Unser wundervolles Handfasting

Heute sind es schon 21 Tage, die vergangen sind seit mein Mann und ich uns in Irland noch einmal ein Eheversprechen gegeben haben. Bereits kurz nach unserer Verlobung im November 2015 stand für uns fest, dass wir uns nicht nur standesamtlich trauen lassen wollten, sondern auch ein Handfasting feiern möchten. So genossen wir im Juli 2016 unsere standesamtliche Hochzeit und widmeten uns kurze Zeit später der Planung für unsere keltische Zeremonie.

Welcher Ort wäre passender für ein solches Ritual als die Insel, die nicht nur eine der größten Lieben meines Lebens ist, sondern auch noch der Ort, an dem ich an jenem verregneten Novembertag im vorletzten Jahr meinen Heiratsantrag bekommen habe?! Wir wussten: Unser Handfasting wird in Irland stattfinden!

Statt einer pompösen Feier mit vielen Menschen, luden wir nur enge Freunde mit einem Sinn für unsere Art der Spiritualität ein, eine Woche mit uns in Irland zu verbringen. –Funfact am Rande: Es ist bei weitem günstiger für fast 20 Menschen eine Woche lang eine Unterkunft in Irland zu stellen, als eine Boho-Hochzeit an einem einzigen Nachmittag und Abend zu feiern.-
Gemeinsam verbrachten wir sieben Tage in einem gemütlichen großen Cottage am Fuße eines Berges nahe Sligo. Die Zeit vor und nach dem großen Tag verbrachten wir mit wunderschönen Ausflügen in die Umgebung. Eirè beglückte uns mit einem unglaublichen Wetter. Jeden Tag gab es sommerliche 20 Grad, Sonne und blauen Himmel.

Das Handfasting fand am ersten Vollmond nach Beltane statt. In einer Prozession ging es hinauf auf einen schön gelegenen Hügel zu einem megalithischen Court Tomb. Dort erwartete uns unsere Freundin und Ritualleiterin Aine. Unsere Freundinnen Ravena und Betty räucherten alle Teilnehmenden ab und schon bald standen wir alle im Kreis im Herzen dieses mystischen Platzes.
Im Rahmen des Rituals wurden wir unter anderem als Paar durch die vier Elemente geführt, mussten den Stürmen des Lebens trotzen, uns gegenseitig reinen Wein einschenken, gemeinsam durchs Feuer gehen und uns gegenseitig Halt und Stütze geben. Darauf hin kamen wir zum Kern des Handfastings, bei dem sich das Paar die Hände reicht und diese mit einem sogenannten Handfasting Cord – einem meist gewebten oder geknüpften Band – zusammen gebunden werden. Während wir mit gebundenen Händen im Zentrum des Kreises unserer Liebsten standen, wurde uns erneut ein Eheversprechen abgenommen bevor wir einen irischen und einen druidischen Segen erhielten.

Bevor das Ritual mit Wein und Kuchen zum Ende kam, hatten wir großen Spaß bei einem gemeinsamen Kreistanz, der für allgemeine Erheiterung sorgte und uns noch Tage und Wochen später einen Ohrwurm verpasste.
Glücklich und bewegt fuhren wir Abends zurück in unser Cottage, warfen den Grill an, labten uns an dem großen Buffet zu dem jeder etwas beigesteuert hatte, lachten und redeten, tanzten zu den Klängen von Gitarre, Bodhrán und Flöte und lauschten gälischem Gesang bis tief in die Nacht.

Unsere Hochzeit im letzten Jahr war einfach wunderschönen, eine wahre Traumhochzeit, die mir immer in Erinnerung bleiben wird. So ganz anders und so wundervoll war unser Handfasting in diesem Jahr. Nach all dem Stress um die Organisation unserer großen Boho-Feier, war ich dieses Jahr die Gelassenheit in Person. Es gab keinen wirklichen Plan, dieses Mal lies ich einfach alles laufen, überzeugt davon dass es sich fügen würde und genau so wird, wie es sein soll. Es gab nur die mündliche Einladung an unsere Gäste, das Cottage, die Hin- und Rückreise. Erst einen Abend vor dem Ritual sprachen wir erstmals etwas näher über Ablauf und Organisation. Mein Mann und ich ließen uns größtenteils einfach treiben und überraschen. Obwohl es im Vorhinein auf privater und zwischenmenschlicher Ebene viele Unruhen und Konflikte gab und sich das Frühjahr dieses Jahres als wirklich anstregend, kräfte- und nervenzehrend zeigte, in Irland fühlte sich alles nur noch hundertprozent richtig an. Alles war genau so gekommen wie es sein sollte und es waren genau die richtigen Menschen dort. Im Vorhinein war so viel passiert, was schlussendlich nicht nur reinigend sondern auch bereichernd gewesen ist und uns als Paar noch enger zusammen gebracht hat. Der Ort war perfekt, das Wetter war perfekt, die Stimmung war perfekt. So intensiv und berührend unsere Hochzeit war, so bewegend und ergreifend war unser Handfasting. Eine unvergessliche Zeit, für uns und für unsere Gäste.

