Garten Update

Garten Sämerei

Die Gartenzeit beginnt dieses Jahr auf Grund der milden Temperaturen ja schon sehr früh. Daher war ich Anfang der Woche im Baumarkt und habe unsere Ausrüstung aufgefrischt. Außerdem gab es eine ganze Menge neue Samen, einige hatte ich schon vor einiger Zeit gekauft oder bestellt. Während der Liebste sich dran macht die Terassenfugen von Wildkräutern zu befreien, nutze ich einen sonnigen warmen Tag um Anzuchterde in unzählige kleine Töpfe zu verteilen und Gemüse wie Zucchini, verschiedene Gurkensorten, Mangold, Salate, Kapuzinerkresse und Co vorzuziehen. Dieses Jahr landen auch viele Blumensamen in den Vorkulturtöpfchen, unter anderem Strohblumen, Jungfern im Grünen, Lupine, Fuchsschwanz und Schleierkraut. Direkt ins Beet kamen ein paar winterharte Stauden und Blumenzwiebeln, sowie Salatrauke, Spinat und Pflücksalat.

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So sieht das Ganze dann im Wohnzimmer aus, der neuen Kinderstube meiner Schützlinge. Nun werden sie schön feucht gehalten und dürfen warm und sonnig stehen um später groß und stark zu werden. Die ersten Keimlinge habe ich schon vor ein bis zwei Tagen entdeckt. Unser Vermieter war so nett und hat mit angepackt um unseren Garten etwas zu entrümpeln. Als wir Anfang letzten Jahres hier eingezogen sind lag das Gartengrundstück ziemlich brach. Es schien uns nicht so als hätten die Vormieter sonderlich viel Wert auf einen schönen Garten gelegt sondern stattdessen nur das nötigste getan. Viel war verwildert, der Kompost unter einem riesigen Haufen Holzschnitt und Unrat vermodert, im Schnellkomposter fand ich Spielzeug, Tonblumentöpfe, Plastikreste, ein Holzvogelhäuschen und anderen Müll. Zu unserem Gartengrundstück gehört auch eine große wild aussehende Brombeerhecke. Zumindest glaube ich das es sich einmal um eine Hecke gehandelt haben muss, mittlerweile war daraus eine riesige Brombeerfläche entstanden. Dornröschen hätte sich keinen besseren Schutzwall wünschen können. Es handelt sich um eine besonders dornenreiche, pieksige und unangenehme Beerensorte deren Ertrag im Herbst verschwindend gering war – ganz davon abgesehen das man überhaupt nicht zu den meisten Beeren vor kam. 95% des Gestrüps bestand aus altem, vertrockneten Geäst. Also zückte unser Vermieter vor ein paar Tagen sein Gartenwerkzeug und macht die Brombeeren dem Boden gleich.

Brombeerhecke mittig rechts im Bild letztes Jahr
ein Stück der Brombeerhecke mittig rechts im Bild – letztes Jahr

Garten
Garten – neue Ausblicke

Jetzt ist das Gartengrundstück nicht nur erstaunlich größer geworden, es gibt auch einen wundervollen Blick auf die umliegenden Berge und Hügel frei. Wir haben schon begonnen ein paar besonders große Wurzelknollen auszubuddeln, wissen aber das es einen jahrelangen, harten Kampf bedeuten würde um der schnell nachwachsenden Brombeeren Herr zu werden. Wir wollen daher versuchen sie erst einmal mehr Richtung Grundstücksgrenze zu drängen und Platz zu machen für weitere Obststräucher. Außerdem müssen wir uns etwas einfallen lassen um unseren Garten jetzt vor den hungrigen Rehen zu schützen die des Nachts gerne rund ums Haus äsen.

 

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