Karmi goes to Ireland – Herb Walk

Gestern bin ich von meinem fünftägigen Ausflug zu Aine nach Irland zurückgekehrt. Das heißt, so ganz hier bin ich irgendwie noch nicht wieder, bzw. befürchte ich fast das ich nie wieder vollständig hier sein werde, weil ein Teil von mir gleich dort geblieben ist. Nach Irland zu reisen wünsche ich mir schon seit ca. 20 Jahren, von Kindheit an habe ich dieses Land geliebt und für mich ist wirklich ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Der Urlaub hat meine Erwartungen weit übertroffen, Irland hat mein Herz vom ersten Atemzug an erobert und ich habe mich 5 Tage lang gefühlt wie frisch verliebt. Noch dazu hatte ich das große Glück Aine meine Gastgeberin nennen zu dürfen, denn sie kennt Land und Leute, konnte mir viele wunderbare Ecken zeigen und unglaublich viel zu den Orten, ihren Mythen und Sagen erzählen. Wir haben uns wunderbar verstanden und hatten eine sehr schöne Zeit zusammen.
Nun könnte ich natürlich einen langen Eintrag zu meinem Irlandurlaub machen und euch einige der 450 dort enstandenen Fotos und Videos zeigen, aber ich möchte lieber das ein oder andere Erlebnis oder Thema einzeln aufnehmen und etwas darüber schreiben. Zum Anfang soll es um den Herb Walk gehen den wir am Samstag unternommen haben.
Dies ist Judith Hoad

„Judith Hoad MIAMH (hon),MIAMMH (Hon), Dip.Shen Tao, ITEC. Herbalist, Vibrational Medicine Practitioner (Shen Tao Acupressure, Flower and Gem Essences), Journalist (Organic Matters, Local Plant ) and Author of „Need or Greed, Our Practical Choices for the Earth“, “ This is Donegal Tweed“, “ Healing with Herbs“, „Hoad’s Herbals – Remedial Skin Creams – The Recipes“. Judith is currently writing a book about herbs and has nearly completed a manuscript on the topic of practical sustainability.“

Sie führte uns fast 3 Stunden durch den großen organic Garden an der Küste des Atlantiks. Wiederzugeben was sie alles zu den verschiedenen Kräutern erzählte würde natürlich den Rahmen sprengen. Aber einen Aspekt von dem sie berichtete fand ich besonders interessant, es ging um eine Art Vorahnung der Erde bzw. Natur was kommende Ereignisse betrifft. So finden sich wenn man es genau beobachtet vor Katastrophen wie z.B. Tschernobyl oder Fukushima, vor Kriegen usw. bestimmte Wildkräuter plötzlich in rauen Mengen in der Natur, es blüht überall an Stellen wo noch die Jahre zuvor nichts davon zu sehen war. Es ist als würde Mutter Erde uns die Pflanzen schenken die wir brauchen um zu heilen. Es lohnt sich also mit offenen Augen durch die Natur zu gehen und wenn uns auffällt das irgendetwas vermehrt wächst, nachzuschlagen wogegen dieses Kraut gewachsen ist, es könnte etwas mit dem zu tun haben was noch auf uns zukommt. Was im großen gilt, gilt natürlich auch im kleinen und manchmal finden wir vor unserem Haus genau die Pflanzen die wir benötigen um zu heilen oder uns zu stärken. -Mädelsüß in meinem Haar :)- Sehr gut fand ich auch ihre Tipps zur Aufbewahrung von Kräutern. Die empfiehlt einfach im Supermarkt dünne Papiertüten zu kaufen, die Kräuter dann kopfüber dort einzuhängen, oben zubinden und aufhängen. Die Tüten kann man dann entsprechend beschriften und nach ein paar Wochen sind die Kräuter getrocknet und können in Gläser umgefüllt werden. Alle Kräuter die uns im Sommer guttun und die im Winter nicht wachsen kann man zu einem Wintertee verarbeiten und die kalten Monate über täglich trinken. Dazu einfach alle getrockneten Kräuter mischen ;).
Will man Tinkturen herstellen empfiehlt Judith zusätzlich zum flüssigen Auszug noch das Zufügen von Asche. Dazu soll man die Kräuter auf einem kleinen Gasbrenner in einer Glasflasche erhitzen, sie fangen dann an zu qualmen und irgendwann nach einer Zeit (was bis zu zwei Tage dauern kann) hört der Rauch auf und übrig bleibt die reine Asche, diese soll man der Tinktur noch zufügen. Judith empfiehlt übrigens folgendes Buch (ihrer Meinung nach das beste auf dem Markt): Bartram’s Encyclopedia of Herbal Medicine

Augentrost

Dies ist übrigens wilder Sea Kale, den hat Aine am Strand geerntet. Beim pflücken soll man darauf achten nicht mehr als 2-3 Blätter pro Pflanze zu pflücken da er mittlerweile sehr selten geworden ist. Er hat eine starken Kohlgeschmack und kann auch ähnlich verwendet werden, z.B. für Rouladen, oder auch blanchiert als Beilage zu anderen Speisen.

Fotos von mir und Aine Juli 2011

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