen und Unwohlsein während der Menstruation für unzählige Frauen ein großes Thema sind, werden wir uns dieses Kapitel in der kommenden Ausgabe von „Honour Your Womb“ noch einmal genauer ansehen. Ich werde für euch meine persönliche Trickkiste öffnen und euch teilhaben lassen an meiner Mondblutroutine.

Photos by Chanel Baran

Honour your Womb Teil 2 – Selbstliebe im Alltag

a2a253168ec6a81b82620db0a8f3ce41

Im zweiten Teil der „Honour your Womb Serie“ möchte ich dir verschiedene weitere Wege zeigen, wie du deinen Mutterleib ehren und wieder in Kontakt mit ihm kommen kannst. Natürlich gibt es abgesehen vom Ritus des Mutterleibes noch viele andere Möglichkeiten, auch ohne Hüterinnen in diesen Kontakt zu kommen. In den nächsten Wochen wirst du bei mir einige Rituale und Segnungen finden die du selbst, ganz für dich, oder wenn du magst im Kreis von Freundinnen und Schwestern zelebrieren kannst. Wir werden über unser Mondblut sprechen, über die Heiligkeit unseres Zyklus und wie wir uns während unserer Drachenzeit gut tun können.
Heute beschäftigen wir uns vor allem mit Alltags-Fertigkeiten. Wie schaffe ich es überhaupt, mich wieder liebenswürdiger zu behandeln, achtsamer mit mir und somit auch mit meiner Gebärmutter umzugehen.
Fernab von Ritualen, Zeremonien, Räucherstäbchen und Salbungen gehen wir heute unserem Schmerz und unserer Ablehnung auf den Grund. Vielleicht fällt es dir schwer dich überhaupt darauf einzulassen, eine nähere Beziehung zu deinem Mutterleib und deiner Weiblichkeit einzugehen. Allein der Gedanke an Gebärmutter, Bäuche, Fortpflanzungsorganen oder Genitalien mag für dich eher abstoßend oder mindestens befremdlich sein. Doch du bist eine Frau, eine Frau so voller Leben und Liebe, voller Abenteuerlust, Leidenschaft und Freude. Warum auch immer du traurig, schüchtern oder ängstlich bist, tief in dir sitzt diese Kraft uns dein Mutterleib heilig und in seiner Essenz vollkommen heil und vollständig. Mit ihm in Kontakt zu kommen, ihn zu würdigen, dich wieder als das zu spüren was du bist – eine wunderschöne Frau, fähig Freude, Kreativität, Lachen und Leben zu gebären – wird dir helfen all deine schönen Seiten wieder zu spüren und mit der Welt zu teilen. Dein Körper ist ein Tempel und dein Mutterleib ist der Raum, in dem sich das Heiligtum deiner weiblichen Essenz, deiner Sexualität und deiner Wonne befindet.

df1e6e4ccfd49420f7a6fc14dddff6d7
Frieden mit mir schließen

Zu aller erst ist es wichtig, Frieden mit dir zu schließen falls du stark ablehnende Gefühle gegenüber deiner Gebärmutter oder auch nur gegenüber deinem Bauch hast. Das ist nicht unbedingt einfach und kann ein langer, stellenweise schmerzhafter Prozeß sein.

Wichtig: Bei sehr tiefgreifenden traumatischen Erfahrungen wie zum Beispiel sexuellem Mißbrauch, kann es nötig sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich kann dir auch keine allgemeingültige Empfehlung geben, ob du dich zum momentanen Zeitpunkt überhaupt mit deinem Trauma auseinandersetzen und es wie man so schön sagt „aufarbeiten solltest“, oder ob es nicht besser ist diesen Prozeß noch ruhen zu lassen und dich erst einmal allgemein zu stabilisieren.

