2016 loslassen & dankbar sein

Ganz meiner Tradition folgend, gibt es einen Jahresrückblick. Wie im letzten Jahr, habe ich mich dabei an den Fragen von Leonie Dawson orientiert.


Welche Träume konntest du umsetzen/sind in Erfüllung gegangen?
2016 stand für mich eindeutig unter dem großen Stern der „Veränderung“. Vieles davon sind tatsächlich Träume die sich erfüllt haben. Allem voran natürlich unsere wunderschöne Hochzeit im Sommer. Darüber hinaus habe ich zwei neue Orte bereist, denn wir unsere haben Flitterwochen in der Bretagne verbracht und waren erstmals in Cornwall. Da ich eine leidenschaftliche Weltenbummlerin bin, ist jede Reise ein erfüllter Traum. Unerwartet tat sich noch in unseren Flitterwochen ein Jobangebot für mich auf. Seit November habe ich eine neue Stelle, die auch noch alles erfüllt was ich mir von meinem Job erträume. Im Sommer habe ich Iron Maiden in Berlin live gesehen – wovon ich schon seit meiner Jugend geträumt habe. Um das Fass zum Überlaufen zu bringen wäre da natürlich noch mein Herzensprojekt, der Rising Women Tribe den meine Freundin Ravena und ich dieses Jahr ins Leben gerufen haben. Vielleicht sollte ich 2016 einfach das Jahr der erfüllten Träume nennen?!?

Welche Erfolge kannst du verbuchen und was hast du aufgeben müssen?
Ich habe meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie sehr erfolgreich abgeschlossen, habe mich zur Entspannungstrainerin ausbilden lassen und mich bei der Bewerbung auf meine jetzige Stelle durchgesetzt. Dieses Jahr habe ich so viel abgenommen wie seit 12 Jahren nicht mehr, eine grandiose Hochzeit geplant und gefeiert, zusammen mit meinem Mann zwei Monate lang auf Zucker verzichtet und dadurch viel gewonnen und gelernt. Nach vielen Jahren habe ich mich getraut und mir Dreads erstellen lassen, habe Ariel Yoga getestet und für mich entdeckt, mich beim klettern gesteigert, einiges genäht und meine Skills an der Nähmaschine verbessert. Nach sehr langer Zeit habe ich den Mut gehabt mich von jemandem zu lösen, dafür habe ich 2016 neue, wunderbare Menschen kennen und lieben gelernt. Außerdem habe ich erfolgreich die Detox yor Life Challenge durchgezogen und mächtig ausgemistet.
Leider habe ich mich nicht wie geplant zur HP Prüfung im kommenden Frühjahr angemeldet. Der Garten lag wieder etwas brach, obwohl ich dort dieses Jahr wieder mehr tun wollte.

Ich habe mich verändert durch…
Unsere Hochzeit – irgendwie verändert einen das schon. Mal wieder habe ich viele Ängste überwunden und mich intensiv mit einigen meiner Schatten auseinander gesetzt. Sehr bewegend war in diesem Jahr auch mein Südengland Aufenthalt und damit verbunden mein Bad in der White Spring.


Was war das schönste Ereignis, woran wirst du dich zurück erinnern?
Wie man sich wohl denken kann – unsere Hochzeit. Aber darüber hinaus gab es so viele weitere, wunderschöne, intensive Momente <3 Die Landschaften Cornwalls und der Bretagne, mein Junggesellinnenabschied, Besuche in meiner Herzensheimat Hessen, mein Lieblings-Song von Iron Maiden live, die Tage in Berlin mit meinem Liebsten, Besuche bei Freunden, Wiedersehen von Verwandten, Frühstücken mit Freundinnen, mitreißende Konzerte, Potsdam besuchen, unser Ritual im Bodmin Moor…

Welches Buch oder welchen Film kannst du auf dem Jahr empfehlen?
Am meisten und nachhaltigsten bewegt hat mich das Buch „Heilung im Licht“ von Anita Moorjani
Eine tolle Romanreihe in diesem Jahr war die „Mara und der Feuerbringer“ Trilogie
An einen explizit tollen Film kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern, ich habe dieses Jahr vorzugsweise Serien geguckt.


Woran musst du noch arbeiten?
Mich nicht selbst zu sabortieren.

2016 hat mir die Gelegenheit gegeben…
Mich meinen Schatten zu stellen, neues auszuprobieren, viele Neuanfänge zu wagen, Veränderung zu leben, mich aus alten, schädlichen Bindungen zu lösen.

Ich bin glücklich und stolz…
Dieses Jahr so viele meiner Träume erüllt & gut auf mich geachtet zu haben.

Welche Aussicht hast du im Jahr 2017?
Die Arbeit mit dem Rising Women Tribe geht richtig los, darauf freue ich mich wie bolle. Ich habe einige Ideen für den Glowing Life Blog. Natürlich werde ich wieder viel reisen, unterem anderem verschlägt es mich endlich wieder nach Irland. Dort werden wir ein sicherlich wundervolles Handfasting im Kreis unserer engsten Freunde feiern. Dank einem super tollen Weihnachtsgeschenk startet das neue Jahr wieder mit Yoga. Mein Mann und ich werden uns ab dem 1.1. wieder an zwei komplett zuckerfreie Monate wagen und wenn ich genug Durchhaltevermögen habe, werde ich dieses Mal noch länger an der Sache dran bleiben.

