{Buchrezension} Frühjahrskur mit heimischen Wildpflanzen

Diese Woche gibt es tatsächlich noch eine zweite Buchrezension. Diesmal geht es um das Buch „Frühjahrskur mit heimischen Wildpflanzen“ von Siegrid Hirsch.
Nach dem Selbstversorger Buch war ich so berauscht vom Thema „Wildkräuter“, dass ich durch Zufall dieses schöne Büchlein entdeckt habe und es sogleich in meinem Bücherladen bestellen lies.
Siegrid Hirsch bringt uns in diesem Buch zehn Wildkräuter näher, die sich perfekt für eine Reinigungskur im Frühjahr eignen. Anstatt auf Fasten, Detoxen und andere Maßnahmen zurückzugreifen, zeigt sie andere, neue -oder sollte man vielleicht eher sagen alte Wege auf, unserem Körper nach einem langen Winter etwas gutes zu tun.
Nach der langen Zeit der eher einseitigen Ernährung, einem Mangel an frischer Luft, Bewegung und Licht, fehlt es vielen Menschen an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Eine drei- bis sechswöchige wöchige Kur schafft Abhilfe gegen Frühjahrmüdigkeit, stärkt den Kreislauf, strafft das Bindegewebe, regt die Verdauung und Entgiftung an, scheidet Schlacken aus, weckt die Lebensgeister.
Auf den ersten Seiten des Buches berichtet Frau Hirsch über die Bedeutung des Frühjahrs und verschiedener Wildpflanzen für unsere Vorfahren, sie erläutert Bräuche und Traditionen der Frühjahrskur mit unseren heimischen Wildpflanzen.
Im Verlauf des Buches gibt es ausführliche Kapitel über folgende Wildkräuter, ihre Verwendung, Inhaltsstoffe und Wirkungen, sowie Brauchtum, Überlieferungen und Rezepte:

  • Bärlauch
  • Hängebirke
  • Brennnessel
  • Brunnenkresse
  • Gänseblümchen
  • Gundelrebe
  • Löwenzahn
  • Schafgarbe
  • Scharbockskraut
  • Spitzwegerich

Je nach Pflanze empfiehlt Frau Hirsch verschiedene Einnahmemöglichkeiten, als Tee,  Frischpflanzensaft, Grüngetränk, Smoothie, Kräutersuppe, Salat oder Gemüse.
Sie gibt Empfehlungen zur Verzehrmenge und weist darauf hin, dass man auf seinen Körper hören soll, lieber Anfangs etwas weniger als zu viel einer Pflanze kosten solle. Vielleicht, so schreibt sie, sind wir an die starken Seelen- und Wildkräfte mancher Wildpflanzen nicht gewöhnt.
Täglich sollte man eine oder mehrere Zubereitungen aus den Frühjahrs- Wildpflanzen zu sich nehmen. Schön ist dabei, dass sich die Pflanzen in die gewohnte Ernährung integrieren lassen und man seine Ernährung nicht für die gesamte Zeit völlig umkrempeln muss.Auch hat man die Wahl ob man die ganze Kur über nur eine Pflanze zu sich nehmen möchte, oder verschiedene. Alle Pflanzen kann man miteinander mischen.
In den letzten Kapiteln gibt es eine Auswahl weiterer Wildpflanzen die für eine Frühjahskur geeignet sind,  Tipps für die Ernährung während der Kur sowie die Beschreibung einer speziellen „Knospenkur“.
Pflanzen wie Löwenzahn, Gänseblümchen und Brennnessel sind leicht zu finden und in größeren Mengen verfügbar. Natürlich ist darauf zu achten diese nicht auf einer Verkehrsinsel zu pflücken oder an anderen mit Umweltgiften belasteten Plätzen.
Das Buch ist ansprechend illustriert, enthält viele farbige Fotos sowie schöne Zeichnungen.
Ich freue mich schon sehr auf die ersten Wildkräuter und meine eigenen Erfahrungen mit der Frühjahrskur. Ein Buch das ich jedem empfehlen kann der sich etwas Gutes tun und in Kontakt mit unseren einheimischen, kraftvollen Wildkräutern treten möchte.

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