Irland Reiseempfehlungen

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Frische Luft strömt in meine Lungen, in meiner Nase der Geruch des Atlantiks. Meine Augen weiden auf grünen Hängen und saftigem Gras, in meinen Ohren hallt Ruhe und Klarheit wie man sie in Irland vielerorts findet. Ich gebe es gerne zu, ich liebe Irland von ganzem Herzen. Dieses Mal fiel mir der Abschied besonders schwer. Wir verbrachten eine kurze aber wie immer wundervolle Zeit auf der grünen Insel. An Hand meiner Erlebnisse gibt es heute einige Reiseempfehlungen für alle, die es auch nach Eiré zieht.

 

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Meistens besuchen wir die Gegend rund um Sligo im Nordwesten der Insel. In diesem Jahr war ich erstmals zu Besuch im Organic Center , County Sligo. Dort erwartet den Besucher eine groß angelegte Anlage mit Kräutern, Gemüse und Zierpflanzen, riesige Polytunnel, Heilkräuterbeete, einen permakulturellen Waldgarten und einigem mehr. Ein Cafe bietet leckere, größtenteils vegane und sogar glutenfreie, Speisen und Getränke. Unter anderem habe ich köstliche selbstgemachte Löwenzahn-Kletten Limonade probiert. Neben diversen Kursen und Lehrgängen kann man hier natürlich das Gelände besichtigen und im angegliederten Shop interessante Bücher, Biosnacks, tolle Samen und allerlei nützliches für den Garten erstehen. Auf den Fotos seht ihr mich gerade bei der Herstellung eines eigenen Seils bei Heritage Crafts Alive deren Betreiberin Steffi Otto anlässlich des Organic Center „Gardenday“ dort vertreten war.

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Nahe des Knocknarea in Sligo findet ihr die wundervolle Fairy Glen, eine alte Schlucht zwischen Küste und Inland, traumhaft grün bewachsen mit einem feuchten Klima, vielen Pflanzen, kleinen Rinnsalen und Wasserspielen an den Wänden. Egal ob zum sammeln von Wildkräutern, einem Treffen mit Lagerfeuer, einem verwunschenen Spaziergang oder zum Verstecken spielen: Die Fairy Glen ist immer einen Besuch wert. Gutes wasserdichtes Schuhwerk ist zu empfehlen denn manche Passagen sind nach starken Regenfällen regelrecht überschwemmt.

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Nicht weit vom Stadtzentrum Sligo findet ihr das kleine Surfmekka Irlands: Strandhill. An der malerischen Küste mit seinem beliebten Wellengang findet sich neben dem Seaweed Baths der Naturkosmetikmarke Voya eines meiner liebsten Cafés in Irland – das „Shells Café„. In modernem blau weißen Design mit einem verspielten Küstenflair werden leckere fish and chips Klassiker serviert, ebenso wie leckere hausgemachte Kuchen. Meine Wahl fällt in der Regel auf den vegetarischen Kichererbsenburger mit einer eisgekühten hausgemachten Limonade. Seit dem letzten Jahr schließt sich an das Cafe ein schöner kleiner Laden mit Dekoartikeln, Accessoires und allerlei leckeren Gewürzen sowie anderen Küchenutensilien an. Die Besitzer des Cafés haben übrigens schon zwei Bücher veröffentlicht – das Surf Café Cookbook welches ich nur wärmstens empfehlen kann und seit neustem das Surf Café Living: Eat, Live, Inspire.

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Wo wir gerade beim Thema „Meer“ sind – wer in Irland ist sollte sich unbedingt ein Mal näher mit Algen beschäftigen. Auf der grünen Insel findet man nicht nur verschiedenste tolle Algen-Naturkosmetikprodukte (meine Lieblingsmarke ist übrigens Algaran), viele der grünen Meerespflanzen sind auch noch essbar. Eine wunderbare Fundstelle bot uns ein Strand in der Nähe des Lissadell House in Sligo. Die Algen später mit Zwiebeln in der Pfanne angebraten, ein bisschen Brennessel und Mangold dazu und mit einem Schuß Frischkäse serviert: Perfekt! Auf dem obigen Foto erhascht man übrigens einen Blick auf die hellgrüne berühmte Spirulinaalge.

