Juni Liebe & unser Beltaine in Glastonbury

Wow, bald ist schon die erste Hälfte des Jahres 2017 ins Land gezogen. Die erste Jahreshälfte zählt blogtechnisch nicht unbedingt zu meinen Hochleistungen. Gerade einmal acht acht mal habe ich es geschafft zu bloggen, meist ein Beitrag pro Monat. Was ist denn da los?
Natürlich hat gerade in der Anfangsphase unser Rising Women Tribe Projekt eine Menge Zeit gefressen. Dafür haben wir schon viele kleine und große Erfolge verbuchen können und freuen uns sehr auf die kommenden Veranstaltungen im Sommer. Nachdem unser Rotes Zelt in Hattingen so viel Anklang gefunden hat, veranstalten wir am 2. Juli in Herten ein weites Rotes Zelt im Ruhrpott und nur ein Wochenende später, findet unser Tagesworkshop Sister Tribe – feel the vibe in Herford statt.
Ein weiteres Projekt nimmt mich momentan in jeder freien Minute in Anspruch und erfüllt mich mit Vorfreude, Aufregung und einigen Ängsten gleichzeitig. Wenn große Träume wahr werden, ist dort stets auch schnell die Angst vor dem Versagen, der Perfektionismus und die leisen Stimmen des Zweifels. Aber sie geben sich schnell zufrieden und werden leiser wenn sie bemerkt, anerkannt und gewürdigt werden.


In der Zeit vor unserem Handfasting waren wir eine Woche in Glastonbury um dort Beltaine zu feiern. Nachdem ich in den letzten Jahres jeden Herbst in Glastonbury zu Gast war, ist es ein ganz besonderes Erlebnis gewesen eines meiner Lieblingsfeste dort zu feiern. Einen schönen Eindruck der Festlichkeiten vermittelt mein kleiner Videomitschnitt.
Für alle die sich das ganze Ritual ansehen möchten gibt es ein sehr schönes Video auf Youtube:

Glastonbury im Mai hat im Vergleich zum Spätsommer einen ganz eigenen, besonderen Reiz. Das Wetter war überwiegend sonnig und warm, der Weißdorn blühte und die Menschen waren gewohnt freundlich und herzlich. Neben den Festlichkeiten, der Drachenprozession am Vortag des 1. Mai, unseren schönen Ausflügen und einem wundervollen, spontanen, kraftvollen Ritual und Bad in der White Spring mit unserer lieben Margo Awanata, schlossen wir unseren Aufenthalt mit einem grandiosen Konzert von Damh the Bard ab.

Tja und wenn mit all dem nicht schon genug Zeit beansprucht wäre, stecke ich auch noch mitten im Kurs „Intuitiv Plant Medicine“ von Asia Suler. In der Zeit von Beltaine bis zur Sommersonnenwende widme ich mich dem Pflanzenreich, meinen Pflanzenverbündeten, schamanischen Techniken, der Traumarbeit und vielen mehr. Eine Arbeit von der ich jetzt schon weiß, dass sie die acht Wochen übersteigen wird, denn jedes Thema bietet genug Raum, Stoff und Erfahrungen um noch viel tiefer einzutauchen.

Frohen Mutes blicke ich über den Juni hinaus auf die zweite Jahreshälfte und bin mir sicher, bald wieder mehr Zeit zum bloggen zu finden <3

Unser wundervolles Handfasting

Heute sind es schon 21 Tage, die vergangen sind seit mein Mann und ich uns in Irland noch einmal ein Eheversprechen gegeben haben. Bereits kurz nach unserer Verlobung im November 2015 stand für uns fest, dass wir uns nicht nur standesamtlich trauen lassen wollten, sondern auch ein Handfasting feiern möchten. So genossen wir im Juli 2016 unsere standesamtliche Hochzeit und widmeten uns kurze Zeit später der Planung für unsere keltische Zeremonie.

Welcher Ort wäre passender für ein solches Ritual als die Insel, die nicht nur eine der größten Lieben meines Lebens ist, sondern auch noch der Ort, an dem ich an jenem verregneten Novembertag im vorletzten Jahr meinen Heiratsantrag bekommen habe?! Wir wussten: Unser Handfasting wird in Irland stattfinden!

Statt einer pompösen Feier mit vielen Menschen, luden wir nur enge Freunde mit einem Sinn für unsere Art der Spiritualität ein, eine Woche mit uns in Irland zu verbringen. –Funfact am Rande: Es ist bei weitem günstiger für fast 20 Menschen eine Woche lang eine Unterkunft in Irland zu stellen, als eine Boho-Hochzeit an einem einzigen Nachmittag und Abend zu feiern.-
Gemeinsam verbrachten wir sieben Tage in einem gemütlichen großen Cottage am Fuße eines Berges nahe Sligo. Die Zeit vor und nach dem großen Tag verbrachten wir mit wunderschönen Ausflügen in die Umgebung. Eirè beglückte uns mit einem unglaublichen Wetter. Jeden Tag gab es sommerliche 20 Grad, Sonne und blauen Himmel.

