Ogham – Beithe / die Birke

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Seit Samhain 2015 beschäftige ich mich nach einigen Jahren wieder einmal eingehender mit dem Ogham – auch als keltisches Baumalphabet bekannt. Jeden Monat am Schwarzmond beginnend, nähere ich mich dem entsprechenden Oghamzeichen und dazugehörigen Baum an. In einer neuen Blogreihe möchte ich gerne über die verschiedenen Ogham-Bäume und ihre Bedeutung berichten. Den Anfang macht die Birke.

Sie ist ein faszinierender, wunderschöner Baum. Die silbrig-weiß glänzende Rinde der Birken ist unverkennbar. Viele kennen vor allem die Silberbirke, deren Äste – im Gegensatz zu denen der Moorbirke – wie langes Haar von ihrer Krone herab hängen und sind mit Blättern sowie grünen & braunen Kätzchen geschmückt sind.

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Buchstabe:
B
Irischer Name: Beithe
Heutige divinatorische Bedeutung: Erneuerung, Anfang, Reinigung, neue Ideen gebären, bevorstehendes Abenteuer, Selbstlosigkeit

Die Birke zählt zu den sogenannten Pionierbäumen,  sie siedelt sich auch auf kargen, nährstoffarmen Böden an und erschafft somit für andere Bäume neuen Lebensraum. Dabei opfert die Birke sich letztendlich oft selbst, da die anderen Bäume sie bald überragen und ihr Licht und Nahrung rauben. Übrig bleibt bis zum Schluss die unverwechselbare Rinde.
Das Holz der Birke eignet sich selbst im frischen Zustand Dank dem hohen Gehalt von Birkenteer zum Feuer machen, das Licht des Birkenfeuers ist besonders hell und leuchtend. Die Rinde wurde schon zu frühen Zeiten genutzt um schnell ein Feuer zu entfachen. Außerdem ist sie kälteabweisend und gut isolierend, enthält viel Vitamin C und Gerbstoffe.

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Heilträchtig und gesundheitsfördernd wirkt die Birke auf vielerlei Art. Früher aß man die Innenrinde wegen ihrem hohen Vitamin C Gehalt, aus den Blättern läßt sich Tee brauen, im Frühjahr kann man durch das Anstechen des Stammes pures Birkenwasser gewinnen. Letzteres erfreut sich seit einigen Monaten immer größerer Beliebtheit, in vielen Bioläden findet sich sogenannter Birkensaft in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Da die wenigsten von uns eine Birke im Garten haben um selber Birkenwasser zu gewinnen, ist dies eine willkommene und ganzjährig verfügbare Alternative. Die Wirkung der Birke ist blutreinigend, stärkend und spült Nieren und Blase. Vor allem im Frühling kann man sich die Kräfte der Birke zunutze machen und eine kleine Frühjahrskur einlegen. Dazu kann man sowohl Birkenwasser als auch Birkentee trinken, die ganz jungen, frischen Blätter eigenen sich auch als Salatbeilage.
Als Haarwasser kann die Birke helfen schuppige und juckende Kopfhaut zu beruhigen und schnellen nachfetten vorzubeugen. Von der Weleda findet man sogar Birkemassagenöl welches helfen soll die Haut zu straffen und Cellulitis zu mildern. Birkensaft für eine Frühjahrskur, gewonnen aus jungen Blättern, bietet die Firma Weleda übrigens auch an.

 

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