Heute begrüße ich euch zu meiner neuen Reihe auf Glowinglife – Spiritual Pregnancy. Noch passender fände ich eigentlich den Namen Sacred (heilige) Pregnancy (Schwangerschaft), möchte aber vermeiden das es zu Verwechslungen mit der gleichnamigen – übrigens ganz wunderbaren – Homepage Sacred Pregnancy so wie deren Buch und CD kommt.  In meiner Spiritual Pregnancy Reihe möchte ich einen ganzheitlichen Blick auf das Thema Schwangerschaft werfen, diese wunderbare, ganz besondere Zeit im Leben einer Frau.

Eines meiner Lieblingszitate lautet:

„Wir sind keine Wesen, die eine spirituelle Erfahrung machen. Wir sind spirituelle Wesen, die eine menschliche Erfahrung machen“

Daher empfinde ich eine Schwangerschaft nicht als eine besonders spirituelle Zeit, vielmehr ist es eine zutiefst natürliche, erdverbundene, zum Leben gehörende Zeit. Trotzdem oder gerade dadurch ist sie etwas besonderes und heiliges, eine Zeit in der man sich selbst neu kennenlernen kann, neue Erfahrungen macht, ein neues Leben in einem wächst und zeitgleich zwei oder sogar mehr Herzen in einem Körper schlagen. Wie könnte ich ein solches Wunder nicht als spirituell erfahren? Es drückt die Magie des Lebens und des Universums auf eine vollkommene Art und Weise aus.

Im heutigen und ersten Teil von Spiritual Pregnancy stelle ich euch meinen Schwangerschaftsaltar vor. Wenn ihr mit dem gestalten von Altären nicht vertraut seid, findet ihr in diesem Beitrag von 2015 alles was ihr wissen müsst zum Thema „Heiligen Raum schaffen“.


Seit einiger Zeit haben wir in unserem Wohnzimmer einen Familienaltar. Zu Beginn fand sich dort vor allem alles rund um unsere Ehe und unser Handfasting sowie ein kleiner jahreszeitlich dekorierter Teil. In den letzten Wochen ist unser Schwangrschaftsaltar dazu gekommen welcher stetig wächst. Zu Beginn lag dort nur neben einer Kerze der positive Schwangerschaftstest. Mittlerweile wacht über dem Altar das Bild „Eternal Womb – Primal Unity“ von Lucy Pierce. Neben dem Bild, manchmal auch direkt auf dem Altar, finden sich aktuelle Ultraschallbilder. Eine Freundin schenkte uns eine selbst plastizierte Muttergöttin, als weiteres Geschenk flatterte ein kleiner Holzvogel in unser Haus auf den Altar. Ein Säckchen mit Schafgarbe, eine schon lange in unserem Besitz befindliche Willowtree Figur fand eben so ihren Platz wie ein sehr alter Stoffhase der meiner eigenen Mutter gehörte. Als Altardecke unser – herrlich knittriges – Brigid Cloak aus Irland welches auch bei unserem Handfasting als Altardecke diente. Jeder einzelne Gegenstand auf unserem Altar hat eine Bedeutung für uns und natürlich etwas mit dem ungeborenen Kind, Schwangerschaft oder Fruchtbarkeit zu tun.

Wozu ein Schwangerschaftsaltar?
Manchmal fliegt eine Schwangerschaft gerade so an uns vorbei. Die ersten Wochen und Monate merken wir vielleicht nichts oder kaum etwas, oder es geht uns so schlecht das wir nur mit unserem eigenen Unwohlsein beschäftigt sind. Vielleicht arbeiten wir noch bis zum Mutterschutz oder haben bereits Kinder, eine Familie, eine/n Partner/in, irgendwen der unsere Aufmerksamkeit beansprucht. Von vielen Frauen habe ich gehört „genieße die Zeit der Schwangerschaft ganz bewusst, sie geht so schnell vorüber“.  Ein Schwangerschaftsaltar ist eine Möglichkeit, sich jeden Tag ganz bewusst mit der Schwangerschaft auseinander zu setzen, sich der Schwangerschaft bewusst zu werden und um sich Zeit zu nehmen, mit dem eigenen Körper, den eigenen Bedürfnissen und natürlich dem ungeborenen Kind in unserem Bauch in Kontakt zu kommen.

Wie nutze ich den Altar?
Die Nutzung des Altars hängt ganz von deinen eigenen Bedürfnissen ab. Ersteinmal entscheidest du für dich – oder gemeinsam mit deinem Partner/deiner Partnerin – wo ihr den Altar erschaffen wollt. Vielleicht ist euch nach einem ganz persönlichen, intimen Ort der nur dir oder euch beiden gehört und nicht von jedem Besucher gleich gesehen wird. Es kann eine ganz kleine Ecke im Schlafzimmer sein, vielleicht nur ein Bild und eine Kerze, oder ein Ort an dem du ein Räucherstäbchen anzündest. Ebenso kann es ein orpulent geschmückter Tisch direkt im Flur des Hauseinganges sein, so dass jeder ihn direkt sieht wenn er herein kommt.
Ich entzünde gerne jeden Tag eine Kerze oder etwas Räucherwerk und sorge regelmäßig für frische Blumen.
Du kannst den Altar als Ort nutzen, an dem du dich jeden Tag auf deine Schwangerschaft einstimmst. Entzünde zum Beispiel nach dem Aufstehen eine Kerze und sitze fünf Minuten in Stille an deinem Altar. Lege dabei die Hände auf deinen Bauch, atme tief und denke an dein Baby. Vielleicht sendest du ihm einfach liebevolle Gedanken. Oder du stellst dir vor wie Liebesenergie von deinem Herz in deine Gebärmutter strömt und sie erfüllt. Du kannst die Zeit nutzen um positive Affirmationen bzgl. deiner Schwangerschaft zu sprechen, um zu singen, Mantren aufzusagen, zu meditieren, zu beten, zu weinen oder zu lachen. Alle Gefühle die in dir hochsteigen sind okay, alles darf sein.

Ideen für die Gestaltung:
*dein positiver Schwangerschaftstest
*Ultraschallfotos
*Bilder von Müttern, Schwangeren, Babys, Kindern
*Bilder und Figuren von Tieren – Krafttiere, Tiere die eine besondere Bedeutung für dich haben oder die du mit Qualitäten wie Mütterlichkeit, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft verbindest
*Naturmaterialien wie Steine, Hölzer, frische Blumen
*Kristalle – Mineralien und Heilsteine die mit Schwangerschaft verbunden werden sind zum Beispiel: roter Achat, rote Koralle, Karneol, Buntkupfer, Sandrosen, Selenit und Chrysokoll
*Statuen und Figuren rund um Schwangerschaft
*Kerzen
*Erinnerungsstücke aus deiner Kindheit
*Baby-Sachen, zum Beispiel ein Schnuller
*ein Brief an dein ungeborenes Kind
*Bilder von weiblichen Ahnen – deine Mutter, Großmutter…
*ein Mantra wie das Adi Shakti
*Affirmationen rund um die Schwangerschaft

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