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Ebenfalls im wunderschönen County Sligo findet ihr das sogenannte Giants Grave oder auch den Court Cairn Tomb im Deerpark. Auf dem ca. 3,5km langen Rundweg vom Parkplatz aus findet sich eine wundervolle Flora und verträumte kleine Waldwege die sich zum Hügel hinaufschlängeln. Die neolithische Stätte ist ca. 5000 Jahre alt und hat eine ganz besonderen Aufbau. Ein Hof, vermutlich für Rituale genutzt, befindet sich zwischen den einzelnen von insgesamt drei Grabkammern und nicht wie bei neolithischen Grabstätten üblich davor. Um den Tomb herum erstreckt sich eine wundervolle Landschaft mit einer grandiosen Aussicht auf die umliegenden Berge und Täler.

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Dieses Jahr stand ein stets empfehlendwerter Carrowkeelbesuch auf dem Plan. Leider hatten wir dieses Mal typisch irisches Wetter, sobald wir auf dem Berg ankamen fing es an zu regnen. Durchnäßt und frierend bot sich natürlich ein sehr guter Grund direkt nach dem Besuch wieder in eines der wundervollen Cafés zu fahren um sich aufzuwärmen und zu stärken. Über Carrowkeel könnt ihr in einem meiner alten Beiträge lesen. Neu war mir die Höhle welche man hinter den Grabstätten findet. Dazu sollte man am letzten Cairn vorbeigehen, sich links haltend über den Zaun steigen und einfach gerade aus durch die Heidekrautlandschaft stapfen. Schon nach wenigen Metern tut sich im Boden ein großes Loch auf, welches beim Abstieg mit einer kleine Höhle und üppiger Vegetation überrascht.

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Erstmals mit eigenem Mietwagen mobil, fuhren wir auf dem Rückweg zum Flughafen am Boyne Valley vorbei und besuchten Irlands berühmteste neolithische Grab- und Kultstätte New Grange. Diese wunderschöne Gegend ist nur etwa 30-45 Autominuten von Dublin entfernt und bietet eine Landschaft mit 37 alten Tombs, darunter zwei restaurierte Grabstätten welche man in Führungen besichtigen kann. Die Größe und Präzision von New Grange ist wirklich beeindruckend. Im Inneren gibt es sogar eine kleine Light Show um einen Eindruck von dem Schauspiel hat welches sich jedes Jahr rund um die Wintersonnenwende am 21.12. abspielt zu vermitteln. Der goldene Strahl der aufgehenden Sonne fällt durch den 9 Meter langen Eingang bis hinein ins Grabinnere. Natürlich steht die Erdachse nicht mehr zu 100% an der gleichen Position wie vor den tausenden Jahren als New Grange gebaut wurde. Daher reicht der Lichtstrahl nur noch bis einen Meter vor die hinterste Grabkammer die er früher einmal ganz erhellt haben muss. Wer einmal dieses Schauspiel am eigenen Leibe erfahren will kann bei einer Lotterie mitmachen und einen der begehrten Plätze gewinnen um zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein zu dürfen. Natürlich muss dann nur noch das irische Wetter mitspielen.

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Zum Abschluss möchte ich noch von einem wundervollen 1. Mai berichten, denn an diesem Tag feierten wir die Namensgebung und das Weiheritual der kleinen Elfentochter von Aine und Diarmuid. Trotz regnerischem Wetter erlebten wir ein erwärmendes und rührendes Ritual an meiner lieblings Quelle in Irland. Danach gab es eine große Party mit vielen Freunden und Bekannten der kleinen Familie, sogar die Sonne schenkte uns ihre Strahlen und Wärme. Ein ganz unvergessliches Erlebnis!

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