Unsere wundervolle Boho-Hochzeit

Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt,
und die Phantasie bestickt hat.
Voltaire

Heute vor 44 Tagen haben mein Mann und ich uns das Ja-Wort gegeben. Ehrlich gesagt war ich nie die Art Frau, welche von einer großen Prinzessinenhochzeit geträumt hat. Weder Kutsche mit weißen Pferden, noch Turteltäubchen, Festbankett oder Liveband schwebten mir vor. Aber so ein klein wenig romantisch bin ich dann doch, zumindest in weiß heiraten, das schwebte mir vor. Schon vor der Verlobung beschossen wir, später nur im kleinen Kreis zu feiern und kein großes Brimnorium aus der Hochzeit zu machen. Während der Vorbereitung unserer Feier, geriet ich jedoch mehr und mehr in den Strudel der Möglichkeiten. Eine neue Welt tat sich auf – eine Welt der Erlebnislocations und des Hochzeitswahnsinns. Plötzlich wurde ich überall nach einem Farbkonzept gefragt, nach Richtung, Motto und Art der Feier. Was sollte sich als roter Faden durch diesen Tag ziehen und sich überall wiederfinden? Brautmagazine überschlugen sich vor Ideen und plötzlich merkte ich, dass ich – Schock! -mit meiner ursprünglichen Vorstellung von einer kleinen Hippie-Hochzeit mit Blumenkranz im Haar voll im Trend lag. Immerhin erleichterte mir dieser Trend die Planung, egal ob Location, Kartendesigner oder Tortenbäckerin, mit „Hippie“ bzw. „Boho-Hochzeit“ konnte jeder etwas anfangen. Boho, dass kommt von Bohemian und scheint unter anderem zu betiteln, was ich mir unter einer legeren aber dennoch festlichen Gesellschaft vorstellte, bei der die Frauen in hellen, weiten Kleider mit nackten Füßen und Blumen im Haar kommen dürfen und die Männer durch Hosenträger, Fliege und sommerlichen Baumwollhosen glänzen.
Am liebsten hätten wir einfach unter freiem Himmel, auf einer großen grünen Wiese oder einer Waldlichtung geheiratet. Aber schnell wurde mir klar, dass mir das deutsche Klima einfach zu unsicher ist. Auch die Idee vom mieten eines Raumes und der eigenen Organisation von Catering und Co war schnell verworfen. Unsere Hochzeit wollten wir einfach nur genießen, uns und unsere Gäste bedienen und einfach Fünf gerade sein lassen. Ein Rundumsorglospaket sollte her! Eine Sommerhochzeit im Ruhrgebiet nur sieben Monate im Voraus zu planen stellte sich als enorm kurzfristig und dadurch etwas schwierig heraus. Daher fiel der Termin auf einen Freitag, schnell waren Standesamt und Feierlichkeiten am gleichen Ort reserviert und es ging an die Details. Statt auf einer Wiese würden wir in einem Schloss heiraten, aus dem intimen Kreis wurden ca. 45 Gäste. Nach der Verlobung im November folgten Anfang des Jahres die „save the date“ Karten und im Frühjahr die offziellen Einladungen (inkl. bebildertem Flyer um den Dresscode „Hippe & Boho“ zu erklären).
Unsere Ringe liessen wir bei einer befreundeten Goldschmiedin anfertigen, das Tortendesign übernahm Zuckersüß & Rosarot aus Oberhausen – übrigens sah unsere Torte so aus – einen Metal & Alternativ kundigen DJ vermittelte uns die Trauzeugin und eine Harfenistin empfahl uns das Schloss. Nach langem Suchen fand ich auch einen Floristen der Blumenhaarkränze und Wildblumenbrautsträuße anfertigt.
Nach der Phase der Planung und Vorfreude, die sehr stressfrei und entspannt verlief, traf am Tag der Hochzeit noch meine Visagistin bei uns zu Hause ein und half mir und meiner Trauzeugin bei unserem Styling. Mein Mann und ich verabschiedeten uns vorher und sahen uns erst im Trauzimmer vor unseren Gästen wieder.
Was folgte war eine wirklich wunderschöne, entspannte, lustige und leichte Hochzeit. Den Rückmeldungen nach hatten nicht nur wir, sondern auch unsere Familie und unsere Freunde, einen wundervollen Nachmittag und Abend. Nachdem ich kürzlich die Fotos unserer Fotografin Larissa Farber erhalten habe, möchte ich euch wie versprochen auch an einigen davon teilhaben lassen.