Das Handfasting fand am ersten Vollmond nach Beltane statt. In einer Prozession ging es hinauf auf einen schön gelegenen Hügel zu einem megalithischen Court Tomb. Dort erwartete uns unsere Freundin und Ritualleiterin Aine. Unsere Freundinnen Ravena und Betty räucherten alle Teilnehmenden ab und schon bald standen wir alle im Kreis im Herzen dieses mystischen Platzes.
Im Rahmen des Rituals wurden wir unter anderem als Paar durch die vier Elemente geführt, mussten den Stürmen des Lebens trotzen, uns gegenseitig reinen Wein einschenken, gemeinsam durchs Feuer gehen und uns gegenseitig Halt und Stütze geben. Darauf hin kamen wir zum Kern des Handfastings, bei dem sich das Paar die Hände reicht und diese mit einem sogenannten Handfasting Cord – einem meist gewebten oder geknüpften Band – zusammen gebunden werden. Während wir mit gebundenen Händen im Zentrum des Kreises unserer Liebsten standen, wurde uns erneut ein Eheversprechen abgenommen bevor wir einen irischen und einen druidischen Segen erhielten.

Bevor das Ritual mit Wein und Kuchen zum Ende kam, hatten wir großen Spaß bei einem gemeinsamen Kreistanz, der für allgemeine Erheiterung sorgte und uns noch Tage und Wochen später einen Ohrwurm verpasste.
Glücklich und bewegt fuhren wir Abends zurück in unser Cottage, warfen den Grill an, labten uns an dem großen Buffet zu dem jeder etwas beigesteuert hatte, lachten und redeten, tanzten zu den Klängen von Gitarre, Bodhrán und Flöte und lauschten gälischem Gesang bis tief in die Nacht.

Unsere Hochzeit im letzten Jahr war einfach wunderschönen, eine wahre Traumhochzeit, die mir immer in Erinnerung bleiben wird. So ganz anders und so wundervoll war unser Handfasting in diesem Jahr. Nach all dem Stress um die Organisation unserer großen Boho-Feier, war ich dieses Jahr die Gelassenheit in Person. Es gab keinen wirklichen Plan, dieses Mal lies ich einfach alles laufen, überzeugt davon dass es sich fügen würde und genau so wird, wie es sein soll. Es gab nur die mündliche Einladung an unsere Gäste, das Cottage, die Hin- und Rückreise. Erst einen Abend vor dem Ritual sprachen wir erstmals etwas näher über Ablauf und Organisation. Mein Mann und ich ließen uns größtenteils einfach treiben und überraschen. Obwohl es im Vorhinein auf privater und zwischenmenschlicher Ebene viele Unruhen und Konflikte gab und sich das Frühjahr dieses Jahres als wirklich anstregend, kräfte- und nervenzehrend zeigte, in Irland fühlte sich alles nur noch hundertprozent richtig an. Alles war genau so gekommen wie es sein sollte und es waren genau die richtigen Menschen dort. Im Vorhinein war so viel passiert, was schlussendlich nicht nur reinigend sondern auch bereichernd gewesen ist und uns als Paar noch enger zusammen gebracht hat. Der Ort war perfekt, das Wetter war perfekt, die Stimmung war perfekt. So intensiv und berührend unsere Hochzeit war, so bewegend und ergreifend war unser Handfasting. Eine unvergessliche Zeit, für uns und für unsere Gäste.

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Ogham – Louis/die Ebersche

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Der zweite Baum im Ogham Alphabet ist die Eberesche, in Deutschland auch als „Vogelbeere“ bekannt. Im Mai beschenkt uns die Eberesche mit dem Anblick ihrer wunderschönen weißen Blütendolden welche sich im Herbst in prächtige rote Beeren verwandeln. Ihr Blätter sind von einem hellen, satten Grün und verfärben sich im Herbst zu leuchtenden Rottönen. Auch wenn die Eberesche meistens nicht sonderlich groß wird, so wächst sie dafür auch auf hohen Bergen oberhalb von Grenzen an denen nicht mehr viele andere Bäume gedeihen.

Die Eberesche ist nicht mit der Esche verwandt, sondern zählt zu den Rosengewächsen. Sie ist dem Planeten Merkur zugeordnet und mit dem Gott der Jagd verbunden. Außerdem ist sie ein Baum der inneren Vitalität, Intuition und des Schutzes. Neben das Haus gepflanzt soll sie vor bösen Geistern schützen, vor Verwünschungen und Krankheiten. Früher wurde sie in Wales auf Friedhöfe gepflanzt um die Toten zu beschützen, die Druiden umrahmten ihre Orakel- und Gerichtsplätze mit Ebereschen. Legenden besagen das sie von Drachen beschütze sei, vielleicht hat ihre Verbundenheit mit heiligen Orten also auch etwas mit den sogenannten Drachenlinien – Leylines, dem Netz aus Kraftlinien welchen den Planten überziehen- zu tun.