Bei weniger tiefgreifenden Erlebnissen aus der Vergangenheit, die dazu führen das wir heute keinen guten Kontakt zu unserer Gebärmutter haben oder unseren Bauch ablehnen, ist es ungefährlicher an diesen zu arbeiten.
Nehmen wir vielleicht zuerst deinen Bauch. Vielleicht gehörst du zum Großteil der weiblichen Bevölkerung die unzufrieden damit ist wie sie aussieht, die sich zu dick, zu dünn oder als zu schlecht proportioniert empfindet. Hier einige Ideen wie du ein positiveres Selbstbildnis stärken kannst.

Achtsamkeit im Alltag
Gehe im Alltag gut mit dir um! Damit meine ich – halte doch ab und zu einmal inne und überlege ob das was du gerade tust, wie du sitzt oder stehst, die Art deiner Kleidung, das Essen welches zu gerade zu dir nimmst usw. dir wirklich gut tun. Vielleicht trägst du eine enge Hose mit einem tiefen Bund weil du findest das du darin besser aussiehst, aber eigentlich ist sie furchtbar unbequem und du kannst sich damit kaum setzen.
Die Beine übereinander zu schlagen mag ein Automatismus sein, aber beim genaueren in dich hinein spüren merkst du, dass es viel bequemer wäre wenn du dich gerade hinsetzt und beide Füße auf den Boden stellst.
Du trinkst gerade deine dritte Tasse Kaffee, mehr aus Gewohnheit oder um zu kompensieren das du 3 Stunden zu spät ins Bett gegangen bist. Während du so darüber nachdenkst wird dir klar, dass sie dich eigentlich nur hibbelig macht und du sie nicht mit Genuß trinkst.
Wenn du Übung hast in dieser Art der täglichen Achtsamkeit, spezialisiere dich auf deinen Bauch. Wie fühlt dein Bauch sich momentan? Presst du ihn in eine Shape Wear Hose? Ziehst du ihn den ganzen Tag ein? Merkst du wie du eine komische Körperhaltung ein nimmst um ihn irgendwie zu kaschieren? Frage deinen Bauch was er sich wünscht, was ihm gut tun würde. Friert er vielleicht oder ist ihm kalt? Möchte er mal ungeniert einfach über dem Hosenbund hängen dürfen anstatt versteckt zu werden? Versuche, gut zu dir und zu deinem Bauch zu sein.

Selbstgespräche & positive Affirmationen
Wir führen sie alle, den ganzen Tag, in unserem Kopf: Selbstgespräche.
Doch anstatt diese per Autopilot laufen zu lassen, schalte dich doch ab und zu mal ins Gedankencockpit und lausche dem, was du da zu dir sagst.
Wie oft redest du schlecht mit dir? Wenn du ein Stück Kuchen siehst, sagst du dann zu dir: „Du bist schon fett genug“? Oder wenn du eine andere Frau siehst, geht dir vielleicht durch den Kopf „So gut würde ich auch gerne mal aussehen, aber das kann ich wohl vergessen.“
Was sagst du eigentlich deinem Bauch? Schimpfst du mit dir wenn du dich in deine Hose quetschst? Wenn dein Bauch durch Essen aufgebläht ist? Wenn er weh tut, du Menstruationskrämpfe hast, wenn du blutest anstatt einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand zu halten, du ihn im Spiegel siehst und Narben, schlaffe Haut oder Fett siehst?
Hör auf ihn zu beschimpfen. Sag ihm nette Dinge, sei dankbar. Streichel ihn und sende ihm positive, annehmende Gedanken. „Danke Bauch, dass du all diese faszinierenden, lebenswichtigen Organe beherbergst und ihnen Raum und die Unterstützung gibst.“
“Danke für meinen Zyklus, der mich mit den Zyklen der Natur und dieses Universums verbindet.“ „Danke für meine Blutung, die ein Zeichen meiner Fruchtbarkeit ist.“
Wie du mit Wut und Trauer umgehen kannst, erfährst du im nächsten Punkt.

