Honour your Womb Teil 2 – Selbstliebe im Alltag

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Im zweiten Teil der „Honour your Womb Serie“ möchte ich dir verschiedene weitere Wege zeigen, wie du deinen Mutterleib ehren und wieder in Kontakt mit ihm kommen kannst. Natürlich gibt es abgesehen vom Ritus des Mutterleibes noch viele andere Möglichkeiten, auch ohne Hüterinnen in diesen Kontakt zu kommen. In den nächsten Wochen wirst du bei mir einige Rituale und Segnungen finden die du selbst, ganz für dich, oder wenn du magst im Kreis von Freundinnen und Schwestern zelebrieren kannst. Wir werden über unser Mondblut sprechen, über die Heiligkeit unseres Zyklus und wie wir uns während unserer Drachenzeit gut tun können.
Heute beschäftigen wir uns vor allem mit Alltags-Fertigkeiten. Wie schaffe ich es überhaupt, mich wieder liebenswürdiger zu behandeln, achtsamer mit mir und somit auch mit meiner Gebärmutter umzugehen.
Fernab von Ritualen, Zeremonien, Räucherstäbchen und Salbungen gehen wir heute unserem Schmerz und unserer Ablehnung auf den Grund. Vielleicht fällt es dir schwer dich überhaupt darauf einzulassen, eine nähere Beziehung zu deinem Mutterleib und deiner Weiblichkeit einzugehen. Allein der Gedanke an Gebärmutter, Bäuche, Fortpflanzungsorganen oder Genitalien mag für dich eher abstoßend oder mindestens befremdlich sein. Doch du bist eine Frau, eine Frau so voller Leben und Liebe, voller Abenteuerlust, Leidenschaft und Freude. Warum auch immer du traurig, schüchtern oder ängstlich bist, tief in dir sitzt diese Kraft uns dein Mutterleib heilig und in seiner Essenz vollkommen heil und vollständig. Mit ihm in Kontakt zu kommen, ihn zu würdigen, dich wieder als das zu spüren was du bist – eine wunderschöne Frau, fähig Freude, Kreativität, Lachen und Leben zu gebären – wird dir helfen all deine schönen Seiten wieder zu spüren und mit der Welt zu teilen. Dein Körper ist ein Tempel und dein Mutterleib ist der Raum, in dem sich das Heiligtum deiner weiblichen Essenz, deiner Sexualität und deiner Wonne befindet.

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Frieden mit mir schließen

Zu aller erst ist es wichtig, Frieden mit dir zu schließen falls du stark ablehnende Gefühle gegenüber deiner Gebärmutter oder auch nur gegenüber deinem Bauch hast. Das ist nicht unbedingt einfach und kann ein langer, stellenweise schmerzhafter Prozeß sein.

Wichtig: Bei sehr tiefgreifenden traumatischen Erfahrungen wie zum Beispiel sexuellem Mißbrauch, kann es nötig sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ich kann dir auch keine allgemeingültige Empfehlung geben, ob du dich zum momentanen Zeitpunkt überhaupt mit deinem Trauma auseinandersetzen und es wie man so schön sagt „aufarbeiten solltest“, oder ob es nicht besser ist diesen Prozeß noch ruhen zu lassen und dich erst einmal allgemein zu stabilisieren.

Bei weniger tiefgreifenden Erlebnissen aus der Vergangenheit, die dazu führen das wir heute keinen guten Kontakt zu unserer Gebärmutter haben oder unseren Bauch ablehnen, ist es ungefährlicher an diesen zu arbeiten.
Nehmen wir vielleicht zuerst deinen Bauch. Vielleicht gehörst du zum Großteil der weiblichen Bevölkerung die unzufrieden damit ist wie sie aussieht, die sich zu dick, zu dünn oder als zu schlecht proportioniert empfindet. Hier einige Ideen wie du ein positiveres Selbstbildnis stärken kannst.

Achtsamkeit im Alltag
Gehe im Alltag gut mit dir um! Damit meine ich – halte doch ab und zu einmal inne und überlege ob das was du gerade tust, wie du sitzt oder stehst, die Art deiner Kleidung, das Essen welches zu gerade zu dir nimmst usw. dir wirklich gut tun. Vielleicht trägst du eine enge Hose mit einem tiefen Bund weil du findest das du darin besser aussiehst, aber eigentlich ist sie furchtbar unbequem und du kannst sich damit kaum setzen.
Die Beine übereinander zu schlagen mag ein Automatismus sein, aber beim genaueren in dich hinein spüren merkst du, dass es viel bequemer wäre wenn du dich gerade hinsetzt und beide Füße auf den Boden stellst.
Du trinkst gerade deine dritte Tasse Kaffee, mehr aus Gewohnheit oder um zu kompensieren das du 3 Stunden zu spät ins Bett gegangen bist. Während du so darüber nachdenkst wird dir klar, dass sie dich eigentlich nur hibbelig macht und du sie nicht mit Genuß trinkst.
Wenn du Übung hast in dieser Art der täglichen Achtsamkeit, spezialisiere dich auf deinen Bauch. Wie fühlt dein Bauch sich momentan? Presst du ihn in eine Shape Wear Hose? Ziehst du ihn den ganzen Tag ein? Merkst du wie du eine komische Körperhaltung ein nimmst um ihn irgendwie zu kaschieren? Frage deinen Bauch was er sich wünscht, was ihm gut tun würde. Friert er vielleicht oder ist ihm kalt? Möchte er mal ungeniert einfach über dem Hosenbund hängen dürfen anstatt versteckt zu werden? Versuche, gut zu dir und zu deinem Bauch zu sein.

