Ritual zur Verabschiedung des alten Jahres

Ich liebe die Zeit rund um den Jahreswechsel, denn ich finde das ihr eine Art natürlicher Zauber inne wohnt. Wir können uns Zeit nehmen auf vergangenes zurück zu blicken, Bilanz zu ziehen, Dankbarkeit auszudrücken, verlorenes betrauern und gewonnenes feiern.
In den Vergangenheit habe ich schon einmal etwas über das dankbares loslassen geschrieben und ebenso über Möglichkeiten zur Intentionssetzung für das kommende Jahr.
Heute möchte ich euch ein Ritual zur Verabschiedung des alten Jahres zeigen.

Eine Freundin hat zur Wintersonnenwende ein wundervolles, einfaches und dennoch kraftvolles Knotenritual beschrieben. Vor dem Ritual solltest du das hinter dir liegende Jahr noch einmal Revue passieren lassen und dir überlegen, was dich belastet, blockiert oder geschmerzt hat. Denn all diese Dinge, kannst du im folgenden los- und hinter dir lassen.
Je nach räumlichen Gegebenheiten kannst du dieses Ritual draußen oder drinnen abhalten. Gestalte dir eine schöne Atmosphäre, vielleicht möchtest du ein paar Kerzen anzünden oder ein wenig Räucherwerk verbrennen. Das Feuer welches du im folgenden entzündest bildet deinen Altar. Du kannst die Feuerstelle entsprechend ausgestalten, zum Beispiel um das spätere Feuer herum Steine, Figuren, Bilder etc. auslegen. Wenn du soweit bist, setze oder stelle dich vor die Feuerstelle, atme einige Male tief ein und aus um zur Ruhe zu kommen.

Kleines Knotenritual:

Du benötigst eine Möglichkeit ein kleine Feuer zu entzünden, zum Beispiel in einer feuerfesten Schale oder einem Kamin. Außerdem einen schwarzen Faden.

Entzünde das Feuer und nehme dir einen langen schwarzen Faden. Knüpfe nun drei Knoten und spreche dabei:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis, ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich schmerzt, lasse ich zurück in der Nacht.

Knüpfen drei weitere Konten und sag:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich belastet, lasse ich zurück in der Nacht.

Nun knüpfe die letzten drei Knoten, wobei du sprichst:

Tod und Wiedergeburt, Licht und Finsternis ewig dreht sich das Rad.
Alles was mich blockiert, lasse ich zurück in der Nacht.

Wirf darauf hin den Faden mit insgesamt 9 Knoten ins Feuer um ihn zu verbrennen.

Die Formulierung der Sprüche ist variabel. Wenn du an bestimmte Dinge denkst welche du loslassen und dem Feuer übergeben möchtest, kannst du sie deinen Bedürfnissen nach umformulieren.

Nach dem Abschluss kannst du das Feuer noch eine Weile brennen lassen. Nimm dir nun Zeit dein Augenmerk auf all das Schöne, wunderbare, bereichernde und glückliche zu richten, dass dir im zurückliegenden Jahr begegnet ist. Lass die Bilder noch einmal vor deinem inneren Auge aufsteigen und spüre wie sich Dankbarkeit in deinem Herzen ausbreitet. Wenn du möchtest, sprich deinen Dank aus. Danke dem Universum, dem Leben, der Göttin oder wem auch immer für die Schönheit die dir in diesem Jahr zu Teil wurde. Wenn du möchtest, lass die Welle der Dankbarkeit von deinem Herzen aus durch deine Hände nach außen fließen und schenk sie Mutter Erde, indem du deine Handflächen auf den Boden legst oder lass sie hinaus strahlen in den Himmel indem du die Hände nach oben streckst.

Lege die Hände zum Abschluss vor deinem Herzen zusammen und lasse ein Lächeln über dein Gesicht strahlen.

Photocredits: Crystal Altar : Ritual : Fire

Sacred Morning Routine – wie ich in den Tag starte

morning routine

Thank you for the blessings and guidance every day
Thank you for the wisdom and showing me the way
Clarity and vision I am always on my path
Thank you for prosperity and playful inner child
Thank you for the laughter and a joyful heart
Clarity and vision I am always on my path
Lindie Lila – Blessings

