Den perfekten Matcha finden

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Matcha ist spätestens seit dem großen Erfolg von Attila Hildmann in aller Munde. Selbst in geläufigen Coffeeshop Ketten werden  immer wieder Matcha Getränke in diversen Variationen von heiß bis eiskalt angeboten. Matcha gehört in einigen Kreisen schon fast zum guten Ton und selbst Biomärkte ziehen mittlerweile mit und bieten zumindest eine Sorte in ihrem Teesortiment an.

Tatsächlich ist Matcha ein kleines Wunderwerk. Er gehört zu den seltensten und hochwertigsten Teesorten der Welt. In einem schonenden Prozess werden die Blätter des grünen Tees zu einem sehr feinen Pulver zermahlen und diese Substanz hat es wirklich in sich. Matcha ist ein belebendes Getränk, denn er enthält mehr Koffein als Kaffee, wobei es in diesem Fall viel besser verträglich ist für den Körper. Ich selbst habe einige Tage gebraucht um mich von Kaffee auf Matcha umzugewöhnen da dieser nicht so schnell und stark putscht. Dafür hält die Wirkung viel länger und ich erlebe kein Tief wie nach dem Kaffeekonsum der mich dazu verleitet noch eine Tasse zu trinken um auf dem richtigen Level zu bleiben.
Da wir beim Matcha nicht nur einen Auszug aus den Teeblättern zu uns nehmen punktet er natürlich auch im direkten Vergleich mit gewöhnlichem Grüntee. Er enthält über das hundertfache mehr an Antioxidantien, sehr viel Eisen, einen hohen Gehalt an Oxalsäure und ist eines der Lebensmittel mit dem höchsten ORAC (Oxygen Radical Absorbance Capacity) Wert das wir kennen. Außerdem liefert er uns jede Menge Vitamine, Beta Karotin, Chlorophyll, Calcium, Proteine, und Kalium.

Matcha soll uns nicht nur wacher machen, man sagt ihm nach er helfe ebenso gegen Stress, verjüngt und erhalte unsere Gesundheit, fördere die Konzentration und Lernfähigkeit, ja er schütze uns sogar vor Alzheimer, Krebs und anderen Erkrankungen.
Dabei sind die Anwendungsgebiete des Matcha anscheinend schier grenzenlos. Von klassischen Teeaufguß über Kuchen, Eis, Pralinen, Kekse, Smoothie und Saftzusätze,Puddings, Müsli, im Porridge, sogar äußerlich wird er wohl von dem ein oder anderen angewandt. Bei Teatox & You gibt es einen schönen Matcha Ratgeber mit vielen Rezeptideen.

Wenn wir uns dem Matcha zuwenden steht vielen vor allem eines im Weg – sein Geschmack. Gewöhnlich wird er beim ersten Verkosten von vielen als „nach Gras oder Heu schmeckend“ beurteilt. Tatsächlich gibt es beim Matcha Tee aber sehr große Geschmacksunterschiede die mit seiner Herkunft und Qualität zu tun haben. Der Großteil der Matcha Produktion stammt aus Japan, allerdings gibt es auch einige Matchas aus China. Diese sind in der Regel generell geschmacklich viel kräftiger und bitterer als die japanischen Sorten. Aber auch im japanischen Sortiment gibt es große Unterschiede. Nicht umsonst gibt es viele verschiedene Sorten und ein größeres Preisspektrum von ungefähr 10 bis 100€. Bei manchen Anbietern wie zum Beispiel AIYA gibt es neben Matcha extra zum kochen und backen auch „Anfänger Matcha“ zum Kennenlernen. Der Sinn dahinter ist es nicht allzu tief in die Tasche zu greifen um sich erst einmal mit dem Geschmack von Matcha vertraut zu machen.

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Mein erster Matcha den ich mir vor 2 oder 3 Jahren gekauft habe war ein großer Beutel Matcha Tee aus China. Heute verwende ich ihn nur noch zum kochen und backen denn der Geschmack pur als Tee ist wirklich ungenießbar. Während billige Sorten oft sehr kräftig und bitter schmecken finden wir in den mittelklassigen und hohen Preissegmenten Matcha mit einer wirklich leckeren, zarten und stellenweise sogar süßen Note. Schon an der Optik lassen sich Qualitätsunterschiede feststellen. So ist Matcha von geringer Qualität oft geldblich, gräulich und allgemein eher blasser während eine kräftige grüne Farbe für eine gute Qualität spricht. Auch die Konsistenz ist unterschiedlich, mein billig Matcha ist eher grob und fest während der hochwertige ein wirklich hauch fein gemahlenes Pulver ist.

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Wer Matcha lieben lernen möchte dem sei geraten sich nicht an allzu billigen Versionen zu versuchen. Natürlich möchte man nicht unbedingt 20€ und mehr zahlen für ein Produkt das man vielleicht einmal und nie wieder nutzt. Die Wahrscheinlichkeit das euch Matcha nicht schmeckt ist jedoch um ein vielfaches höher wenn ihr zu minderer Qualität greift.
Ich bin damals glücklicherweise am Ball geblieben obwohl ich meinen Matcha zum abgewöhnen fand. Ich gewöhnte mir an ihn mit viel Pflanzenmilch zu mischen, Agavendicksaft zuzugeben, experimentierte mit kalten und warmen Varianten, mischte gemahlene Vanille unter, gab ihn in Säfte und Smoothies. Irgendwann war ich es leid, ich wollte endlich etwas hochwertigeres kaufen. Also testete ich mich durch einige Sorten im mittelklassigen Preisbereich von 19-30€.
Meinen perfekten Matcha habe ich schlussendlich bei Sunday gefunden. Die Sorte Shingetsu hat nicht nur ein Bio Siegel, sie schmeckt einfach richtig gut. Matcha gehört für mich eindeutig zu den Lebensmitteln an deren Geschmack ich mich generell erst einmal gewöhnen musste. Heute liebe ich den feinen Geschmack von guten Sorten sehr. Ich trinke jeden Morgen eine Schale Matcha Tee nur mit einem Schuss Mandelmilch, ohne Süßstoffe und andere Zusätze. Der Matcha ist mild und leicht. Es lohnt sich nach dem richtigen Matcha zu suchen, ihn zu finden und seinen Alltag damit zu bereichern.

 

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