Ideenwerkstatt September – Kokosöl

kokosöl

Nachdem ich letzten Monat etwas verhuscht war und das Ideenwerkstatt-Thema des Septembers vorgezogen habe – nämlich etwas über Brennesselsamen zum Thema Wild- und Heilkräuter anstatt etwas rund um Schönheit und Kosmetik – hole ich jetzt das Augustthema nach. Das heißt für alle die diesen Monat an der Ideenwerkstatt teilnehmen wollen: Das September Thema lautet Wild- und Heilkräuter! Lasst euch nicht durch meinen Beitrag zu Schönheit und Kosmetik verwundern.

Generell bin ich durch meinen Englandausflug nach Glastonbury diesen Monat zu spät dran, aber ich wollte das ganze natürlich nicht ausfallen lassen und schiebe den Beitrag jetzt schnell nach. Wer von euch mitgemacht hat oder noch etwas beisteuern möchte (die Frist verlängert sich durch meine eigene Verzögerung bis zum 5.10.) darf seinen Beitrag gerne unten verlinken.

Ich möchte im Rahmen des Themas Schönheit und Kosmetik ein bisschen über meinen momentanes Allround-Talent sprechen: das Kokosöl. Ich benutze Kokosöl schon lange sowohl in der Küche als auch im Badezimmer. Durch eine Freundin bin ich noch einmal verstärkt auf das Thema aufmerksam geworden da sie mir zum Geburtstag Kokosöl schenkte und mir noch ein Buch über selbiges überreichte.

Neben seiner positiven gesundheitlichen Wirkung durch innerliche Anwendung ist Kokosöl auch äußerlich sehr vielseitig einsetzbar. Man spricht ihm antibakteriellen, antiviralen und fungiziden Wirkung zu, es strotzt nur so vor Laurinsäure und gesättigten Fettsäuren und soll bei regelmäßiger Anwendung das Hautbild verbessern, Zeichen der Hautalterung mindern und insgesamt dafür sorgen das unsere Haut geschmeidig und zart wird. Kokosöl hat den Vorteil das es sehr schnell einzieht und keinen öligen Film auf der Haut hinterläßt. Allerdings sollte man es sparsam anwenden und lieber noch einmal nachlegen. Es ist deutlich spürbar das die Haut sich an Feuchtigkeit nimmt was sie braucht indem das Öl sehr schnell absorbiert wird, wenn aber zu viel aufgetragen wurde bleibt ein fettiger Film zurück den die Haut nicht mehr aufnimmt.

Anwendungsmöglichkeiten:

Gesichtscreme: Ich benutze seit einiger Zeit jeden Morgen und Abend reines Kokosöl anstelle einer Creme. Einfach nach der Gesichtsreinigung einige Tropfen Öl mit den Fingerspitzen in die Haut einmassieren. Wieviel Öl du brauchst ist abhängig davon wie trocken deine Haut ist. Kokosöl soll ausgleichend wirken, es hilft sowohl gegen Pickel und Unreinheiten als auch gegen schuppige, trockene Hautareale und Falten.

Bodylotion: Anstelle von Lotions einfach eine größere Menge Kokosöl in die Hand geben und auf dem ganzen Körper verteilen. Zieht super schnell ein und pflegt hervorragend. Besonders trockene Stellen wie Ellbogen und Füsse freuen sich über die Extraportion Feuchtigkeit. Durch seine Inhaltsstoffe hilft Kokosöl ideal unseren durch Seife und Duschgel zerstörten Säureschutzmantel der Haut wieder herzustellen.

Zahnpasta: Kokosöl 1 zu 1 mit Backpulver gemischt ergibt eine kostengünstige Alternative zu herkömmlicher Zahnpasta. Aber Vorsicht bei dauerhafter Nutzung – Backpulver kann den Zahnschmelz angreifen.

Deodorant: Seit langer Zeit benutze ich schon die Deocremes von Wolkenseifen welche ebenfalls auf einer Basis von Kokosöl hergestellt werden. Wer mag kann sich aus Kokosöl, Natron, Maisstärke und ätherischem Öl seine eigene Deocreme kreieren. Naturliebhaber und Minimalisten setzen auf Kokosöl pur unter den Achseln.

After-Shave: Wenn ich nach dem rasieren von Achseln und Beinen keine Feuchtigkeitscreme einsetze, leide ich spätestens nach ein paar Stunden unter trockener, gereizter und spannender Haut oder unzähligen Rasierpickelchen. Kokosöl hilft wunderbar, hält die Haut geschmeidig und wirkt sich durch seine antibakteriellen Eigenschaften auch noch förderlich auf die Wundheilung bei eventuellen Schnitten aus.