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Buchstabe:
L
Irischer Name: Luis
Heutige divinatorische Bedeutung: Schutz, Intuition, Visionen, Schutz vor übersinnlichen Angriffen, Vorhersage, sich neuen Möglichkeiten in Freude öffnen, unseren eigenen Weg gehen

Neben ihrer immensen Schutzwirkung hat die Eberesche vor allem einen Aspekt der „Hellsicht“. Sie soll die geistigen Fähigkeiten fördern und bei der Divination behilflich sein, Ruten um Wasser aufzuspüren werden aus ihrem Holz gemacht, sie wurde genutzt für Schutzzauber und zur Divination. Es ist daher auch eine naheliegende Idee sich ein Ogham-Set aus 20 Ebereschenhölzern zu fertigen.
Druiden entfachten vor Kriegsschlachten großer Feuer aus Ebereschenholz um aus dem Rauch Omen für die Schlacht zu erkennen. Sie verhilft zu Visionen, meditativen Zuständen, klärt die Gedanken und hebt unsere Energie an. Darüber hinaus soll sie den Geist heilen, unsere persönliche Kraft stärken und Fruchtbarkeit bringen.

Die Beeren gelten im Volksmund als giftig, was an ihrem hohen Gehalt an Parasorbinsäure liegt. Bei Verzehr größerer Mengen der rohen Beeren kann es zu Durchfall und Erbrechen kommen. Wer jedoch einmal rohe Ebereschenbeeren probiert hat, wird bestätigen können, dass der überaus bittere und saure Geschmack davon abhält solche Mengen zu sich zu nehmen. Erhitzt können die Beeren jedoch zu allerhand Leckereien verarbeitet werden. So läßt sich daraus Marmelade oder Gelee kochen – ich hatte es mal mit Holunder-Vogelbeer-Gelee probiert – Getränke zubereiten, die Beeren zu Wildgerichten reichen usw. Die Beeren enthalten viel mehr Vitamin C als Zitronen, natürlich können aus den ihnen wie ebenso aus den Blättern auch Tee und kalte Auszüge hergestellt werden. Richtig angewandt wirken sie stopfend und helfen bei Durchfallerkrankungen.

Aus den Beeren, welche übrigens alle mit einem kleinen Pentagram versehen sind, lassen sich auch schöne Dekorationen herstellen. Früher hing man Ebereschenzweige zum Schutz des Viehs in den Stall (man konnte ja nie wissen was das Elfenvolk im Schilde führte).

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Eine der vielen Botschaften diesen wundervollen Baumes ist es, dass beste aus unserem Leben zu machen, unserem eigenen Pfad zu folgen, uns mit den anderen Ebenen des Lebens zu verbinden und den Lebenspuls zu spüren. Sie hilft und mit Energien zu arbeiten, uns auf Energien und Orte einzulassen und uns für alle Möglichkeiten zu öffnen.

 

Glastonbury – von einem Traum der Wirklichkeit wurde

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Es ist schon viele Jahre her das ich mich regelmäßig in die Romanreihe von Marion Zimmer Bradley vertiefte und begierig all die schönen Geschichten las, rund um Avalon die Apfelinsel, verborgen tief in den Nebeln und Heimat der Priesterinnen einer großen Göttin. Damals stieß ich erstmals auf Glastonbury, ein mystischer Ort im Süden Englands. Er wurde auch „die Insel aus Glas genannt“ und ist Schauplatz vielen Mythen sowie der Artus Legende. Früher befand sich Glastonbury von einer riesigen Sumpflandschaft umgeben und ragte mit seinem Tor wie eine Insel aus dieser heraus. Viele Sagen ranken sich um die Nebel die den Tor auch heute noch oft umgeben und hinter denen sich Caer Wydyr – die keltische Anderswelt – befinden soll. Falls du es schaffst durch die Nebel zu gelangen findest du dich dort auf der Apfelinsel wieder.

Ich nenne Glastonbury gerne „das Mekka der Hexen und Heiden“ denn für viele ist eine Reise an diesen heiligen Ort ein Traum und eine Art Pilgerung. Doch auch Christen suchen diesen Ort auf, denn die Glastonbury Abbey ist das älteste Kloster auf britischem Boden. Viele Jahrhunderte lang galt dieser Ort als heiligster Boden Britanniens. Der Ort zog Gralssucher an und König Artus selbst soll hier begraben worden sein.

