Zwischen dem 20. und 23. September feiern wir das Schwellenfest Mabon, die Herbst-Tagundnachtgleiche. Dieser Zeitpunkt, benannt nach dem walisischen Gott Mabon, Sohn der Mutter- und Erdgöttin Modron und des Gottes Mellt (Blitz), liegt im Jahreskreis Ostara, der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche gegenüber. Beides sind Punkte der absolute Balance, Momente, in denen Licht und Dunkel ausgeglichen sind. Mabon markiert den Beginn des Herbstes und der dunklen Jahreszeit. Es ist das größte der keltischen Erntefeste, das zentrale Erntedankfest. Üppiges Essen, eine große Festtafel voller Schmaus und Trak stehen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Mutter Natur hat uns im Sommer reich beschenkt, nun werden die letzten Kräuter, Beeren, Pilze, Bucheckern, Nüsse und reifes Obst geerntet, verarbeitet und manches für den Winter haltbar gemacht. Für unsere Vorfahren war es eine bedeutende Zeit, das Überlegen in der dunklen Jahreszeit hing oftmals vom Ernteertrag des Sommers ab. Man nutzte dieses Fest auch um den Göttern an der eigenen Ernte teilhaben zu lassen und sie mit diesen Opfern milde zu stimmen, sowie um eine gute Ernte im nächsten Jahr zu bitten.

Der Sommer endet, die immer kürzer werdenden Tage werden nun spürbar dunkler Das Laub beginnt sich zu verfärben und von den Bäumen zu fallen, ein modriger Duft liegt in der Luft, kühlere Winde wehen und Morgens liegt oft ein Nebelschleier über dem Land. Es ist einer Zeit beginnender Einkehr, aber auch des festlichen, freudvollen Abschied Nehmens. Das zentrale Thema von Mabon ist die Dankbarkeit.