ab15850a1ffcccb2633f5b2dd4efea26
EmotionalKörper Therapie

Ein schöner Weg um mit aufkommenden Gefühlen wie Wut und Trauer umzugehen die die EmotionalKörper Therapie. Wann immer du ein Gefühl verspürst, sei es seelischer Natur – zum Beispiel Trauer – oder körperlich – zum Beispiel ein ziehender Schmerz, versuche dich zu entspannen. Sage der Empfindung: Ich spüre dich … & danke dir dafür das du da bist.
Oft verändert sich alleine schon durch die Anerkennung die Empfindung, der Schmerz verändert sich oder eine Emotion wandelt sich, sie kann auch schwächer oder intensiver werden. Vielleicht verbirgt sich hinter deinem Schmerz zum Beispiel Wut, hinter deiner Trauer Einsamkeit.
Wenn du weitergehen möchtest frag: Was kann ich für dich tun?
Stellen sie sich ihre Empfindung als etwas schönes vor, zum Beispiel ein Eichhörnchen, oder ein Plüschtier und bitte darum zu erfahren, was die Empfindung braucht. Möchte sie vielleicht selbst getröstet werden? Fühlt sie sich unverstanden oder mißachtet? Vielleicht weint dein Eichhörnchen, möchte in den Arm genommen, getröstet oder in den Schlaf gewogen werden. Vielleicht will es einmal bis auf Hochhausgröße anwachsen um dann Lebewohl zu sagen. Versuche immer lieb und freundlich gegenüber deinem Gefühl zu sein und ihm das zu geben, was es braucht.
Meistens können unangenehme Gefühle und Schmerzen damit schon transformiert werden. Falls du das Gefühl hast, noch weiter gehen zu wollen bleibt dir auch noch die dritte Frage, welche lautet: Möchtest du mir etwas sagen oder zeigen?

Durch die Arbeit mit der EmotionalKörper Therapie aktivieren wir unsere Selbstheilungskräfte, indem wir in Dialog mit unserem Körper gehen. Mehr Infos findet ihr auch auf der Seite EmotionalKörper Therapie oder im gleichnamigen Buch.

Spiegelarbeit
Stell dich vor einen Spiegel, blicke dir in die Augen und sag dir selbst: Ich liebe dich!
Klingt merkwürdig, fühlt sich meistens erst einmal blöd an, vielleicht sogar ganz unmöglich. Aber es hilft und es wirkt. Mache dies zu deiner täglichen Praxis, mindestens einmal Morgens oder Abends, vielleicht in Gedanken über den Tag verteilt wann immer du in einen Spiegel blickst, oder eine spiegelnde Scheibe.
Beziehe deinen Bauch mit ein, oder wenn du möchtest sogar deinen ganzen Körper. Stelle dich nackt oder bauchfrei vor einen großen Spiegel, lege deine Hände zärtlich auf deinen Bauch und sage deinem Spiegelbild: Ich liebe dich! Ich liebe dich, mein Bauch! Mein Bauch ist wundervoll! Mein Bauch ist perfekt, so wie er ist!
Lass es zu, wenn Emotionen in dir hoch kochen. Ablehnung, Widerstand, Wut, Trauer oder Verzweiflung. Du hast hier die Möglichkeit zu erfahren, was in dir vorgeht, welche Blockaden dich davon abhalten deinem Bauch Liebe zu schenken.

14510ae58ea4785c9f17272b748d5b54

Glaubenssätze
Woher kommen diese Blockaden eigentlich? Meistens haben wir irgendwann, irgendwo Glaubenssätze übernommen und zu unseren eigenen gemacht. Wir haben sie von unseren Eltern, Mitschülern, Freunden, Verwandten oder Fremden übernommen. Hier einige Beispielglaubenssätze:

Ich bin kompliziert.
Ich bin machtlos.
Ich bin nicht gut genug.
Ich bin nicht liebenswert.
Ich bin nicht mutig genug.
Ich bin nur im Weg.
Ich bin unfähig.
Ich bin ungeschickt.
Ich brauche eine Beziehung, um glücklich zu sein.
Ich brauche mehr Geld.
Ich brauche Sicherheit.
Ich bringe immer Unglück.
Das muss jetzt sofort klappen.
Das tut man nicht.
Das werde ich nie lernen.
Die Anderen denken schlecht über mich.
Die Anderen dürfen nicht mitkriegen, wie schlecht ich mich fühle.