Für mich erfüllte sich der Traum eines Glastonbury Besuch dieses Jahr auf sehr „zufällige“ Art und Weise. Kaum ein paar Monate ist es her das ich im Sommer auf eine Gruppe wundervoller Menschen stieß denen ich mich anschliessen konnte um diesen magischen Ort zu bereisen. Letzte Woche Donnerstag fuhren wir am späten Abend los und setzten in den frühen Morgenstunden mit der Fähre von Frankreich nach England über. Für mich war es der erste Besuch in England überhaupt. Auf dem Hinweg entschieden wir uns trotz allgemeiner Übermüdung und großer Erschöpfung noch einen kleinen Umweg zu fahren um uns das legendäre Avebury anzusehen. Natürlich war es uns mit unseren knurrenden Mägen und der Tatsache seit über 24h wach zu sein gar nicht möglich das ganze riesige und atemberaubende Gelände zu erkunden und zu erspüren. Trotzdem genossen wir es für ca. zwei Stunden einen Teil der Steinkreise und den wunderschönen Henge Shop zu besuchen bevor es noch einmal 80km weiter in unsere überraschend wunderbaren Cottages ging. An diesem ersten Abend genossen wir vor allem die schöne Lage unserer Bleibe und saßen zusammen in der lauen Spätsommerluft um zu speisen, zu trinken, zu lachen und zu reden bis wir nach und nach von der Dunkelheit verschluckt worden und in tiefen Schlaf fielen.

Am Samstag stand für uns als Erstes eine ausgedehnte, stundenlange Erkundung des Stadtzentrums an. Glastonbury bietet seinem Zielpublikum bestehend aus Hexen, Druiden und anderem heidnischen und esoterischem Volk ein wahres Einkaufsparadis. Neben Läden wie Starchild finden sich unglaublich viele Geschäfte die alles bieten was das Göttinnen-Herz höher schlagen läßt. Wunderschöne Statuen, Schmuck und Geschmeide, traumhafte Kleidung, Räucherungen, Bücher, Orakelsets, Dekoration, Heilsteine, Poster, Postkarten, Kräuter, Kraftgegenstände und noch mehr der Gleichen. Besonders überrascht haben mich diverse Second Hand Bücherein die Unmengen heidnischer und esoterischer Literatur führen sowie ein „Hexen Second Hand Laden“. Staunend stand ich vor gebrauchten Ritualgegenständen und Gewändern, Schmuck, Reihen voller uralter Bücher, Erstausgaben von Gardner, Crowley und Co. Wir hatten alle für unseren Trip gespart und zeigten uns Abends begeistert gegenseitig unsere Errungenschaften. Neben Kleinkram fand ich vor allem eine wunderschöne große „The Moon and the Hare“ Schale aus Ton die mich sehr berührt hat und einfach mit kommen musste um jetzt einen Platz auf meinem Altar einzunehmen.

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Eindeutig einer der bewegensten Momente für mich persönlich war der Besuch des Goddess Temple der sich in einem wunderbaren Hinterhof direkt über Starchild befindet. Die Atmosphäre in diesem Raum läßt sich kaum beschreiben, es war überdeutlich spürbar was dies für ein heiliger und liebevoll gewahrter Ort ist. Zum Tempel gehört auch noch ein schöner gegenüberliegender Gift Shop indem sich alles um die Göttin dreht.

Abends nachdem unsere Shoppingtour beendet war ging es zum ersten wichtigen Punkt unserer Reise außerhalb des Konsumterrors – ein Aufstieg aus den Glastonbury Tor. In der Abenddämmerung stiegen wir den Weg hinauf auf diesen markanten Berg. Es war wundervoll zu sehen wie die Nebel mit der einsetzenden Dunkelheit immer dichter wurden und auf den Tor zufließen schienen. Wir genossen die Energien des Ortes und den schönen Blick auf das kleine Städtchen zu unseren Füßen in dem langsam die Lichter angingen während ekstatisches Trommeln, Jauchzen und Schreien aus dem Tal zu uns hinauf drang.

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Den Sonntag wollten wir vor allem dazu nutzen uns noch einigen weiteren kraftvollen Plätzen zu widmen. Bevor es uns nach Glastonbury verschlug, suchten wir nach einer 1000jährigens Eibe die etwa 5 Meilen außerhalb der Stadt an einer alten Kirche steht. Vollkommen verzückt von diesem eindrucksvollen Baum verbrachten wir eine ganze Weile an diesem Ort um uns mit seiner Energie zu verbinden und Kontakt zu diesem alten Wesen aufzunehmen. Die Größe und Kraft dieses Baums waren wirklich sehr beeindruckend und auch der alte Friedhof unterhalb seiner riesigen Baumkrone war eine Erkundung wert.

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Wir hatten während unserer ganzen Reise ein gesegnetes Wetter, es war warm und angenehm, kein Regentropfen fiel und an besagtem Sonntag schien sogar den ganzen Tag wärmend die Sonne. So schlenderten wir in der Hitze des ersten Herbsttages durch den Garten von Chalice Well. Der Legende nach hat Josef von Arimathäa, Onkel von Jungfrau Maria und Gründer der Kirchenstätte Glastobury dort den heiligen Gral vergraben, woraufhin hier die „Red Spring“ entsprang. Diese berühmte Quelle mit ihrem stark eisenhaltigem Wasser durchfließt den ganzen Garten und tritt an einigen Stellen aus dem Boden oder Felsen heraus. Am Kopf der Quelle kann man den wunderschön gestalteten eisenbeschlagenen Deckel bewundern. Das Vesica Piscis ist ein altes heiliges Symbol dessen zwei überlappende Kreise die Vereinigung von Himmel und Erde darstellen. Am sogenannten Lions Head kann man das pure Quellwasser in Flaschen abfüllen. Ihm wird eine hohe Heilkraft vor allem chronischer Leiden nachgesagt. Es reicht ein sparsamer Einsatz, 7 Tropfen des Quellwassers auf einen Becher Wasser sollen regelmäßig eingenommen genügen.

