9 Tage zuckerfrei – Tops & Flops

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Hui, 2016 ist schon 9 Tage alt, dass bedeutet auch 9 Tage ohne Zucker! Zeit um ein erstes kleines Resumé zu ziehen und euch von unseren ersten Tops und Flops zu berichten.

Tops:

  • Trotz alle Widrigkeiten und Hürden haben wir es bisher gut geschafft. Zucker ist nicht einfach zu meiden, daher war uns von Anfang an klar das es bestimmt auch versehentliche Ausrutscher geben wird. Aber bisher sind wir ganz gut durch den Dschungel der Inhaltsstoffe gekommen.
  • Wir haben wirklich lecker gegessen und sind satt geworden. Erst hatten wir etwas Sorge, vor allem weil mein Freund im Außendienst tätig ist und immer eine Lunchbox für unterwegs braucht damit er nicht gezwungen ist sich an Tankstelle, Bäcker oder Imbissbude zu sättigen. Es erfordert schon etwas Organisation, aber langsam bekomme ich (als Köchin in dieser Familie) ein Gefühl für Ideen und Möglichkeiten.
  • Einige Male habe ich sogar schon spontan etwas kreiert ohne Rezeptvorlagen
  • Mein Freund entdeckt neue Geschmäcker an sich. Zuckerfrei + Lactoseintoleranz zwingen ihn dazu nun auch mal einige Sachen zu probieren, die vorher nicht auf dem Speiseplan standen. Da wir auch Weißmehlprodukte reduzieren möchten, stellt uns vor allem das Frühstück vor Herausforderungen. Er sollte es gut mitnehmen können, es soll satt machen, nahrhaft sein, schmecken, dabei natürlich Zucker- und Lactosefrei sein. Overnight Oats ist eine dieser Speisen, die mein Freund vorher nicht gerne essen wollte. Hafermilch, Sojajoghurt, Chiasamen usw. sind neue Geschmackserlebnisse die zum Glück nicht nur negativ bewertet werden, auch wenn er sich an manches erst durch ein paar Bissen gewöhnen musste.
  • Wir halten zusammen und durch. Das muss auf jeden Fall positiv erwähnt werden! Die ganze Idee auf Zucker zu verzichten ist schliesslich auf meinen Mist gewachsen, daher hätte ich damit gerechnet das es schwierig werden könnte mit der Motivation meiner besseren Hälfte. Aber keine Spur, wir schaffen das gemeinsam.
  • Auch wenn es nicht zu meinen primären Zielen gehört, habe ich einen positiven Nebeneffekt festgestellt: In 9 Tagen habe ich schon unglaubliche 3 Kilo abgenommen! Dabei esse ich an einigen Tagen richtig, richtig viel.
  • Gesunde Snacks sind lecker und funktionieren prima. Wir essen eher wenig Trockenobst – in 9 Tagen habe ich zwei Mal Datteln gegessen und mein Freund noch gar nicht. Dafür sind Nüsse hoch im Kurs oder kleine Portionen Obst.

Flops:

  • Was mir in den letzten Tagen oft auf die Nerven ging ist die Zeit, die ich in der Küche und mit einkaufen verbringe. Da wir jetzt fast alles selbst zubereiten, stehe ich manchmal extra eine Stunde eher auf oder stelle mich nach dem Spätdienst nochmal für eine Stunde in die Küche um Essen vorzubereiten. Wir haben zumindest momentan noch, einen deutlich erhöhten Zeitaufwand für unsere Ernährung.
  • Unterwegs essen ist schwierig – oft wissen die Verkäufer selbst nicht was in ihrer Ware drinsteckt, ob Soßen Zucker enthalten, wie es um Gebäck steht, Salatdressings usw. Auch hier müssen wir gut vorbereitet sein und am besten immer etwas dabei haben.
  • Nervige Mitmenschen… Ich werde oft auf unseren Zuckerverzicht angesprochen, soll mich erklären, werde gefragt wieso, weshalb und warum? Bei der Beantwortung dieser Fragen achte ich immer darauf, nicht missionarisch rüber zu kommen. Ich will ja niemanden davon überzeugen, dass er auch auf Zucker verzichten sollte, sondern es geht in dem Augenblick nur darum was ich persönlich für mich ausprobieren will und wie ich darauf gekommen bin. Manche Menschen lassen es sich leider nicht nehmen, mir darauf hin Vorträge darüber zu halten wie bescheuert sie so etwas finden, dass sie nicht glauben Zucker könne solch eine Wirkung haben bis hin zu Vorwürfen wie „wer sich mit sowas beschäftigt hat zu viel Zeit“. Erinnert mich stark an die Vorträge von Fleischessern in meinen vegetarisch- und veganen Lebensphasen.
  • Craving – oh ja, manchmal fällt es mir sehr schwer zu widerstehen. Kürzlich war ich einkaufen und fuhr mit einer Rolltreppe in die obere Etage. Zwischen den Rolltreppen lagerten unzählige Sorten Haribo-Tüten und ich spürte wie mir das Wasser im Mund zusammen läuft. Am liebsten hätte ich mir gleich 3 verschiedene Sorten mitgenommen und sie alle auf einmal aufgegessen. Selbst jetzt, wenn ich darüber schreibe bekomme ich großen Heißhunger auf Süßigkeiten. Ich bin also noch lange nicht über den Berg.
  • Fallstricke und Versehen. Gleich zu Beginn unseres Experimentes waren wir auf einem Weihnachtsmarkt und hatten natürlich Hunger. Zum Glück fand ich noch einen Falaffelstand wo mir beteuert wurde, bis auf 2 der Soßen sei alles zuckerfrei. Mein Freund jedoch konnte sich überhaupt nicht für dieses Gericht begeistern, also aß er schliesslich einfach irgendetwas herzhaftes, von dem auszugehen ist das irgendwo Zucker zugesetzt ist. Auch Besuche gestalten sich als Fallstricke, erst dachten wir „bei der Verwandschaft kocht man gut bürgerlich, wo soll da Zucker drin sein“. Auf der Fahrt dann schon die ersten Zweifel „was wenn es Apfelrotkraut aus dem Glas gibt und Rouladen? Mindestens in der sauren Gurke ist Zucker!“. Schlussendlich gab es zum Glück etwas anderes, aber auch hier mussten wir einschreiten damit kein Zucker an das Salatdressing gegeben wird.
  • Vor kurzem habe ich ganz bewußt gecheatet und mir bei einer außergewöhnlichen Gelegenheit ein Glas Sekt gegönnt, in dem eine Hibiskusblüte schwamm. Die ist leider sowas von verzuckert gewesen, aber ich habe einfach einmal ein Auge zugedrückt und sie mir gegönnt.
  • Wir haben großen Appetit! Merkwürdig, aber seitdem wir Zucker meiden, haben wir viel öfter Hunger, oder wie mein Freund sagte „wenn ich momentan Hunger bekomme, dann aber so richtig“. Vielleicht kommt es uns auch nur so vor, weil wir es gewohnt sind den ganzen Tag über zu snacken und zu naschen und es uns erst jetzt auffällt, weil wir eben nicht mehr alles in uns hinein stopfen.
  • Wenn auch zum Glück nicht stark, habe ich doch hier und da leichte Kopfschmerzen.

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