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Sunday Sweets

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Ich bin dankbar, nicht, weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht. – Lucius Anneaus Seneca

Ein frühlingshafter Sonntag neigt sich langsam dem Ende zu. Ich blicke auf eine stressige Woche zurück. Dadurch, dass ich vorletztes WE Fortbildung hatte und letztes meine Zeit auf der Arbeit verbracht habe, hatte ich einen sehr langen Schlauch ohne viel Freizeit. Zu meiner Selfcare Routine gehört, mich immer wieder verstärkt darauf besinnen zu müssen, nicht in „Freizeitstress“ zu verfallen. In der letzten Woche ist mir dies nicht so gut gelungen, jeden Tag hatte ich vor oder nach der Arbeit noch Termine, war bei der Physiotherapie, der Akupunktur oder habe Freunde getroffen. Mein Körper ist dadurch ein wenig aus dem Gleichgewicht gekommen und meldete sich mit Halsschmerzen, Infektanzeichen und Rückenschmerzen. Aber solche Zeiten sind einfach eine wunderbare Chance, inne zu halten und sein Handeln zu überdenken. Trotz Stress gab es auch in dieser Woche wieder viele kleine und große Momente für die ich sehr dankbar bin.

  • Nach über einem Monat Pause war ich endlich wieder klettern. Das hat nicht nur total Spaß gemacht, es gab auch noch einen Überraschungsmoment. Ich bewältigte eine Route die mich beim letzten Mal zur Verzweiflung gebracht und die ich nicht ohne Schummeln geschafft hatte, dieses Mal vollkommen mühelos.
  • Wir waren bei einer Freundin die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Beim Inder haben wir es uns so richtig gut gehen lassen.
  • Überhaupt war die Woche gefühlt ein wahres Fressgelage. Es gab sooo viel leckeres Essen.
  • Einen schönen Abend auf dem Eldaringstammtisch in meiner Nähe verbracht, liebe Menschen wieder getroffen und hübsche Filzgöttinnen gekauft.
  • Meiner Freundin eine Freude bereitet indem ich sie im Krankenhaus besucht und ihr einen selbstgemachten Yoga-Reise-Altar geschenkt habe.
  • Einen schönen Abend mit meinen Mädels verbracht.
  • Auf einem Konzert gewesen.
  • Viel Haushalt geschafft bekommen.
  • Seit längerem mal wieder richtig Spaß am kochen gehabt.
  • Sonne, Sonne, Sonne, Sonne <3
  • Mit einem befreundeten Pärchen eine traumhafte Unterkunft für unseren gemeinsamen Urlaub gefunden und gebucht.
  • Begonnen unser Handfasting zu planen.
  • Endlich zum bloggen gekommen und meinen #detoxinsideout16 Beitrag online gestellt und mich über die ersten Mitstreiter gefreut. Bist du auch mit dabei?
  • Heute den ersten Garteneinsatz des Jahres gestartet und in der Sonne gewerkelt, mit einer heißen Dusche belohnt und im Anschluss leckere Sonntags-Waffeln gebacken.Einen wunderbaren Abend im Kreis von Freunden verbracht mit viel Bauchweh vom lachen.

Wofür bist du heute dankbar? Genießt du die süßen Seiten des Lebens? Fühle dich eingeladen mit dieser Frage in den Tag zu gehen, deine eigene Liste zu schreiben, zu bloggen, bei facebook zu posten oder sie einfach nur für dich in deinem Herzen zu halten!

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