{Beautyreview} Kakao-Trockenshampoo

Seit meiner frühen Jugend leide ich  an schnell nachfettendem Haar, was dazu führte das ich über ein Jahrzehnt hinweg jeden Tag meine Haare gewaschen habe. Selbst wenn ich mir die Haare am Abend zuvor wusch, sahen sie am nächsten Tag schon wieder aus als hätte ich ein paar Esslöffel Öl eingeknetet.
Natürlich tut es den Haaren nicht gut wenn sie täglich gewaschen werden, ganz zu schweigen davon, dass dies die Fettproduktion noch zusätzlich anregt. Seit Anfang 2012 wasche ich meine Haare nicht mehr täglich, sondern versuche die Wäschen auf 3-4 Tage zu strecken. Tatsächlich ist es mit dem Nachfetten etwas besser geworden, aber ohne Trockenshampoo komme ich nicht über die Runden.
Mein bisheriger Favorit im Test war „No Drought“ von Lush. Als ich zu Beltane bei der Zombiekatze war, kamen wir auf das Thema Kakao als Trockenshampoo und wie der Zufall es so wollte, vergaß ich natürlich meine No Drought Flasche bei der Abreise im Rheinland. Also stand ich zu Hause mit fettigen Haaren und der Frage, was ich jetzt tun sollte. Ich erinnerte mich an unser Gespräch vom Vortag und kramte im Vorratsschrank herum. Tatsächlich hatte ich noch eine angebrochene Packung Kakao. Bei mir hat es den Vorteil, dass es im brünetten Haar bedeutend unauffälliger ist als das weiße Trockenshampoo. So sehr ich mich auch bemühe – ganz ausgebürstet bekomme ich das Ganze ja doch nie und so bleibt normalerweise ein leichter weißer Schleier auf dem Haar oder zumindest hellere Strähnen. In der Anwendung gestaltet es sich wie folgt…
Ich gebe immer etwas Kakaopulver in die Hand und verteile es dann mit Hilfe eines großen Rougepinsel am Haaransatz.
 Das Kakao ist nach dem Auftragen gut erkennbar, ich lasse ihn ca. 5 – 10 Minuten einwirken. Meistens trage ich einfach ersteinmal das Kakaopulver auf und erledige dann meine Morgenroutine wie Zähneputzen, Schminken etc. Wenn ich mit allem fertig bin, bürste ich das Pulver kräftig aus.
Die Haut ist manchmal etwas verfärbt am Haaransatz, dann nehme ich einen Feuchten Lappen und wische den Kakao weg.
Vorteile der Methode:
*der Kakao ist bedeutend billiger als handelsübliches Trockenshampoo – wichtig ist es allerdings Kakao zum kochen und backen zu benutzen und nicht den für Trinkschokolade! Ich benutze derzeit eine Packung von Sarotti – die gibts im Supermarkt für um die 1,30€
*die Farbe eignet sich für dunkles Haar viel besser als weißes Trockenshampoo oder Haushaltsmittelchen wie z.B. Maisstärke oder Mehl
*es riecht nach Kakao
Nachteile der Methode:
*egal welches Trockenshampoo man benutzt, es lagert sich immer ein wenig auf der Kopfhaut ab. Wenn man sich dann mal kratzt hat man sofort sehr dreckige (weil eben dunkles Kakaopulver) Fingernägel
*wie jedes Trockenshampoo rieselt es auch beim Kakao mal daneben auf die Schultern, ins Waschbecken, auf den Boden – der Kakao fällt natürlich optisch eher auf und wenn er sich mit Wasser vermischt gibt es braune Wasserflecken
*man hat den Kakao natürlich wie jedes Trockenshampoo im den Haarbürsten, außerdem verschmutzen die Handtücher eher
*es riecht nach Kakao – jaaaaa das kann auch ein Nachteil sein. Während ich den Geruch schön finde, beschwert sich der Herzensmann beim kuscheln gerne darüber das mein Kopf so nach Schokolade riechen würde ;)
Für mich persönlich überwiegen die positiven Aspekte, ich werde beim Kakao bleiben. Ablagern tut sich jedes Trockenshampoo irgendwie irgendwo und ich habe lieber ein bissel Kakao im Waschbecken als eine feine weiße Staubschicht über die ganzen Badezimmermöbel verteilt wie es bei bei der regelmäßigen Anwendung von No Drought der Fall ist. Kostenersparnisse und Optik überwiegen eindeitig gegenüber den Nachteilen.

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