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2016 loslassen & dankbar sein

Ganz meiner Tradition folgend, gibt es einen Jahresrückblick. Wie im letzten Jahr, habe ich mich dabei an den Fragen von Leonie Dawson orientiert.


Welche Träume konntest du umsetzen/sind in Erfüllung gegangen?
2016 stand für mich eindeutig unter dem großen Stern der „Veränderung“. Vieles davon sind tatsächlich Träume die sich erfüllt haben. Allem voran natürlich unsere wunderschöne Hochzeit im Sommer. Darüber hinaus habe ich zwei neue Orte bereist, denn wir unsere haben Flitterwochen in der Bretagne verbracht und waren erstmals in Cornwall. Da ich eine leidenschaftliche Weltenbummlerin bin, ist jede Reise ein erfüllter Traum. Unerwartet tat sich noch in unseren Flitterwochen ein Jobangebot für mich auf. Seit November habe ich eine neue Stelle, die auch noch alles erfüllt was ich mir von meinem Job erträume. Im Sommer habe ich Iron Maiden in Berlin live gesehen – wovon ich schon seit meiner Jugend geträumt habe. Um das Fass zum Überlaufen zu bringen wäre da natürlich noch mein Herzensprojekt, der Rising Women Tribe den meine Freundin Ravena und ich dieses Jahr ins Leben gerufen haben. Vielleicht sollte ich 2016 einfach das Jahr der erfüllten Träume nennen?!?

Welche Erfolge kannst du verbuchen und was hast du aufgeben müssen?
Ich habe meine Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie sehr erfolgreich abgeschlossen, habe mich zur Entspannungstrainerin ausbilden lassen und mich bei der Bewerbung auf meine jetzige Stelle durchgesetzt. Dieses Jahr habe ich so viel abgenommen wie seit 12 Jahren nicht mehr, eine grandiose Hochzeit geplant und gefeiert, zusammen mit meinem Mann zwei Monate lang auf Zucker verzichtet und dadurch viel gewonnen und gelernt. Nach vielen Jahren habe ich mich getraut und mir Dreads erstellen lassen, habe Ariel Yoga getestet und für mich entdeckt, mich beim klettern gesteigert, einiges genäht und meine Skills an der Nähmaschine verbessert. Nach sehr langer Zeit habe ich den Mut gehabt mich von jemandem zu lösen, dafür habe ich 2016 neue, wunderbare Menschen kennen und lieben gelernt. Außerdem habe ich erfolgreich die Detox yor Life Challenge durchgezogen und mächtig ausgemistet.
Leider habe ich mich nicht wie geplant zur HP Prüfung im kommenden Frühjahr angemeldet. Der Garten lag wieder etwas brach, obwohl ich dort dieses Jahr wieder mehr tun wollte.

Ich habe mich verändert durch…
Unsere Hochzeit – irgendwie verändert einen das schon. Mal wieder habe ich viele Ängste überwunden und mich intensiv mit einigen meiner Schatten auseinander gesetzt. Sehr bewegend war in diesem Jahr auch mein Südengland Aufenthalt und damit verbunden mein Bad in der White Spring.


Was war das schönste Ereignis, woran wirst du dich zurück erinnern?
Wie man sich wohl denken kann – unsere Hochzeit. Aber darüber hinaus gab es so viele weitere, wunderschöne, intensive Momente <3 Die Landschaften Cornwalls und der Bretagne, mein Junggesellinnenabschied, Besuche in meiner Herzensheimat Hessen, mein Lieblings-Song von Iron Maiden live, die Tage in Berlin mit meinem Liebsten, Besuche bei Freunden, Wiedersehen von Verwandten, Frühstücken mit Freundinnen, mitreißende Konzerte, Potsdam besuchen, unser Ritual im Bodmin Moor…

Welches Buch oder welchen Film kannst du auf dem Jahr empfehlen?
Am meisten und nachhaltigsten bewegt hat mich das Buch „Heilung im Licht“ von Anita Moorjani
Eine tolle Romanreihe in diesem Jahr war die „Mara und der Feuerbringer“ Trilogie
An einen explizit tollen Film kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern, ich habe dieses Jahr vorzugsweise Serien geguckt.


