{DIY} Fake-Dreads einflechten

Schon seit meiner Jugend träume ich hin und wieder davon, Dread Locks zu haben. Ich mag Dreads. Nicht alle, nicht bei jedem. Aber schöne, lange, dünne, gepflegte und gleichmäßig gerarbeitete Dreads finde ich wundervoll. Trotzdem habe ich den Schritt zu Dreads nie gewagt. Weil ich mir nie sicher war – steht mir das? Weil ich ziemlich dünne Haare habe und da immer die Angst war nachher nur 10 oder 15 Dreads über den ganzen Kopf verteilt zu haben. Weil die Haare beim verfilzen stark einkürzen und ich selbst bei über schulterlangen Haaren nachher ziemlich kurze Stummel hätte. Letztendlich natürlich vor allem weil Dreads keine Entscheidung für zwischendurch und mal eben sind. Wenn man einmal Dreads hat ist es nicht so leicht diese wieder loszuwerden und zu seiner gewohnten alten Haarpracht zu kommen. Im schlimmsten Fall müssen die eigenen Haare bis auf ein paar Zentimeter ab.

Aber welch Glück – wer sich nicht zu dauerhaften echten Dreads überwinden kann, der hat die Möglichkeit sich falsche Dreads einzuflechten.

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Benötigtes Material:

  • eine gute Freundin/Freund die sich ein paar Stunden Zeit nimmt und sich die Mühe macht die Dreads einzuflechten
  • ein Stilkamm
  • kleine Mini Haargummis (bekannt als Rasta- oder Dreadgummis)
  • Haarklammern
  • Dreads*

*die Dreads die ich verwendet habe sind selbstgefilzte Dreads aus Wolle. Eine vegane Alternative wären Dreads aus synthetischem Haar. Es gibt diverse Farben, Längen, Dicke etc. Eine gute Übersicht zum Thema „Welche Dreads passen zu mir“ findet ihr hier. Je nach eigenem Haar, Vorlieben und Dreads braucht man 35-90 Stück für den ganzen Kopf. Ich hatte 70 Dreads geflizt und beim ersten Mal 46 Stück verbraucht. Im nächsten Jahr haben wir es geschafft alle 70 Dreads einzuflechten.

Durchführung: 

  • Haare hochstecken
  • mit dem Stilkamm am untersten Haaransatz eine schmale Partie abteilen
  • in dieser Partie einzelne Strähnen abteilen
  • die Dreads werden bei dieser Methode zwar doppelt genommen, aber nur eine Seite des Strangs wird eingeflochten. Die Mitte des Dreads klippt ihr mit einer Spange oberhalb der Haarsträhne an. Die untere Partie wird nun möglichst nah am Haaransatz und sehr fest mit der eigenen Haarsträhne verflochten. Ein Flechtstrang bildet der Dread, die anderen zwei die eigenen Haare.
  • Geflochtenen Strang am Ende des Eigenhaars mit einem Minigummi fixieren
  • Haarspange lösen und zur nächsten Strähne übergehen
  • von unten nach oben über den ganzen Kopf hocharbeiten
  • Wichtig: Möglichst schmale Partien abteilen und möglichst kleine Strähnen mit den Dreads verflechten, so bringt man mehr Dreads auf dem Kopf unten und hat ein schöneres, volleres Endergebnis

Die Haare können wie gewohnt 1-2x pro Woche gewaschen werden. Falls man das Shampoo schlecht verteilt bekommt auf dem ungewohnt volumenösen Kopf, kann es helfen das Haarwaschmittel verdünnt mit einer Sprühflasche aufzutragen. Leider trocknen Dreads aus Wolle nur sehr langsam und sind auch sehr schwer auf dem Kopf wenn sie mit Wasser vollgesogen sind. Ich bin beim zweiten Mal als ich die Dreads eingeflochten hatte dazu übergegangen die Längen zusammen zu binden und beim waschen hoch zu halten. Das Wasser habe ich gezielt nur über die Kopfhaut/Ansätze laufen lassen. Somit wärscht man die Haare und Kopfhaut aber die Längen der Dreads saugen sich nicht so sehr mit Wasser voll. Auf dem neuen Haar zu schlafen kann Anfangs sehr ungewohnt sein. Es soll helfen sich eine Strumpfhose über das Haar zu ziehen wenn man sich sonst Nachts in den Dreads verfängt.

Die Dreads können bis zu 6 Wochen im Haar verbleiben. Manche lösen sie schon eher wieder heraus weil natürlich der Ansatz wächst und das evtl. nach 2-3 Wochen schon nicht mehr gefällt. Zum Herauslösen Haargummis mit einem Fadentrenner oder einer feinen Schere zerschneiden, Flechtwerke öffnen, Haare durchbürsten.

Auf Stylingprodukte wie Haarsprays, Wachs und Gel sollte während der Dreadphase verzichtet werden. Die Dreads sind wiederverwendbar.

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