Spiegelarbeit

largePhotocredit: We Heart It

Schon seit Jahren bin ich ein großer Fan der Spiegelarbeit nach Louise L. Hay. Sie ist nicht die Erfinderin dieser beeindruckenden und wirkungsvollen Methode, aber ihr verdanken wir die weltweite Verbreitung.
Bei dieser Technik lernen wir, uns selbst anzunehmen und zu lieben. Die Welt um uns herum kann zu einem freundlichen, wohlwollenden Ort für uns werden. Wir entdecken welche Widerstände in uns arbeiten und was wir wirklich denken.

Spiegelarbeit ist einfach, aber sehr effektiv. Wenn du mehr Selbstliebe etablieren möchtest, ist Spiegelarbeit das ideale, wirklich schnell wirksame Werkzeug. Alles was wir benötigen ist ein Spiegel und Mut. Mut uns im Spiegel anzusehen und positive Affirmationen zu sprechen. Das klingt ersteinmal verblüffend schlicht, aber für viele kann es am Anfang ein wahrer Kampf sein. Zu Beginn kam ich mir einfach nur vollkommen dämlich vor und auch heute noch habe ich Tage, an denen mir die Spiegelarbeit schwerer fällt als an anderen. Es ist vollkommen normal sich anfangs zu schämen, unwohl oder albern vorzukommen.
Einer der bekanntesten und bzgl. unserer Selbstliebe wirkungsvollsten Affirmationen ist „Ich liebe mich“ – oder, an unser Spiegelbild gewandt „ich liebe dich“.
Für einige Menschen ist es unvorstellbar diesen Satz überhaupt auszusprechen und es dem eigenen Spiegelbild zu sagen, scheint noch viel schwieriger. Was für Kinder noch normal ist – sich unverholen und ohne Scham im Spiegel zu betrachten, Späße mit dem eigenen Spiegelbild zu treiben oder sich sogar im Spiegel zu küssen – ist für viele Erwachsene undenkbar geworden.

Blicken wir in den Spiegel, so tun wir dies oftmals eher ungern. Ein kurzer Check ob die Frisur oder das Make Up noch sitzt, die Kleidung zusammenpasst. In den meisten Fällen hören wir sofort eine bewertende Stimme in unserem inneren. Wir sehen Falten, Speckrollen, graue Haare, eine unförmige Figur oder was uns sonst noch negatives an uns auffällt. Blickst du gerne in den Spiegel, oder vermeidest du es lieber? Es gibt Menschen, die nicht einmal einen Spiegel besitzen, weil sie ihren Anblick nicht ertragen können.

Hier setzt die Spiegelarbeit an. In einen Spiegel blicken, sich selbst betrachten und weich werden, beginnen sich anzunehmen, zu akzeptieren was ist und liebevoll mit sich umzugehen.
Wenn du ein wenig mit Spiegelarbeit experimentieren möchtest, such dir eine Affirmation aus. „Ich liebe dich“ ist eine machtvolle Affirmation, wenn sie dir sehr schwer fällt ist sie vielleicht umso wichtiger für dich. Du kannst aber auch eine andere Affirmation wählen, zum Beispiel „ich werde geliebt“, „alles ist gut“, „ich bin in Sicherheit“, „ich bin hübsch“, „meine Ausstrahlung ist umwerfend“ etc.
Wenn du eine eigene Affirmation erschaffst, achte darauf das diese positiv formuliert ist und keine Verneinungen beinhaltet. Statt „ich bin nicht alt“ würde man sagen „ich bin jung“, statt „ich bin nicht krank“ lieber „ich bin vollkommen gesund“.

Übe nun eine Woche lang, indem du dich an jedem Tag vor einen Spiegel stellst oder setzt, dir in die Augen blickst und zehn Mal deine Affirmation sprichst. Nimm dir dazu genügend Zeit, atme nach jeder Affirmation tief ein und aus. Spüre in dich hinein. Was empfindest du während du diesen Satz sprichst? Welche Gefühle und Gedanken steigen in dir hoch? Fangen deine Beine an zu kribbeln, kommen dir vielleicht die Tränen, wirst du traurig oder wütend? Spürst du vielleicht eine Wärme die sich in dir ausbreitet, bist du positiv berührt, freudig, amüsiert oder dankbar?
Was denkst du über dich selbst? Kannst du dir ein „ich liebe mich“ nicht abnehmen, findest du dich unmöglich, hässlich, egoistisch oder hast das Gefühl du verdienst es nicht geliebt zu werden?
Wenn möglich notiere nach jedem Mal deine Erfahrungen in einem kleinen Notizbuch um den Prozess innerhalb der Woche zu beobachten. Was verändert sich? Fällt es dir zunehmend leichter deine Affirmation zu sprechen? Beginnst du anzunehmen was du dir sagst?

Nach einer Woche wirst du mit Sicherheit schon Veränderungen beobachtet haben, vielleicht sind es nur kleine, kaum merkliche und du fühlst dich immernoch albern bei der ganzen Sache. Bleib am Ball, vielleicht spiel ein bisschen mit der Methode. Du könntest zum Beispiel im Alltag auf alle Spiegel achten dir dir begegnen (auch spiegelnde Oberflächen wie Autofenster, Schaufenster, Wasseroberflächen…), dir kurz zuzwinkern und dir bewusst ein Lächeln schenken. Als i-Tüpfelchen könntest du jedes Mal bewusst deine Affirmation sprechen oder denken.

Mich hat die Spiegelarbeit in all den Jahren sehr weitergebracht, ich blicke mittlerweile gerne in den Spiegel, schmunzel mir zu, gebe mir einen Kuss oder schenke mir ein ehrliches „ich liebe dich“ von Herzen.

Wenn du mehr über die Spiegelarbeit erfahren willst und Lust hast, dich tiefergehend damit zu beschäftigen kann ich dir Spiegelarbeit: Die Essenz aus Louise Hays Lebenshilfe Programms als 21-Tage-Kurs ans Herz legen.

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3 Kommentare
  1. Bodecea sagte:

    Hallo,

    Interessant! Gibt es wirklich Menschen mit so viel „Spiegelproblemen“?

    Obwohl ich mich nicht besonders schön finde, habe ich mit meinem Spiegelbild kein Problem. Ich lächle mich selbst auch immer freundlich an, wenn ich mich im Spiegel sehe.

    LG
    Bodecea

  2. Karmindra sagte:

    Hallo Bodecea,

    das ist klasse! :) Ich gehöre auch zum Typ Mensch dem es eher leichter fällt, aber meiner Erfahrung nach haben trauriger Weise wirklich viele Menschen Probleme damit. Spätestens wenn es dann an die wirkliche Arbeit geht, die ja über das „sich im Spiegel ansehen“ hinaus geht.

    Liebe Grüße,
    Karmi

  3. Betty Sirota sagte:

    Ja,ich habe in all den Jahren gelernt,mir nette Dinge zu sagen wenn ich mich im Spiegel betrachte…..naja,meistens :-)

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