Ende September haben wir die Segnung und Namensgebung unserer Tochter gefeiert. Da mein Mann und ich nicht christlich orientiert sind, stand für uns von Anfang an fest, dass wir unser Kind nicht taufen lassen würden. Doch ein Willkommensritual im Kreise der Familie und Freunden war uns trotzdem wichtig.

So gestalteten zwei Freundinnen von uns eine Segnungszeremonie. Hierbei ging es nicht darum, unser Kind einem bestimmten Aspekt des Göttlichen zu weihen oder es durch den Ritus in eine bestimmte Religion aufzunehmen, sondern ihm Segen und gute Wünsche mit auf den Weg zu geben und es offiziell in der Gemeinschaft Willkommen zu heißen.

Wir feierten in den Räumlichkeiten der Epscheider Mühle. Durch das schöne Wetter ergab sich glücklicherweise die Möglichkeit, dass Ritual draußen zu zelebrieren. Nach einer Erklärung worum es bei dem Ritus geht, räucherte unsere Freundin alle im Kreis stehenden Gäste ab, um ihnen den Schritt vom Alltagsbewusstsein hinein in die Zeremonie zu erleichtern, den Kreis zu ziehen und gleich auch noch alle eventuellen negativen Energien hinfort zu räuchern.
Nach der Anrufung der Elemente und der göttlichen Präsenz, gab es eine kleine Ausführung zur Bedeutung und Herkunft des Namens den wir unserer Tochter gegeben haben. Im Anschluss schritten mein Mann und ich mit unserem Baby auf dem Arm die einzelnen Himmelsrichtungen und daszugehörige Elemente ab. Die Ritualleiterinnen stellten unsere Tochter den jeweiligen Elementen vor und segneten sie mit allen positiven Attribunten, welche diesen zugeschrieben werden.

Im dritten Teil der Zeremonie, traten nacheinander die Paten unserer Tochter vor und trugen ihre Versprechen vor, welche sie für das Ritual verfasst hatten. Da ich selbst keine Geschwister habe und meine Schwägerin viele hunderte Kilometer entfernt lebt, war es uns wichtig Paten innerhalb unserer Freundeskreises zu benennen, damit unsere Tochter in ihrem direkten Umkreis Tanten und Onkel hat, die sich verantwortlich fühlen und zu denen eine besondere Bindung entstehen kann.

Nach dem Abschluss des offiziellen Rituals gab es noch eine kleine Bastelstunde. Alle Gäste wurden gebeten, ihre guten Wünsche und ihren Segen in irgendeiner Form auf einer kleinen Holzscheibe zum Ausdruck zu bringen. Diese wurden dann an bunten Bändern an einem großen Stück Ast befestigt und werden zukünftig im Kinderzimmer hängen.