Haar Supertalent: Kokosöl ist einfach super für Haare und Kopfhaut! Man kann einige Tropfen bei langem und eher trockenem Haar direkt nach dem Waschen in die noch feuchten Spitzen und Längen einmassieren oder eine Nacht bzw. einige Stunden vor dem Waschen eine größere Menge in die Haare einmassieren und sie dort als Kur einwirken lassen. Direkt in die Kopfhaut einmassiert soll es gegen Schuppen wirken, vor Haarausfall schützen und eine ausgleichende Wirkung haben. Kokosöl macht das Haar glänzend, geschmeidig und gepflegt.

Lippenpflege: Kokosöl anstelle von Lippenpflegestiften ausgetragen ist günstig, schmeckt gut und schenkt unseren Lippen alles was es an Pflege benötigt. Bei rauen Lippen kann es helfen sie vorher ganz leicht mit einer weichen Zahnbürste oder einem feuchten Handtuch ab zu rubbeln.

Makeup Entferner: Meistens wasche ich mein Make Up mit Wasser und Seife ab, aber zu bestimmten Anlässen trage ich zum Beispiel wasserfeste Wimperntusche. Da muss ein Make Up Entferner her – Kokosöl reinigt und pflegt gleichermaßen unsere Haut, ganz ohne chemische Zusatzstoffe.

Peeling: Einfach etwas Kokosöl mit grobkörnigem Meersalz oder Kaffeesatz gemischt und ab geht die Rubbelei unter der Dusche. Während Salz oder Kaffee abgestorbene Hautschüppchen entfernen und die Durchblutung unserer Haut ankurbeln pflegt das Kokosöl erspart und das spätere eincremen.

Let the Sun shine: Kokosöl soll einen natürlich und effektiven Sonnenschutzfunktion haben, ich würde mich aber nicht darauf verlassen und Kokosöl anstelle von Sonnenmilch anwenden wenn ich vorhabe mich an den Pool in die Mittagssonne zu lege. Es ist allerdings kein Geheimnis das wir uns generell vor direkter Sonneneinstrahlung schützen sollten und es gut ist immer einen gewissen Sonnenschutz auf unserer Haut zu tragen. Da kann Kokosöl nicht schaden. Noch dazu ist es durch seine kühlende Wirkung ein ideales After-Sun Produkt das unserer sonnengestressten Haut hilft sich zu erholen und zu regenerieren.

Narbenpflege: Kokosöl soll nicht nur helfen Narben in Form von Dehnungsstreifen zu vermeiden, es verbessert ebenfalls das Erscheinungsbild bereits bestehender Narben. EInfach 2-3x täglich auf die betroffene Stelle auftragen.

Massage: Kokosöl pur oder als Basis für ätherische Öle oder pure Vanilledient sehr gut als Massageöl.

Kokosöl eignet sich für jeden Hauttyp und wird auch bei empfindlicher Haut, Allergien und Hauterkrankungen empfohlen. Verglichen mit anderen Produkten und im Hinblick auf seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist es extrem kostengünstig. Wichtig ist das ihr ein qualitativ hochwertiges Öl benutzt. Es sollte kalt gepresst sein und wenn möglich von biologischer Qualität. In einem der Bücher die ich über Kokosöl gelesen habe, wird empfohlen ein Öl zu benutzen das man auch verzehren würde. Jedes Kokosöl unterscheidet sich leicht von anderen hinsichtlich seines Geruchs. Es gibt Öle sie sehr intensiv oder nur ganz dezent nach Kokosnuss riechen. Ich würde außerdem Kokosöl aus einem Glasbehälter dem einer Plastikbehältnis vorziehen. Kokosöl schmilzt erst ab einer Temperatur von 24°C, vorher ist das Kokosfett fest und weiß während es als Öl durchsichtig ist. Daher empfiehlt sich ein Glas oder Tiegel mit einer großen Öffnung. In unserem Bad ist es meistens etwas kühler, daher Kratze ich immer etwas Fett aus meinem Tiegel und lasse es in der Handfläche, zwischen den Fingern oder direkt auf der Haut schmelzen. Für mich läßt sich das Öl so ideal dosieren, wohingegen Kokosfett in Flaschen mit dünnerem Hals den Nachteil hat diese immer erst im Wasserbad erhitzen zu müssen um an flüssiges Öl zu gelangen.

Habt ihr auch Beiträge zur Ideenwerkstatt im September? Dann tragt euch hier ein:

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2 Kommentare
  1. Kokosöl sagte:

    Hallo Karmi,
    das Kokosöl sehr vielseitig einsetzbar ist wusste ich ja, aber das mit der Narbenpflege ist mir neu. Ich wurde gerade frisch operiert und werde es jetzt mal testen. Danke für den Tipp! Grüße Uli

  2. Frederike sagte:

    Ich benutze Kokosnussöl erst seit diesem Sommer und bin gerade total platt, dass man es für so viele tolle Zwecke verwenden kann! =D
    Danke für die ganzen Tipps. Vor allem das mit den Haaren werde ich mal genau testen ^^
    Liebe Grüße
    Frederike <3

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