Woran musst du noch arbeiten?
Mich nicht selbst zu sabortieren.

2016 hat mir die Gelegenheit gegeben…
Mich meinen Schatten zu stellen, neues auszuprobieren, viele Neuanfänge zu wagen, Veränderung zu leben, mich aus alten, schädlichen Bindungen zu lösen.

Ich bin glücklich und stolz…
Dieses Jahr so viele meiner Träume erüllt & gut auf mich geachtet zu haben.

Welche Aussicht hast du im Jahr 2017?
Die Arbeit mit dem Rising Women Tribe geht richtig los, darauf freue ich mich wie bolle. Ich habe einige Ideen für den Glowing Life Blog. Natürlich werde ich wieder viel reisen, unterem anderem verschlägt es mich endlich wieder nach Irland. Dort werden wir ein sicherlich wundervolles Handfasting im Kreis unserer engsten Freunde feiern. Dank einem super tollen Weihnachtsgeschenk startet das neue Jahr wieder mit Yoga. Mein Mann und ich werden uns ab dem 1.1. wieder an zwei komplett zuckerfreie Monate wagen und wenn ich genug Durchhaltevermögen habe, werde ich dieses Mal noch länger an der Sache dran bleiben.

Unsere wundervolle Boho-Hochzeit

Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt,
und die Phantasie bestickt hat.
Voltaire

Heute vor 44 Tagen haben mein Mann und ich uns das Ja-Wort gegeben. Ehrlich gesagt war ich nie die Art Frau, welche von einer großen Prinzessinenhochzeit geträumt hat. Weder Kutsche mit weißen Pferden, noch Turteltäubchen, Festbankett oder Liveband schwebten mir vor. Aber so ein klein wenig romantisch bin ich dann doch, zumindest in weiß heiraten, das schwebte mir vor. Schon vor der Verlobung beschossen wir, später nur im kleinen Kreis zu feiern und kein großes Brimnorium aus der Hochzeit zu machen. Während der Vorbereitung unserer Feier, geriet ich jedoch mehr und mehr in den Strudel der Möglichkeiten. Eine neue Welt tat sich auf – eine Welt der Erlebnislocations und des Hochzeitswahnsinns. Plötzlich wurde ich überall nach einem Farbkonzept gefragt, nach Richtung, Motto und Art der Feier. Was sollte sich als roter Faden durch diesen Tag ziehen und sich überall wiederfinden? Brautmagazine überschlugen sich vor Ideen und plötzlich merkte ich, dass ich – Schock! -mit meiner ursprünglichen Vorstellung von einer kleinen Hippie-Hochzeit mit Blumenkranz im Haar voll im Trend lag. Immerhin erleichterte mir dieser Trend die Planung, egal ob Location, Kartendesigner oder Tortenbäckerin, mit „Hippie“ bzw. „Boho-Hochzeit“ konnte jeder etwas anfangen. Boho, dass kommt von Bohemian und scheint unter anderem zu betiteln, was ich mir unter einer legeren aber dennoch festlichen Gesellschaft vorstellte, bei der die Frauen in hellen, weiten Kleider mit nackten Füßen und Blumen im Haar kommen dürfen und die Männer durch Hosenträger, Fliege und sommerlichen Baumwollhosen glänzen.
Am liebsten hätten wir einfach unter freiem Himmel, auf einer großen grünen Wiese oder einer Waldlichtung geheiratet. Aber schnell wurde mir klar, dass mir das deutsche Klima einfach zu unsicher ist. Auch die Idee vom mieten eines Raumes und der eigenen Organisation von Catering und Co war schnell verworfen. Unsere Hochzeit wollten wir einfach nur genießen, uns und unsere Gäste bedienen und einfach Fünf gerade sein lassen. Ein Rundumsorglospaket sollte her! Eine Sommerhochzeit im Ruhrgebiet nur sieben Monate im Voraus zu planen stellte sich als enorm kurzfristig und dadurch etwas schwierig heraus. Daher fiel der Termin auf einen Freitag, schnell waren Standesamt und Feierlichkeiten am gleichen Ort reserviert und es ging an die Details. Statt auf einer Wiese würden wir in einem Schloss heiraten, aus dem intimen Kreis wurden ca. 45 Gäste. Nach der Verlobung im November folgten Anfang des Jahres die „save the date“ Karten und im Frühjahr die offziellen Einladungen (inkl. bebildertem Flyer um den Dresscode „Hippe & Boho“ zu erklären).
Unsere Ringe liessen wir bei einer befreundeten Goldschmiedin anfertigen, das Tortendesign übernahm Zuckersüß & Rosarot aus Oberhausen – übrigens sah unsere Torte so aus – einen Metal & Alternativ kundigen DJ vermittelte uns die Trauzeugin und eine Harfenistin empfahl uns das Schloss. Nach langem Suchen fand ich auch einen Floristen der Blumenhaarkränze und Wildblumenbrautsträuße anfertigt.
Nach der Phase der Planung und Vorfreude, die sehr stressfrei und entspannt verlief, traf am Tag der Hochzeit noch meine Visagistin bei uns zu Hause ein und half mir und meiner Trauzeugin bei unserem Styling. Mein Mann und ich verabschiedeten uns vorher und sahen uns erst im Trauzimmer vor unseren Gästen wieder.
Was folgte war eine wirklich wunderschöne, entspannte, lustige und leichte Hochzeit. Den Rückmeldungen nach hatten nicht nur wir, sondern auch unsere Familie und unsere Freunde, einen wundervollen Nachmittag und Abend. Nachdem ich kürzlich die Fotos unserer Fotografin Larissa Farber erhalten habe, möchte ich euch wie versprochen auch an einigen davon teilhaben lassen.