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Außerhalb des Garten, in dem es noch viele andere Kraftstellen zu entdecken gibt, findet sich die White Spring. Der Besuch dieser Quelle hat uns quasi aus den Latschen gehauen da wir nicht mit dem gerechnet hatten was wir dort vorfanden. Zur Quelle gehört ein großes altes Gemäuer dessen Inneres zu bestimmten Zeiten zugänglich ist. Im Inneren befindet sich ein riesiger heiliger Raum mit großen runden Becken voller Quellwasser. Das Plätschern des Wassers welches in Rinnsalen über den ganzen Boden läuft untermalt die andächtige kraftvolle Stimmung in dem dunklen nur von Kerzen erhellten Raum. In mehren Ecken finden sich beeindruckende Altäre für die Göttin Brigid, die Lady of Avalon, Maria und den Herren der Anderswelt. Wir hatten das große Glück auch noch Zeuge einer stimmungsvollen Trommel-Einlage eines Besuchers zu werden. Später liessen wir den Abend spontan in einem netten Pub mit Live Musik und leckeren Cider ausklingen.

Auf der Rückfahrt am Montag wurde uns noch ein besonders schöner Blick auf Stonehenge in der nebligen Morgensonne gewährt. Ein Ort den wir aus unserer nächsten Reise unbedingt ebenfalls besuchen wollen. Wir werden auf jeden Fall wieder zurück kehren, gerne für mehr als nur 4 Tage um sowohl Glastonbury als auch einige andere Orte in England noch intensiver erspüren zu können. Für mich ging nicht nur ein Traum in Erfüllung diese heiligen Stätten zu besuchen. Ich durfte durch diesen Anlass meinen Traum mit meiner Anam Cara teilen und sechs wundervolle, inspirierende, heilende, lustige und bezaubernde Menschen kennen- und lieben lernen. Ich bin fest davon überzeugt das meine Erfahrungen an diesem Ort ganz andere gewesen wären, wenn ich nicht in dieser Konstellation dort hätte sein dürfen. Der Besuch von Glastonbury war phantastisch aber noch erfüllender ist was ich mit meinem Mitreisenden teilen und erfahren durfte. Diese Begegnung erfüllt mich mit tiefer Dankbarkeit! Ich danke euch und unserer großen Mutter :*

 

Aus dem Druidenleben – der Kranichbeutel

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Ein im Druidentum weit verbreiteter Brauch ist der Besitz und die Verwendung eines so genannten Kranichbeutel. Den Namen hat dieser Beutel wegen Manannán mac Lir, dem keltischen Meeresgott der dem Mythos nach einen Beutel aus der Haut eines magischen Kranichs fertigte um darin die Schätze Irlands aufzubewahren. Im modernen Druidentum wird dieser Beutel – oder Tasche – genutzt um darin wichtige persönliche Utensilien aufzubewahren oder unterwegs entdeckte Fundstücke zu transportieren. Mit persönlichen Utensilien sind jetzt nicht Tampons, Taschentücher, Schminke und Kaugummis gemeint. Natürlich geht es um unser magisches Werkzeug, um Ritual- und Kraftgegenstände. In dem Beutel können Räucherungen, Steine, Federn, Naturgaben und ähnliches aufbewahrt werden, vielleicht Kerzen, magische Öle, auch Stift und Notizbuch. Er dient hilfreich beim Sammeln von Kräutern, Beeren, Nüssen und anderen Waldgaben. Der Beutel kann so klein sein dann man ihn am Gürtel tragen kann oder wie in meinem Fall auch eine größere Tasche sein. Ein kleiner Beutel würde sich für mich eher eignen wenn ich darin nur ein paar Kraftgegenstände, besondere Steine, ein Runen- oder Oghamset und anderes eher platzsparendes transportieren würde. Ich nutze ihn aber auch sehr gerne auf meinen Spaziergängen und Wanderungen oder zum Transport von Ritualwerkzeugen.

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Idealerweise wird der Kranichbeutel aus natürlichen Materialien gefertigt. Neben dem robusten Leder und Filz bieten Leinen, Baumwolle oder Hanf auch vegane Alternativen. Mein Beutel entstand im Rahmen meiner Arbeit zur Weide. Daher beinhaltet er nicht nur eine Weide, sondern auch die Ogham Rune dieses Baums. Erst im Verlauf kristallisierte sich seine Verwendung als Kranichbeutel heraus. Für diesen Anlass hatte ich mir vor einigen Jahren einen andere Tasche genäht welche sich aber in der Praxis nicht durchsetze. Mit meiner jetzigen Wind- und Wetterfesten Weidentasche bin ich sehr zufrieden.