Sunday Sweets Spezial – Flitterwochen

flitterwochen

Gratitude unlocks the fullness of life. It turns what we have into enough, and more. It turns denial into acceptance, chaos to order, confusion to clarity. It can turn a meal into a feast, a house into a home, a stranger into a friend. -Melody Beattie

 

Während ist diese Zeilen tippe, sitze ich noch in Frankreich, genauer gesagt in der wunderschönen Bretagne, auf unserer Terrasse in der Sonne. Zu meiner linken unser verträumtes, kleines weißes Strandhaus mit den hellblauen Fensterläden, zu meiner rechten unser großer Garten und in meinem Rücken der wilde Atlantik mit seinem kristallklaren, türkisen Wasser und dem weißen Sandstrand in unserer Bucht. Das ganze Land scheint geprägt von maritimem Flair, Menhiren und großen Steingräbern die sich in der Landschaft so häufig finden wie Kirchen in Dörfern. Häusern aus Stein und blühende Hortensienbüsche bestimmen das Bild vieler Orte und der Himmel ist so klar und blau, dass ich mich ernsthaft frage was mit dem bei uns zu Hause nicht stimmt.

Ich schreibe heute – an einem Donnerstag – meine Sunday Sweets vor, weil ich gerade von solch tiefer, übersprudelnder Dankbarkeit erfüllt bin.

Hinter mir liegt eine traumhafte, einfach perfekte Hochzeit und so bereichernde, schöne Flitterwochen. Kurz nachdem wir hier in Frankreich angekommen sind, habe ich oft vergeblich nach diesem Gefühl der Dankbarkeit gesucht. Ich glaube, so kurz nach dem großen Tag, all dem Stress, der Aufregung und Anspannung, dem organisieren und feiern, dem Treffen von so vielen Freunden und Verwandten, blieb erst einmal eine Art Leere in mir zurück. Eine positive, entspannte Leere. Plötzlich war der große Tag vorbei, alles worauf man sich monatelang vorbereitet hat ist wunderbar verlaufen, die Anspannung fällt ab und wir sind ganz weit weg. Weit entfernt von den Menschen die wir lieben, der Hektik unseres Alltags, unserem zu Hause. Hier scheint die Zeit anders zu verlaufen, neue Eindrücke fließen auf uns ein. Es ist nicht ganz wie wir es erwartet hatten, statt Sommerhitze herrschen Durchschnittstemperaturen von 18Grad, ein frischer Wind weht meistens über das Land und lässt uns frösteln, dass einladend aussehende Wasser ist so bitterkalt, dass man es nur in einem Neoprenanzug auszuhalten scheint. Tagelang übe ich mich immer wieder in Achtsamkeit, versuche mich in Dankbarkeitsmeditationen und bemühe mich aufzulisten wofür ich gerade dankbar bin. Aber trotz das es uns so gut geht, wir jeden Tag genießen und ich es toll hier finde, Dankbarkeit will nicht in mir aufsteigen. Es ist, als wäre ich einfach auf eine merkwürdige, nicht unangenehme weise leer, blande, Teflonbeschichtet.

Doch vor einigen Tagen kam sie, rollte an wie eine riesige Meereswelle und schwappte über mir zusammen. Dankbarkeit, zu Tränen rührende, überwältigende, erfüllende Dankbarkeit.

Dankbarkeit für unsere Hochzeit, für das Wiedersehen all der lieben Menschen in unserem Leben, für unsere Zeit hier, die Ausflüge nach Morlaix, Roscoff, Carnac, Quimper, Rennes, Saint Marlo, zum Hügelgrab von Barnenez, auf die Insel Gavrinis mit ihrem beeindruckenden Cairn, den unzähligen Menhiren, Dolmen und Kraftplätzen wie Norte Dame de la Garde und dem Zauberwald Borceliande mit seinem Heiligtümern, Feenteichen, Wasserschlangen, Libellen und Schmetterlingen in dem das kleine Volk wachsam und trickreich ist.

Dankbar für unzählige Crêpes und Gallets, Grillabende, Fischgerichte, Amann, Chrossaints, Cidre, Chouchen, Rosé mit Pampelmusenlikör und salziges Karamel in jeder Form die in den letzten Tagen in meinem Magen und auf meinen Hüften gelandet sind.

Dankbar für jeden einzelnen Sonnenstrahl der auf meiner Haut landete und mich im außen wie im innen wärmt und erhellt hat, dafür das es kaum Regen gab und wir trotz aller Widrigkeiten zwei Mal schwimmen waren.

Dankbar für die wilde Landschaft, beeindruckende, atemberaubende Felsformationen, weiße Sandstrände, sich an Felsen brechende Wellen, Algen, wunderschöne kleine und große Tiere, ein Meer von Wildblumen, einsame Küsten und Buchten, Muscheln, Schnecken, Felder und exotische Blumen.

Dankbar für die Zweisamkeit, die romantischen Stunden, das Reden und lachen, die Entspannung und Vertrautheit, Filmabende, Spaziergänge und endlose Vorlesestunden mit meinem Mann.

Ganz besonders dankbar bin ich auch für das Schicksal, dessen Fäden sich zu einem spontanen Treffen mir Ar Gwarc’h und ihrer Familie webten mit denen wir 3 wunderschöne, erfüllende Tage verbrachten.

Dankbar für all die Heilung und Transformation <3

Wofür bist du heute dankbar? Genießt du die süßen Seiten des Lebens? Fühle dich eingeladen mit dieser Frage in den Tag zu gehen, deine eigene Liste zu schreiben, zu bloggen, bei facebook zu posten oder sie einfach nur für dich in deinem Herzen zu halten!

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