Erkältunsgzeit – Heilzeit

Gesundheits-AltarAuch wenn man derzeit in allen Zeitschriften und auf vielen Blogs liest was man tun kann um sich vor Erkältungen zu schützen hat es mich doch erwischt. Die Nase läuft, der Kopf schmerzt, die Temperatur steigt, der Hals kratzt und schmerzt. Was nun? Hier meine Tipps für eine erträgliche Zeit im Krankenlager und unterstützende Maßnahmen für einen zügigen Verlauf mit schneller Besserung:

      • Zeit zum Ausruhen
        Früher habe ich immer über den Ausdruck „sich Ruhe antun“ geschmunzelt. Ruhe und Entspannung sind doch eigentlich positive Empfindungen, da kann man doch nicht davon sprechen sich diese „an zu tun“ als wäre es etwas schlimmes. Aber spätestens wenn ich krank bin merke ich was mit diesem Satz gemeint ist. Krank zu sein bedeutet für mich auch nicht mehr verfügbar zu sein, aus zu fallen, mir Zeit für mich nehmen zu müssen die ich eigentlich an anderer Stelle einbringen würde. So kann ich nicht Arbeiten gehen, muss Verabredungen absagen, kann den Haushalt nicht wie gewohnt meistens und auch nicht auf Großeinkaufstouren gehen. Eltern können ihre Kinder nicht so versorgen wie sie es sonst tun würden und gerne möchten, wichtige Termine können nicht eingehalten werden usw. Bei mir sorgt das vor allem in erster Linie für ein schlechtes Gewissen und dafür, mich den ganzen Tag über immer wieder abzuscannen mit der Frage im Hinterkopf „wäre ich vielleicht jetzt gerade doch im Stande arbeiten zu gehen?“. Selbst wenn ich mit 40 Grad Fieber im Bett liege und mich ständig übergebe singt da noch diese Stimme in meinem Kopf, wie unpassend es ist jetzt krank zu sein, was ich dadurch alles verpasse, wer wohl meine Schicht übernehmen muss und wer alles unter meinem Ausfall leidet. Das dies nicht sonderlich gesundheitsförderlich ist liegt auf der Hand. Also bitte – ausruhen ohne schlechtes Gewissen. Krank zu sein sucht man sich nicht aus und ehrlich gesagt gehe ich lieber meiner Alltagsroutine nach, mache meine Arbeit und fühle mich dabei gesund und fit als diese ungewollte Freizeit im Bett zu verbringen und mich mies zu fühlen.
        Soweit möglich also ab auf die Couch oder ins Bett. Wenn das nicht geht – Stichwort Kinder – versuchen sich im Alltagswahnsinn Ruheinseln zu schaffen. Vielleicht kann der Partner das Kind für eine Zeit betreuen oder ein Freund/Nachbar/Verwandter? Wenn das Kind schläft mit hinlegen und Aufgaben die sich aufschieben lassen ruhig mal hinten anstellen. Anstatt lange in der Küche zu stehen vielleicht mal ein ganz schnelles Gericht kochen, vielleicht ausnahmsweise mal Essen bestellen oder den Partner mit den zwei linken Händen in die Küche stellen.
        Auch wenn wir die Möglichkeit haben uns ganz alleine zurückzuziehen sollten wir auch richtige Ruhezeiten einplanen in denen wir dösen, meditieren oder einfach nur leichte, entspannende Musik hören. Vor dem PC sitzen, Serien oder FIlme gucken oder uns mit anderen Medien zu beschäftigen kann ebenfalls sehr anstrengend sein. Ich merke das meistens wenn ich einen richtig starken Infekt habe und mit hohem Fieber im Bett liege. Ich schaffe es dann kaum bis zur Toilette und zurück, geschweige denn kann ich mir einen Film angucken oder auch nur 10 Minuten vor meinem Rechner sitzen. All diese Kleinigkeiten sind plötzlich immens anstrengend. In solchen Momenten wird deutlich was für eine Arbeit der Körper eigentlich den ganzen Tag leistet.
      • Wärmstens empfohlen
        Das Wort Erkältung kommt nicht von ungefähr, dahinter steckt die Annahme das wir „zu kalt geworden sind“. Während unserer Krankheitsphase hat der Körper oft ein Bedürfnis nach Wärmezufuhr, wir frieren leicht, manchmal haben wir den ganzen Tag kalte Hände und Füße. Daher sollten wir unseren Körper vor Wärmeverlust schützen. Das bedeutet sich warm anzuziehen. Ich sehe oft während der Arbeit Menschen die krank sind und trotzdem im T-Shirt herumlaufen, keine Socken tragen oder sich Bein frei kleiden. Förderlicher ist es dicke Socken zu tragen, eine lange Hose, lange Ärmel und gerne auch etwas um den Hals. Wärme am Hals ist eines der besten Mittel gegen Halsschmerzen, Armstulpen bringen durch ihre Position an den Pulspunkten zusätzliche Wärme.
        Nach der Lehre des TCM (traditionell chinesische Medizin) fördern wir Westler unsere Erkältungsanfälligkeit durch den hohen Konsum von Zitrusfrüchten im Winter, denn Zitrusfrüchte wirken kühlend auf den Körper. Daher sei eine extra Portion Orangen, Mandarinen oder Zitronen nicht unbedingt förderlich. Unumstritten ist die positive und sehr erwärmende Wirkung von Ingwer auf den Körper. Dazu einfach ein fingerdickes Stück Ingwer schälen und in kleine Stücke schneiden, mit einer Kanne kochendem Wasser übergießen und 10-15 Minuten ziehen lassen (ich lasse die Ingwerstückchen einfach im Wasser). Den Ingweraufguß über den Tag verteilt trinken. Natürlich hilft es auch Ingwer in unsere Speisen zu mischen.
      • Hausapotheke
        Ein Mittel meiner Wahl bei Infekten ist Propolis. Dieses Kittharz welches von Bienen beim Bau ihrer Waben genutzt wird ist ein gutes Mittel gegen Infektionen. In unserer Hausapotheke steht ein kleiner Vorrat an Tinktur welche ich auf Zucker geträufelt zu mir nehme. Weitere treuer Begleiter sind die Homöopathischen Mittel der Weleda. Manchmal unterstütze ich meinen Körper mit Trinkampullen Kuren der Firma Hoyer. Natürlich ist es wichtig ärztlichen Rat einzuholen, vor allem bei Fieber über 39 Grad sollte man einen Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker aufsuchen.
        Zu meiner nicht-medikamentösen Hausapotheke gehören regelmäßige Nasenspülungen, Ölziehen und das Räuchern von Weihrauch da dieser antibakteriell wirkt. In mein Repertoire hat sich mittlerweile außerdem das Kokosöl geschlichen. Ihm wird eine antibakterielle & antivirale Wirkung nachgesagt. 1 EL am Tag bei akuten Infekten eingenommen soll helfen diese schneller aus zu kurieren. Man kann das Öl ins Essen geben oder in seinen Smoothie, ich genieße es am liebsten in einem Glas heißen O-Saft.

Ich hoffe ihr übersteht den Winter möglichst gesund, ich werde mich jetzt wieder dem Punkt „Ruhe“ zuwenden und mich auf dem Sofa einmummeln.

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