Rückkehr, oder: Wieso ich in heilsamer Stille verschwand

Ein Dreivierteljahr ist vergangen seitdem ich meinen letzten Blogpost verfasst habe.

Ehrlich gesagt, zum einen fehlte es mir ganz pragmatisch an Zeit zum schreiben, aber meine innere Muse hatte sich auch ein wenig zurückgezogen. Meine Energie floss ganz in mein neues Leben als Mutter, zu meiner Tochter, meinem Mann, unserer kleinen Familie und darüber hinaus noch in meine Arbeit beim Rising Women Tribe. Trotz Elternzeit war meine Babypause beim Tribe nur kurz, schon nach wenigen Wochen war ich samt Baby im Gepäck wieder bei Roten Zelten und Workshops vertreten. Dazu kam die Organisation des ersten Festival der Frauenkraft, welches in nicht ganz zwei Wochen stattfindet.

Immer wieder habe ich einen Blick auf meine Website & Blog geworfen und mich gefragt, wie es weitergehen soll. Nehme ich alles offline? Verfasse ich irgendwelchen uninteressanten Nonsens als Lückenfüller? Oder schweige ich?

Ich entschied mich für das Schweigen, für heilsame Stille. Denn Heilung, war etwas das ich benötigte. Mir ging es nicht immer gut in den letzten Monaten, dass Leben bot mir eine Menge Möglichkeiten zu wachsen, inneren Dämonen die ich längst für besiegt und vergessen hielt klopften an meine Tür und verschafften sich Eintritt. Das schöne am Leben ist doch, dass dafür gesorgt ist unsere Lektionen wirklich zu lernen. Wie eine Zwiebel schälen sich diese Schicht für Schicht und treiben uns die Tränen in die Augen. Oft denken wir den Kern der Zwiebel bereits erreicht zu haben. Aber nein, irgendwann führt uns die Spirale des Lebens wieder zurück um die nächste Schicht frei zu legen und immer tiefer zu gehen.

Einer der Aha-Momente in den letzten Monaten war ein therapeutisches Gespräch das mir vor Augen geführt hat, dass ich manche Dinge zwar intellektuell schon ganz hervorragend verstanden habe, aber im Herzen, im Herzen sind sie noch nicht verankert. Also tauche ich und verankere, gehe hinab in meine eigene Schattenwelt, kämpfe, falle in Opferrollen, bin wütend und fühle mich ungerecht behandelt, bin verzweifelt und ängstlich, bitte und bete, gebe mich weiter hin, gehe Schritt für Schritt, Babyschritte, meinen Weg immer weiter, zurück ins Licht.
Long Story Short: Die Sonne strahlt wieder!

Und warum ich euch überhaupt an meiner seelischen Berg- und Talfahrt teilhaben lasse? Weil diese Seite, dieser Blog immer noch Glowing Life heißt, weil es hier um ein erfülltes, glückliches, strahlendes Leben geht! Ich bin nicht hier um euch anzulügen oder euch etwas vorzuspielen. Ich bin hier um authentisch zu sein, um euch zu inspirieren und euch mitzunehmen, auf dem Weg des glücklichen-Seins. Ein ganz wichtiger Teil dieses Weges ist zuzugeben und zu zeigen, dass es nicht immer einfach ist, dass jeder Mensch manchmal struggelt, unsicher ist, schlechte Tage, Wochen oder sogar Monate hat. Es ist okay, sich nicht okay zu fühlen. Es ist okay, am Boden zu sein. Es ist okay, sich Hilfe zu suchen. Jeder Haufen Scheiße der uns im Leben begegnet, bietet eine Grundlage für wundervollen Kompost. Bringen wir ihn in unserem inneren Garten aus, können dort wunderschöne Blumen wachsen.

Ich freue mich, wieder Energie und Lust am Schreiben zu verspüren und habe schon ein paar Ideen für zukünftige Blogposts. Wenn ihr Fragen, Wünsche, Ideen und Anregungen zu Themen habt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar.

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