Zugegeben, es gibt diese Morgen, da drücke ich gefühlt zehn Mal auf den Schlummerknopf meines Weckers, kann mich kaum aus dem Bett heben, stürze daraufhin zügig ins Bad und kurz darauf aus dem Haus. Früher war dies keine Seltenheit, aber mittlerweile habe ich es geschafft am frühen Morgen Raum für ein bisschen Spiritualität und Besinnung zu finden. Innehalten, in mich gehen und mich mit einem Gebet einzustimmen ist eine wundervolle Möglichkeit um den neuen vor mir liegenden Tag zu begrüßen.
Damit ich ungestört bin und auch meinen Mann nicht aus dem Schlaf reiße, habe ich in unserem Wohnzimmer einen kleinen Altar hergerichtet. Dort entzünde ich am frühen Morgen ein oder zwei Kerzen, manchmal auch etwas Räucherwerk. Eine meiner liebsten Praktiken ist das Rezitieren des Mantras Vishwa Shakti Avaham. Das erste Mal habe ich in Lisa Lister Buch „Love Your Lady Landscape“ von dieser Praktik gelesen. Vishwa bedeutet „universell“, Shakti  ist die Energie der großen Mutter, der Göttin, allem weiblichen im Universum, der Inbegriff weiblichen Urkraft schlechthin. Avaham heißt sowieviel wie „manifestiere dich, komm zu mir, lass mich wissen das du hier bist, sei in mir“. Das Mantra ist eine Art Invokation weiblicher Energie. Durch das Rezitieren des Mantras rufe ich die Energie der großen Göttin an, ich erwecke die weibliche Essenz in mir und mache mir diese bewusst. Ich bin die große Mutter, die pure weibliche Energie, jede Zelle meines Körpers ist damit gefüllt. Beim chanten nutze ich meine Mala um mich zu konzentrieren. Malas (indische Gebetsketten) bestehen traditionell aus 108 Perlen, da Mantras 108 Mal rezitiert werden. Bei jeder Wiederholung, lasse ich eine Perle durch meine Finger gleiten. Manchmal spreche ich das Mantra laut, manchmal nur im Geist, ich flüstere oder singe es. Dabei ruht mein Blick auf dem Sri Yantra. Yantras sind geometrische Diagramme die in ihrer Symbolik tiefsinnige und komplexe Zusammenhänge darstellen und unter anderem als Meditationshilfe dienen um sich zu fokussieren. Das Shri Yantra gilt als das heiligste und bedeutendste Yantra. Shri ist ein Ehrentitel für Devi – die Göttin.

Nachdem ich mich auf das Mantra eingestimmt habe, ziehe ich gerne noch eine Tarotkarte für den Tag. Im Anschluss spreche ich ein Gebet und wende mich in Dankbarkeit an meine Spirits. Ich singe auch gerne noch ein oder zwei Lieder. Eines meiner Liebsten zu diesem Zweck ist das oben Zitierte Lied „Blessings“ von Lindie Lila.

 

Ogham – Louis/die Ebersche

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Der zweite Baum im Ogham Alphabet ist die Eberesche, in Deutschland auch als „Vogelbeere“ bekannt. Im Mai beschenkt uns die Eberesche mit dem Anblick ihrer wunderschönen weißen Blütendolden welche sich im Herbst in prächtige rote Beeren verwandeln. Ihr Blätter sind von einem hellen, satten Grün und verfärben sich im Herbst zu leuchtenden Rottönen. Auch wenn die Eberesche meistens nicht sonderlich groß wird, so wächst sie dafür auch auf hohen Bergen oberhalb von Grenzen an denen nicht mehr viele andere Bäume gedeihen.

Die Eberesche ist nicht mit der Esche verwandt, sondern zählt zu den Rosengewächsen. Sie ist dem Planeten Merkur zugeordnet und mit dem Gott der Jagd verbunden. Außerdem ist sie ein Baum der inneren Vitalität, Intuition und des Schutzes. Neben das Haus gepflanzt soll sie vor bösen Geistern schützen, vor Verwünschungen und Krankheiten. Früher wurde sie in Wales auf Friedhöfe gepflanzt um die Toten zu beschützen, die Druiden umrahmten ihre Orakel- und Gerichtsplätze mit Ebereschen. Legenden besagen das sie von Drachen beschütze sei, vielleicht hat ihre Verbundenheit mit heiligen Orten also auch etwas mit den sogenannten Drachenlinien – Leylines, dem Netz aus Kraftlinien welchen den Planten überziehen- zu tun.

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Buchstabe:
L
Irischer Name: Luis
Heutige divinatorische Bedeutung: Schutz, Intuition, Visionen, Schutz vor übersinnlichen Angriffen, Vorhersage, sich neuen Möglichkeiten in Freude öffnen, unseren eigenen Weg gehen

Neben ihrer immensen Schutzwirkung hat die Eberesche vor allem einen Aspekt der „Hellsicht“. Sie soll die geistigen Fähigkeiten fördern und bei der Divination behilflich sein, Ruten um Wasser aufzuspüren werden aus ihrem Holz gemacht, sie wurde genutzt für Schutzzauber und zur Divination. Es ist daher auch eine naheliegende Idee sich ein Ogham-Set aus 20 Ebereschenhölzern zu fertigen.
Druiden entfachten vor Kriegsschlachten großer Feuer aus Ebereschenholz um aus dem Rauch Omen für die Schlacht zu erkennen. Sie verhilft zu Visionen, meditativen Zuständen, klärt die Gedanken und hebt unsere Energie an. Darüber hinaus soll sie den Geist heilen, unsere persönliche Kraft stärken und Fruchtbarkeit bringen.

