no poo – Haarwäsche mal anders – ein Selbstversuch


No Poo – keine Scheiße? Nein, hier geht es nicht darum auf Lichtnahrung umzusteigen und somit Kotabsetzungen zu vermeiden oder um Ärgernisse mit Hundehaufen auf Gehsteigen. Hinter „no poo“ steckt der Versuch deine Haare von „Shampoo“ fern zu halten und entweder komplett auf Zusatzmittel zu verzichten oder sich reiner Naturstoffe zu bedienen. Es gibt die Möglichkeit das Haar nur mit Wasser zu waschen und viel zu bürsten – um den Talg den unsere Kopfhaut produziert im Haar zu verteilen und es dadurch gesund und glänzend zu halten – oder aber auf Hilfsmittel wie Natron, Roggenmehl, Wascherde usw. zurück zu greifen. Nach einigen Wochen der Umstellung soll sich ein sehr positiver Effekt einstellen. Das Haar soll griffiger, glänzender und insgesamt gesünder aussehen, außerdem sollen sich die Abstände zwischen den Haarwäschen verlängern.
Ehrlich gesagt sind meiner bisherigen Versuche auf Shampoo zu verzichten alle kläglich gescheitert. Wascherde, Natron, Shikakai Pulver, selbst Haarseifen brachten mich zum verzweifeln. Meine Haare sind sehr dünn und fetten sehr schnell nach. Dank dem Einsatz von Trockenshampoo schaffe ich es mittlerweile meine früher täglich nötige Haarwäsche auf 3-4 Tage zu strecken.
Lasse ich Shampoo weg so waren die Haare nach dem waschen meistens einfach nur strähnig und fettig aus, fühlten sich außerdem irgendwie strohig an.
Seit einiger Zeit experimentiert Romy von Veganwitch mit no poo. Als ich letztes Wochenende bei ihr zu Besuch war, lies ich mir ein Glas ihrer Mischung ausreichend für ca. zwei Haarwäschen abfüllen. Sie erklärte mir nochmal genau wie ich vor zu gehen hatte und so wagte ich mich heute morgen an den Versuch. Romys Mischung besteht aus Roggenmehl, farblosem Henna, Heilerde, Bockshornklee, Amla, Aritha und Shikakai.
Meine letzte Haarwäsche mit Shampoo war vor 4 Tagen, das eh schon fettige Haar war zusätzlich noch mit Trockenshampoo und Haarlack versetzt. Ich duschte mir einmal die Haare ab um sie nass zu machen und trug dann mit einem Pinsel ähnlich wie beim Haare färben mit Henna die Paste auf welche ich mit Wasser angerührt hatte. Dabei bemühte ich mich vor allem die Ansätze zu bedecken und verteilte die Reste in den Längen. Ich massierte die so aufgetragene Masse mit den Fingern noch ein wenig ein, steckte mir die Haare hoch und wartete eine halbe Stunde bevor es unter die Dusche ans auswaschen ging. Ich spülte so lange bis mir das Wasser klar erschien, im Nachhinein stellte ich fest das ich noch länger hätte ausspülen sollen da ich noch einige Krümel in den Haaren hatte. Diese konnte ich aber problemlos aus dem trockenen Haare heraus kämmen. Zum Abschluss gab ich noch einen Liter saure Rinse mit Apfelessig über meine Haare, diese spülte ich nicht mehr aus.
Vom Ergebnis bin ich erst einmal positiv überrascht. Die Haare fühlen sich etwas merkwürdig an, griffiger und irgendwie ungewaschener als sie aussehen. Jedenfalls ist es nicht dieses „frisch gewaschen“ Gefühl was ich sonst habe wenn ich Shampoo benutze. Trotzdem sehen die Haare gut aus. Am Hinterkopf hatte ich nach dem waschen leider eine sehr fettige Partie, bestimmt habe ich dort zu wenig Waschmatsch verteilt. Mit ein wenig Trockenshampoo wurde das Problem gelöst. Auch der Pony brauchte einen Hauch vom Trockenshampoo nachdem ich das Glätteisen eingesetzt hatte. Davon fettet er sowieso schneller und wirkte gleich etwas strähnig.
Jetzt sehen die Haare gut aus, tatsächlich so gut das ich es auf einen weiteren Versuch ankommen lassen werde. Eindeutiger Nachteil ist der hohe Zeitaufwand, ich bin eher der Fan von „flux unter die Dusche und zackzack“. Merkt man Morgens das die Haare dringend gewaschen werden müssen kann man das nicht mal so eben machen. Natürlich bleibt auch ab zu warten wie schnell das Haar jetzt nachfettet. Hier das Ergebnis:

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