Selbstgespräche & positive Affirmationen
Wir führen sie alle, den ganzen Tag, in unserem Kopf: Selbstgespräche.
Doch anstatt diese per Autopilot laufen zu lassen, schalte dich doch ab und zu mal ins Gedankencockpit und lausche dem, was du da zu dir sagst.
Wie oft redest du schlecht mit dir? Wenn du ein Stück Kuchen siehst, sagst du dann zu dir: „Du bist schon fett genug“? Oder wenn du eine andere Frau siehst, geht dir vielleicht durch den Kopf „So gut würde ich auch gerne mal aussehen, aber das kann ich wohl vergessen.“
Was sagst du eigentlich deinem Bauch? Schimpfst du mit dir wenn du dich in deine Hose quetschst? Wenn dein Bauch durch Essen aufgebläht ist? Wenn er weh tut, du Menstruationskrämpfe hast, wenn du blutest anstatt einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand zu halten, du ihn im Spiegel siehst und Narben, schlaffe Haut oder Fett siehst?
Hör auf ihn zu beschimpfen. Sag ihm nette Dinge, sei dankbar. Streichel ihn und sende ihm positive, annehmende Gedanken. „Danke Bauch, dass du all diese faszinierenden, lebenswichtigen Organe beherbergst und ihnen Raum und die Unterstützung gibst.“
“Danke für meinen Zyklus, der mich mit den Zyklen der Natur und dieses Universums verbindet.“ „Danke für meine Blutung, die ein Zeichen meiner Fruchtbarkeit ist.“
Wie du mit Wut und Trauer umgehen kannst, erfährst du im nächsten Punkt.

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EmotionalKörper Therapie

Ein schöner Weg um mit aufkommenden Gefühlen wie Wut und Trauer umzugehen die die EmotionalKörper Therapie. Wann immer du ein Gefühl verspürst, sei es seelischer Natur – zum Beispiel Trauer – oder körperlich – zum Beispiel ein ziehender Schmerz, versuche dich zu entspannen. Sage der Empfindung: Ich spüre dich … & danke dir dafür das du da bist.
Oft verändert sich alleine schon durch die Anerkennung die Empfindung, der Schmerz verändert sich oder eine Emotion wandelt sich, sie kann auch schwächer oder intensiver werden. Vielleicht verbirgt sich hinter deinem Schmerz zum Beispiel Wut, hinter deiner Trauer Einsamkeit.
Wenn du weitergehen möchtest frag: Was kann ich für dich tun?
Stellen sie sich ihre Empfindung als etwas schönes vor, zum Beispiel ein Eichhörnchen, oder ein Plüschtier und bitte darum zu erfahren, was die Empfindung braucht. Möchte sie vielleicht selbst getröstet werden? Fühlt sie sich unverstanden oder mißachtet? Vielleicht weint dein Eichhörnchen, möchte in den Arm genommen, getröstet oder in den Schlaf gewogen werden. Vielleicht will es einmal bis auf Hochhausgröße anwachsen um dann Lebewohl zu sagen. Versuche immer lieb und freundlich gegenüber deinem Gefühl zu sein und ihm das zu geben, was es braucht.
Meistens können unangenehme Gefühle und Schmerzen damit schon transformiert werden. Falls du das Gefühl hast, noch weiter gehen zu wollen bleibt dir auch noch die dritte Frage, welche lautet: Möchtest du mir etwas sagen oder zeigen?

Durch die Arbeit mit der EmotionalKörper Therapie aktivieren wir unsere Selbstheilungskräfte, indem wir in Dialog mit unserem Körper gehen. Mehr Infos findet ihr auch auf der Seite EmotionalKörper Therapie oder im gleichnamigen Buch.

Spiegelarbeit
Stell dich vor einen Spiegel, blicke dir in die Augen und sag dir selbst: Ich liebe dich!
Klingt merkwürdig, fühlt sich meistens erst einmal blöd an, vielleicht sogar ganz unmöglich. Aber es hilft und es wirkt. Mache dies zu deiner täglichen Praxis, mindestens einmal Morgens oder Abends, vielleicht in Gedanken über den Tag verteilt wann immer du in einen Spiegel blickst, oder eine spiegelnde Scheibe.
Beziehe deinen Bauch mit ein, oder wenn du möchtest sogar deinen ganzen Körper. Stelle dich nackt oder bauchfrei vor einen großen Spiegel, lege deine Hände zärtlich auf deinen Bauch und sage deinem Spiegelbild: Ich liebe dich! Ich liebe dich, mein Bauch! Mein Bauch ist wundervoll! Mein Bauch ist perfekt, so wie er ist!
Lass es zu, wenn Emotionen in dir hoch kochen. Ablehnung, Widerstand, Wut, Trauer oder Verzweiflung. Du hast hier die Möglichkeit zu erfahren, was in dir vorgeht, welche Blockaden dich davon abhalten deinem Bauch Liebe zu schenken.