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Rezension: Die alte Göttin und ihre Pflanzen

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Vor einigen Tagen erschien das neue Buch von Wolf Dieter Storl mit dem Titel „Die alte Göttin und ihre Pflanzen„.
Wer regelmäßig bei mir zu Gast ist wird wissen das ich ein großer Storl Fan bin und daher in regelmäßigen Abständen Bücher von ihm hier vorstelle. Auch in diesem Fall bin ich wieder einmal angetan und möchte daher ein bisschen über sein neustes Buch berichten.

Storl führt uns im Verlauf des Buches zuerst durch den Jahreskreis mit seiner Bedeutung für unsere Ahnen bis zu den noch heute gelebten Ausläufern und Brauchtümern in teils neuem Gewand. Er nennt es „Das Medizinrad der europäischen Waldvölker„. Im Anschluß steigt er in das eigentlich Thema des Buches ein – Märchen und ihre enthaltenen Botschaften. Neben sehr bekannten Märchen wie Frau Holle, Schneewitchen oder die zwölf wilden Schwäne geht es auch um unbekanntere Sagen und Erzählungen, auch Geschichten und Märchen anderer Völker und Kulturen finden Erwähnung. Neben Pflanzen – allem voran sicherlich der Holunder – geht es auch um Tiere und Farben der Göttin. Das Buch ist neben dem Medizinrad in acht weitere Überkapitel eingeteilt:

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Frau Holle und der Holunder
Hier geht Storl auf eine ganze handvoll verschiedener Märchen ein, logischerweise auch auf „Frau Holle“. Er erläutert die Farben der Göttin und zeigt Beispiele an welcher Stelle sie uns im Märchen begegnen, es geht um Störche, Schwäne und Käfer, um Orte der Kinderempfängnis, Schicksalsgöttinnen und natürlich um den Holunder.

Der Teufel und seine Großmutter
Teufel und Göttin? Wo ist da ein Zusammenhang? Was hat der Holunder mit all dem zu tun und wie entsorgt man eigentlich Krankheiten auf schamanischem Weg?

Wacholder: Schutz auf dem Weg ins Jenseits
Das Märchen vom „Machandelboom“ wird erzählt, es geht um schamanische Zerstückelung und Wiederbelebungsrituale

Hagedorn: Schutz gegen alles Böse
Neben dem Märchen von „Schneeweißchen und Rosenrot“ erfährt der Leser einiges über die Bedeutung des Weiß- und Rotdorns sowie über Bärenkräfte.

Haselstrauch:Verbindung zur Anderswelt
An Hand von drei Märchen – darunter das bekannte „Aschenputtel“ – geht es um Haselwürmer, Wünschelruten und Wollust sowie die Magie des Haselstrauchs.

Brennnessel: Schwanenflug und das Hier und Jetzt
Storl erzählt das Märchen „die Sechs Schwäne“ und beleuchtet die Nessel von allerlei Seiten.

Von Gänseblümchen, Beifuß und Pferden
Das zentrale Märchen dieses Kapitels ist „die Gänsemagd“, es geht um die Bedeutung des Pferdes für unsere Ahnen sowie die Beifuß Pflanze.

Der Pfad zu den Ahnen
Das Buch schließt mit einem langen und sehr interessanten Kapitel über unsere Ahnen. Hier bewegt Strol die Frage wie alt unsere  Märchen womöglich sind, er zeigt den Verlauf der Geschichte unserer Ahnen, jener europäischen Waldvölker auf. Wer waren die Urgermanen? Wann kamen die kriegerischen Hirtenvölker hinzu? Es geht um Kelten, heilige Tiere, über die Stellung der Frau, um die Bedeutung der Sonne und schlussendlich um den Schatz und die verborgenen Botschaften welche unsere Märchen von einer sehr frühen Zeit bis heute bewahrt haben. Welchen Aufschluss geben uns unsere Märchen über die Ursprünge unserer Kultur und die Geschichte unserer Ahnen?

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Neben interessanten Texten und Auslegungen darf sich das Auge an einigen schönen Zeichnungen erfreuen. Das Buch ist in neben schwarz auf weiß auch in einigen waldigen Grüntönen gehalten was ich zur Thematik sehr passend fand. Nun ist Storls neustes Werk nicht das erste Buch das ich von ihm lese, geschweige denn mein erstes Buch zum Thema Märchen im Zusammenhang mit Göttinnensymbolik. Von daher war mir vieles von dem geschriebenen bereits vertraut. Storls Auslegungen zum Holunder habe ich zum Beispiel nicht nur in einigen seiner Bücher verfolgt sondern auch schon live bei einer Führung unterm Hollerstrauch von ihm gehört. Trotzdem gab es auch für mich einige neue Erkenntnisse. Mir gefällt vor allem der Boden den Storl geschlagen hat zwischen Brauchtum und Tradition unserer Vorfahren und heutigem Märchengut. Wer sich für einen heidnisch – schamanisch orientierten Blick auf Märchen und Göttinnen interessiert wird an diesem Buch sicherlich seine Freude haben.