Oder vielleicht:
Menstruieren ist mit Schmerzen und Unwohlsein verbunden.
Nur flache Bäuche sind schön.
Meine Genitalien sind hässlich.
Ich bin schlecht im Bett.
Männer finden mich unattraktiv.
Ich bin eine schlechte Mutter.
Eine Geburt ist das schlimmste was einer Frau in ihrem Leben widerfahren kann.
Ich werde niemals eigene Kinder haben.
Männer haben es viel leichter auf der Welt als Frauen.


Deine Glaubenssätze wirken immer, egal ob sie positiver oder negativer Natur sind. Um dich von der Wirkung der neg. Glaubenssätze zu befreien sind drei Schritte notwendig:

1. Erkenne deine Glaubenssätze
Finde heraus warum du dich in manchen Situationen schlecht fühlst, was du gerade gedacht hast, welcher Glaubenssatz hinter deinem Verhalten steckt. Gibt es Redewendungen die du zu deinen Glaubenssätzen gemacht hast? Z.B. „Eigenlob stinkt“
Verallgemeinerst du Dinge? „Irgendwas geht ja immer schief“, „Männer sind alle schlecht“
Schreib deine Glaubenssätze auf um weiter mit ihnen arbeiten zu können.

2. Realitätscheck – Überprüfe deinen Glaubenssatz
Beispiel: „Ich bekomme einfach nichts im Leben gebacken!“
Unsere Glaubenssätze bewirken, dass wir im Leben Erfahrungen machen, welche unsere Glaubenssätze bestätigen. So wirst du vielleicht immer wieder in Situationen versagen, einfach weil du der inneren Überzeugung bist, dass du im Leben nichts auf die Reihe bekommst.
Dinge die deinem Glaubenssatz widersprechen nimmst du wahrscheinlich gar nicht wahr. Überprüfe daher deinen Glaubenssatz: Gab es im deinem Leben wirklich nie etwas dazu du geschafft hast?
Sammel alle Erfahrungen die dagegen sprechen:

Du hast als Kind alle Schwimmabzeichen gemacht
Du hast die Schule gut abgeschlossen
Du hast Klausur XY geschafft
Du hast eine langjährige, tragfähige Beziehung
Du hast ein kreatives Hobby in dem du sehr talentiert bist usw.

Dir fällt nichts ein? Frag deine Freunde, was kannst du gut? Was hast du alles schon geschafft? Ein Blick von außen ist hilfreich.
Suche im Alltag ab heute nach Beweisen, dass dein Glaubenssatz falsch ist. Achte auf alles was du schaffst. Pünktlich aufstehen, der Einkauf, den Haushalt etc. ob im kleinen oder großen, finde Gegenbeweise.
Du wirst merken das dein Glaubenssatz nicht wahr ist, sondern nur ein falsch gewählter Glaube.

3. Schreibe deine negativen Glaubensätze um
In unserem Beispiel könnten alternative Glaubenssätze lauten:
“Ich habe schon so viel geschafft in meinem Leben, ich bekomme einfach alles gebacken“
“Ich schaffe alles was ich mir vornehme“
“Was mir wirklich wichtig ist, bekomme ich auch hin“

Natürlich gibt es noch viele andere Wege, Möglichkeiten und Therapieansätze um wieder zu mehr Selbstliebe und Akzeptanz zu finden. Es ist wichtig das wir unseren ganz ureigenen Weg finden um mit unserer Weiblichkeit, unserem Körper und schlussendlich mit unserer Gebärmutter Frieden zu schließen.

28465d93754f0a9f8bbacff32ccf1691

Pictures: Selflove : WildWomanSisterhood : sacred Body Temple : Womb Mandala : sacred womb

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...