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Glaubenssätze
Woher kommen diese Blockaden eigentlich? Meistens haben wir irgendwann, irgendwo Glaubenssätze übernommen und zu unseren eigenen gemacht. Wir haben sie von unseren Eltern, Mitschülern, Freunden, Verwandten oder Fremden übernommen. Hier einige Beispielglaubenssätze:

Ich bin kompliziert.
Ich bin machtlos.
Ich bin nicht gut genug.
Ich bin nicht liebenswert.
Ich bin nicht mutig genug.
Ich bin nur im Weg.
Ich bin unfähig.
Ich bin ungeschickt.
Ich brauche eine Beziehung, um glücklich zu sein.
Ich brauche mehr Geld.
Ich brauche Sicherheit.
Ich bringe immer Unglück.
Das muss jetzt sofort klappen.
Das tut man nicht.
Das werde ich nie lernen.
Die Anderen denken schlecht über mich.
Die Anderen dürfen nicht mitkriegen, wie schlecht ich mich fühle.

Oder vielleicht:
Menstruieren ist mit Schmerzen und Unwohlsein verbunden.
Nur flache Bäuche sind schön.
Meine Genitalien sind hässlich.
Ich bin schlecht im Bett.
Männer finden mich unattraktiv.
Ich bin eine schlechte Mutter.
Eine Geburt ist das schlimmste was einer Frau in ihrem Leben widerfahren kann.
Ich werde niemals eigene Kinder haben.
Männer haben es viel leichter auf der Welt als Frauen.


Deine Glaubenssätze wirken immer, egal ob sie positiver oder negativer Natur sind. Um dich von der Wirkung der neg. Glaubenssätze zu befreien sind drei Schritte notwendig:

1. Erkenne deine Glaubenssätze
Finde heraus warum du dich in manchen Situationen schlecht fühlst, was du gerade gedacht hast, welcher Glaubenssatz hinter deinem Verhalten steckt. Gibt es Redewendungen die du zu deinen Glaubenssätzen gemacht hast? Z.B. „Eigenlob stinkt“
Verallgemeinerst du Dinge? „Irgendwas geht ja immer schief“, „Männer sind alle schlecht“
Schreib deine Glaubenssätze auf um weiter mit ihnen arbeiten zu können.

2. Realitätscheck – Überprüfe deinen Glaubenssatz
Beispiel: „Ich bekomme einfach nichts im Leben gebacken!“
Unsere Glaubenssätze bewirken, dass wir im Leben Erfahrungen machen, welche unsere Glaubenssätze bestätigen. So wirst du vielleicht immer wieder in Situationen versagen, einfach weil du der inneren Überzeugung bist, dass du im Leben nichts auf die Reihe bekommst.
Dinge die deinem Glaubenssatz widersprechen nimmst du wahrscheinlich gar nicht wahr. Überprüfe daher deinen Glaubenssatz: Gab es im deinem Leben wirklich nie etwas dazu du geschafft hast?
Sammel alle Erfahrungen die dagegen sprechen:

Du hast als Kind alle Schwimmabzeichen gemacht
Du hast die Schule gut abgeschlossen
Du hast Klausur XY geschafft
Du hast eine langjährige, tragfähige Beziehung
Du hast ein kreatives Hobby in dem du sehr talentiert bist usw.

Dir fällt nichts ein? Frag deine Freunde, was kannst du gut? Was hast du alles schon geschafft? Ein Blick von außen ist hilfreich.
Suche im Alltag ab heute nach Beweisen, dass dein Glaubenssatz falsch ist. Achte auf alles was du schaffst. Pünktlich aufstehen, der Einkauf, den Haushalt etc. ob im kleinen oder großen, finde Gegenbeweise.
Du wirst merken das dein Glaubenssatz nicht wahr ist, sondern nur ein falsch gewählter Glaube.

3. Schreibe deine negativen Glaubensätze um
In unserem Beispiel könnten alternative Glaubenssätze lauten:
“Ich habe schon so viel geschafft in meinem Leben, ich bekomme einfach alles gebacken“
“Ich schaffe alles was ich mir vornehme“
“Was mir wirklich wichtig ist, bekomme ich auch hin“

Natürlich gibt es noch viele andere Wege, Möglichkeiten und Therapieansätze um wieder zu mehr Selbstliebe und Akzeptanz zu finden. Es ist wichtig das wir unseren ganz ureigenen Weg finden um mit unserer Weiblichkeit, unserem Körper und schlussendlich mit unserer Gebärmutter Frieden zu schließen.

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Pictures: Selflove : WildWomanSisterhood : sacred Body Temple : Womb Mandala : sacred womb

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