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Ideenwerkstatt April – Elemente

Photo by daramuscat
Photo by daramuscat

 


Wer sich in magischen, okkulten, esoterischen oder heidnischen Kreisen bewegt kommt auf kurz oder lang nicht an ihnen vorbei – den vier Elementen Feuer, Wasser, Luft und Erde.Wir sind dazu angehalten über sie zu meditieren, sie in Ritualen anzurufen, uns mit ihnen zu verbinden und sie bewusst wahrzunehmen. Die Verbindung mit und Erfahrung von diesen vier Kräften kann sehr bewegend, erhellend, manchmal aber auch furchteinflößend sein.

Doch auch außerhalb von aufwendigen Ritualen oder tiefgreifenden Meditationen können wir uns mit den Elementen verbinden. Das wichtigste Werkzeug dazu ist unsere Achtsamkeit. Wenn wir erst einmal beginnen den Elementen in unserem täglichen Leben nachzuspüren und Aufmerksamkeit zu schenken schaffen wir ganz natürlich eine tiefere Verbindung zu ihnen.

Feuer begegnet uns nicht nur beim Entzünden einer Kerze oder eines Kaminfeuers – den Luxus des Letzteren wird wohl auch nicht jeder von uns in seinem Alltag genießen können. Eine der archaischsten und alltäglichsten Begegnungen mit dem Element Feuer ist das Kochen. Der ein oder andere mag noch die Vorzüge des Gasherdes schätzen. Hier zeigt sich in unseren Breiten am deutlichen die Feuerkraft bei der Essenszubereitung, denn wir kommen unmittelbar mit echten Flammen in Kontakt. Früher entstammte das Herdfeuer in unseren Häusern noch brennenden Holzscheiten oder Kohle. In vielen Regionen wurden Göttinnen des Heims und Herdfeuer verehrt wie die griechische Göttin Hestia oder die keltische Göttin Brigide. Auch wenn wir nur an einem Elektroherd kochen können wir uns auf die Feuerenergie besinnen, denn in einer abgewandelten Form haben wir es auch hier mit dem Feuerelement zu tun. Erlebe beim nächsten Mal die Zeit vor dem Herd sehr bewusst, achte darauf wie deine Speisen sich allmählich erhitzen, wie Flüssigkeiten anfangen zu kochen, welche Hitze beim Öffnen der Backofentür ausströmt und sich um dich verbreitet. Du kannst für das Feuer singen, in Gedanken einen kurzen Spruch der Würdigung und Dankbarkeit aussprechen oder in der Nähe deines Herdfeuers einen kleinen Altar für eine entsprechende Göttin einrichten. Mit der Feuerkraft verbinden kannst du dich ebenfalls beim Autofahren – wir bewegen uns Dank eines Verbrennungsprozesses fort -, beim grillen oder durch das bewusste Wahrnehmen von Sonnenstrahlen und Hitze auf deiner Haut.

Wie oft wir uns mit dem Elemente Wasser verbinden merken wir meistens erst wenn es uns nicht zur Verfügung steht. Wir nutzen Wasser um uns zu reinigen, unsere Wäsche zu waschen, unser Geschirr abzuspülen, Pflanzen zu gießen, zu kochen oder um es zu trinken. Somit kann die Verbindung mit dem Element Wasser zu vielen Zeiten des Tages stattfinden. Mit jedem Öffnen des Wasserhahns, dem Waschen der Hände, dem Starten der Spülmaschine werde dir des Elements dem du begegnest bewusst. Wie fühlt es sich an in eine Wanne voller Wasser einzutauchen? Lasse ganz bewusst Wasser über deine Hände laufen, warmes, kaltes, heißes. Wir schmeckt Wasser? Hast du schon einmal verschiedene Wassersorten probiert? Du kannst Wasser verwirbeln, energetisieren, besprechen, mit schönen Kristallen aufwerten. Wenn du Eiswürfel aus deinem Gefrierfach holst werde dir gewahr das es sich um gefrorenes Wasser handelt, ebenso bist du vom Wasserwesen umgeben wenn deine Pasta kocht und feiner warmer Wasserdampf deine Küche erfüllt. Elementargeister die zu jedem Element gehören finden sich auch in deiner Wohnung. Mit Wasser werden typischerweise Nymphen und Undinen in Verbindung gebracht. Vielleicht hast du die Möglichkeit im Bad oder einem anderen sehr wasserträchtigen Ort eine Kleinigkeit für die Wassergeister aufzustellen. So habe ich in der Nähe meiner Badewanne eine Ecke mit Muscheln, Strandkieseln und einigen kleinen Glasfläschchen die mit verschiedenen Quellwassern gefüllt sind hergerichtet.