Die Beeren gelten im Volksmund als giftig, was an ihrem hohen Gehalt an Parasorbinsäure liegt. Bei Verzehr größerer Mengen der rohen Beeren kann es zu Durchfall und Erbrechen kommen. Wer jedoch einmal rohe Ebereschenbeeren probiert hat, wird bestätigen können, dass der überaus bittere und saure Geschmack davon abhält solche Mengen zu sich zu nehmen. Erhitzt können die Beeren jedoch zu allerhand Leckereien verarbeitet werden. So läßt sich daraus Marmelade oder Gelee kochen – ich hatte es mal mit Holunder-Vogelbeer-Gelee probiert – Getränke zubereiten, die Beeren zu Wildgerichten reichen usw. Die Beeren enthalten viel mehr Vitamin C als Zitronen, natürlich können aus den ihnen wie ebenso aus den Blättern auch Tee und kalte Auszüge hergestellt werden. Richtig angewandt wirken sie stopfend und helfen bei Durchfallerkrankungen.

Aus den Beeren, welche übrigens alle mit einem kleinen Pentagram versehen sind, lassen sich auch schöne Dekorationen herstellen. Früher hing man Ebereschenzweige zum Schutz des Viehs in den Stall (man konnte ja nie wissen was das Elfenvolk im Schilde führte).

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Eine der vielen Botschaften diesen wundervollen Baumes ist es, dass beste aus unserem Leben zu machen, unserem eigenen Pfad zu folgen, uns mit den anderen Ebenen des Lebens zu verbinden und den Lebenspuls zu spüren. Sie hilft und mit Energien zu arbeiten, uns auf Energien und Orte einzulassen und uns für alle Möglichkeiten zu öffnen.

 

Aus dem Druidenleben – der Kranichbeutel

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Ein im Druidentum weit verbreiteter Brauch ist der Besitz und die Verwendung eines so genannten Kranichbeutel. Den Namen hat dieser Beutel wegen Manannán mac Lir, dem keltischen Meeresgott der dem Mythos nach einen Beutel aus der Haut eines magischen Kranichs fertigte um darin die Schätze Irlands aufzubewahren. Im modernen Druidentum wird dieser Beutel – oder Tasche – genutzt um darin wichtige persönliche Utensilien aufzubewahren oder unterwegs entdeckte Fundstücke zu transportieren. Mit persönlichen Utensilien sind jetzt nicht Tampons, Taschentücher, Schminke und Kaugummis gemeint. Natürlich geht es um unser magisches Werkzeug, um Ritual- und Kraftgegenstände. In dem Beutel können Räucherungen, Steine, Federn, Naturgaben und ähnliches aufbewahrt werden, vielleicht Kerzen, magische Öle, auch Stift und Notizbuch. Er dient hilfreich beim Sammeln von Kräutern, Beeren, Nüssen und anderen Waldgaben. Der Beutel kann so klein sein dann man ihn am Gürtel tragen kann oder wie in meinem Fall auch eine größere Tasche sein. Ein kleiner Beutel würde sich für mich eher eignen wenn ich darin nur ein paar Kraftgegenstände, besondere Steine, ein Runen- oder Oghamset und anderes eher platzsparendes transportieren würde. Ich nutze ihn aber auch sehr gerne auf meinen Spaziergängen und Wanderungen oder zum Transport von Ritualwerkzeugen.

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Idealerweise wird der Kranichbeutel aus natürlichen Materialien gefertigt. Neben dem robusten Leder und Filz bieten Leinen, Baumwolle oder Hanf auch vegane Alternativen. Mein Beutel entstand im Rahmen meiner Arbeit zur Weide. Daher beinhaltet er nicht nur eine Weide, sondern auch die Ogham Rune dieses Baums. Erst im Verlauf kristallisierte sich seine Verwendung als Kranichbeutel heraus. Für diesen Anlass hatte ich mir vor einigen Jahren einen andere Tasche genäht welche sich aber in der Praxis nicht durchsetze. Mit meiner jetzigen Wind- und Wetterfesten Weidentasche bin ich sehr zufrieden.

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Küchenaltar

Schon vor langem wollte ich mir einen Küchenaltar einrichten. Allerdings habe ich nie die Muse gefunden und auch keine richtigen Ideen gehabt da meine Küche auch wirklich winzig ist.  Nun hat sich allerdings irgendwie von ganz alleine ein Altar entwickelt. Ich hab mit der Zeit ein paar Küchenkräuter gesammelt. Aus Platzmangel in meiner auch ansonst kleinen Wohnung hat sich jetzt eine kleine grüne Oase entwickelt.

Die Hummelkönigin ist meinem Wunsch übrigens direkt gefolgt und hat sich mir heute gleich zweimal präsentiert!

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