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Sunday Sweets

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Ich bin dankbar, nicht, weil es vorteilhaft ist, sondern weil es Freude macht. – Lucius Anneaus Seneca

Ein frühlingshafter Sonntag neigt sich langsam dem Ende zu. Ich blicke auf eine stressige Woche zurück. Dadurch, dass ich vorletztes WE Fortbildung hatte und letztes meine Zeit auf der Arbeit verbracht habe, hatte ich einen sehr langen Schlauch ohne viel Freizeit. Zu meiner Selfcare Routine gehört, mich immer wieder verstärkt darauf besinnen zu müssen, nicht in „Freizeitstress“ zu verfallen. In der letzten Woche ist mir dies nicht so gut gelungen, jeden Tag hatte ich vor oder nach der Arbeit noch Termine, war bei der Physiotherapie, der Akupunktur oder habe Freunde getroffen. Mein Körper ist dadurch ein wenig aus dem Gleichgewicht gekommen und meldete sich mit Halsschmerzen, Infektanzeichen und Rückenschmerzen. Aber solche Zeiten sind einfach eine wunderbare Chance, inne zu halten und sein Handeln zu überdenken. Trotz Stress gab es auch in dieser Woche wieder viele kleine und große Momente für die ich sehr dankbar bin.

  • Nach über einem Monat Pause war ich endlich wieder klettern. Das hat nicht nur total Spaß gemacht, es gab auch noch einen Überraschungsmoment. Ich bewältigte eine Route die mich beim letzten Mal zur Verzweiflung gebracht und die ich nicht ohne Schummeln geschafft hatte, dieses Mal vollkommen mühelos.
  • Wir waren bei einer Freundin die ich schon länger nicht mehr gesehen hatte. Beim Inder haben wir es uns so richtig gut gehen lassen.
  • Überhaupt war die Woche gefühlt ein wahres Fressgelage. Es gab sooo viel leckeres Essen.
  • Einen schönen Abend auf dem Eldaringstammtisch in meiner Nähe verbracht, liebe Menschen wieder getroffen und hübsche Filzgöttinnen gekauft.
  • Meiner Freundin eine Freude bereitet indem ich sie im Krankenhaus besucht und ihr einen selbstgemachten Yoga-Reise-Altar geschenkt habe.
  • Einen schönen Abend mit meinen Mädels verbracht.
  • Auf einem Konzert gewesen.
  • Viel Haushalt geschafft bekommen.
  • Seit längerem mal wieder richtig Spaß am kochen gehabt.
  • Sonne, Sonne, Sonne, Sonne <3
  • Mit einem befreundeten Pärchen eine traumhafte Unterkunft für unseren gemeinsamen Urlaub gefunden und gebucht.
  • Begonnen unser Handfasting zu planen.
  • Endlich zum bloggen gekommen und meinen #detoxinsideout16 Beitrag online gestellt und mich über die ersten Mitstreiter gefreut. Bist du auch mit dabei?
  • Heute den ersten Garteneinsatz des Jahres gestartet und in der Sonne gewerkelt, mit einer heißen Dusche belohnt und im Anschluss leckere Sonntags-Waffeln gebacken.Einen wunderbaren Abend im Kreis von Freunden verbracht mit viel Bauchweh vom lachen.

Wofür bist du heute dankbar? Genießt du die süßen Seiten des Lebens? Fühle dich eingeladen mit dieser Frage in den Tag zu gehen, deine eigene Liste zu schreiben, zu bloggen, bei facebook zu posten oder sie einfach nur für dich in deinem Herzen zu halten!

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