Luft ist tatsächlich ein Element mit dem wir im Alltag nur relativ selten bewusst in Kontakt kommen und das obwohl sie uns permanent umgibt. Durch unseren Atem sind wir ununterbrochen mit ihr verbunden, wir atmen Luft ein, wir atmen Luft aus. Unsere Gedanken werden ebenfalls diesem Element zugeordnet, weswegen wir uns bei allen konzentrierten Momenten, Grübeleien oder Tagträumen auf dieses besinnen können. Egal ob wir uns sehr intensiv mit einer geistigen Aufgabe beschäftigen oder wie ein unverbesserlicher Luftikus in Tagträumen, Phantasien und Plänen schwelgen. Nimm achtsam wahr wie du Luft in deinen Alttag hineinlässt, zum Beispiel beim öffnen eines Fensters. Nimm öfter einen ganz bewussten Atemzug und denk vielleicht eine Weile darüber nach wieso es für unsere Konzentration und geistige Wachheit welche dem Luftelement zugesprochen wird so gut tut einmal frische Luft zu schnappen. Ich mag die Vorstellung wie Sylphen und andere Luftgeister durch die eigenen vier Wände tanzen wenn es zieht und weht. Wie fühlt sich die Luft draußen an? Ist es stürmisch oder Windstill? Ist die Luft heiß, feucht, warm oder schneidend kalt? Luft begegnet uns ebenfalls beim Singen und Tönen, durch elektrische Geräte wie einen Föhn, einen Ventilator oder die Lüftung in unseren Autos. Einen Gesang für die Luft anzustimmen ist wirklich eine hervorragende Art der Kontaktaufnahme und Würdigung.

Je bodennäher wir wohnen, desto stärker unsere physische Verbindung zum Element Erde. Spätestens bei der Erdungsmeditation bei der wir uns Wurzeln wachsen lassen die sich tief hinein ins Erdreich graben wird uns bewusst wie weit wir räumlich meistens vom Erdreich entfernt sind. Selbst wenn wir Parterre leben so befinden sich unter den meisten Häusern Kellerräume die eine Distanz zwischen uns und den Erdbodenbringen. Trotzdem können wir unsere Wohnungen und Häusern an sich schon als Symbol der Erde betrachten denn sie zeigen Festigkeit und Stabilität. Oft finden sich in unseren Häusern Erdmaterialen wie Stein oder Marmor. Eine wunderbare Möglichkeit dich im Alltag mit dem Element der Erde zu verbinden ist das achtsame Gehen. Ob vom Haus zum Auto oder von einem Geschäft zum nächsten, mit jedem Schritt den du setzt schreitest du auf der Erde. Leider sind wir meistens im Kopf und somit nicht richtig in unseren Füßen und der Erde. Spüre jeden Schritt den du tust, erfahre wie hart oder weich der Untergrund ist, welche Energie von ihm ausgeht. Neben der Gartenarbeit oder dem Umgang mit Zimmerpflanzen stellt auch das Essen eine hervorragende Möglichkeit zu Erdverbindung dar. Nicht umsonst sagt man das Essen uns erdet. Du verbindest dich mit jedem Essen mit einem Teil des Erdelemetes, nimmst etwas in dich auf was aus der Erde heraus gewachsen ist. Gehe so oft es möglich ist barfuß und tanze für die Erde.

Was wir jedoch bei der Arbeit mit den Elementen bedenken sollten: Auf der einen Seite wollen wir uns mit ihnen verbinden, sie bewusst wahrnehmen, in unsere Rituale mit einbinden und wohlmöglich noch einen Nutzen aus der Arbeit mit ihnen ziehen. Jedoch geben wir nur selten etwas an sie zurück. Daher halte ich es für die allerwichtigste Elementarbeit unseren Respekt und unsere Würde durch unser tägliches Handelns auszudrücken. So sollte ich darauf achten die Ressourcen unseren Planeten zu schonen, Wasser nicht durch giftige Chemikalien und starke Tenside zu belasten, die Meere nicht mit meinem Plastikmüll zu verschmutzen, die Luft nicht durch zusätzlichen Ausstoß von Abgasen und Co2 zu verpesten. Unser Konsum- und Essverhalten hat große Auswirkungen auf unseren Planeten. Verzichte auf giftige Chemikalien im Essen, in deiner Kleidung, deinen Möbeln oder Kosmetik, reduziere oder stoppe deinen Verzehr von Tieren oder tierischen Produkten, achte auf regionale Nahrungsmittel, flieg nicht 3x im Jahr in den Urlaub, lebe bewusst und nachhaltig. Wir sind ein Teil der Natur und ein Teil der Elemente, sie existieren nicht nur um sondern auch in uns. Unser Planet ist ein großer, lebendiger Organismus auf dem Alles mit Allem verbunden ist. Daher sollten wir auch unsere Umwelt, sowohl Mitmenschen als auch andere Lebewesen und die Natur so behandeln, wie wir selbst zu behandelt gewünscht werden. Um mit Gandhis Worten zu schließen „Sei du selbst die Veränderung die du dir für die Welt wünschst“.

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Wie sehen eure Beiträge zum Thema Elemente aus?


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