Witches Cauldron – Waldmeister Rezepte

Dieses Jahr hat sich unser Waldmeister endlich so stark verbreitet das ich getrost etwas abernten konnte. Schon im April nutze ich die Gunst der Stunde und setzte die erste Waldmeisterbowle mit eigenem Waldmeister an. Da ich noch ein wenig Zeit bis zur Blüte hatte, pflückte ich einige Tage darauf noch einmal einen schönen kleinen Bund und setzte Waldmeistersirup an. Beide Rezepte sind schnell, einfach, schmackhaft und somit perfekt zum nachmachen geeignet.

Wichtige Tipps rund um Waldmeister:
Waldmeister sollte grundsätzlich am besten vor der Blüte geerntet werden da durch das blühen der Curmarin Gehalt ansteigt. Dieser Inhaltsstoff verstärkt zwar das Aroma, wirkt überdosiert jedoch giftig und kann zu Beschwerden wie Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen und Erbrechen führen.
Damit der Waldmeister mehr Aroma abgibt ist es gut ihn etwas anwelken zu lassen. Dazu kann man ihn zum Beispiel schon einen Tag vor der Nutzung ernten, zusammenbinden und an einen trockenen Platz hängen oder man legt den frischen Waldmeister 15 Minuten lang in den Gefrierschrank.

Waldmeisterbowle:
1 kleiner Bund Waldmeister
1 Liter Roséwein
1 Liter Rosésekt
2 Orangen
ca. 2-4 EL Zucker

Den angewelkten Waldmeister an einem Faden in den Wein hängen, darauf achten das die Stielenden aus dem Wein heraus ragen damit dieser nicht bitter wird. 15-20 Minuten ziehen lassen und den Waldmeister wieder entfernen. Den Zucker pur oder in wenig Wasser ausgelöst in den Wein geben, die Orangen schälen, in kleine Stücke schneiden und in die Bowle geben. Kurz vor dem servieren mit Sekt aufschütten.

Waldmeistersirup:
2 Liter Wasser
1200 Gramm Zucker
4 Bio Zitronen
1 Bund Waldmeister
nach Belieben grüne Lebensmittelfarbe

Das Wasser aufkochen und den Zucker darin auflösen. Den angewelkten Waldmeisterbund in die abgekühlte Zuckerlösung geben, die Zitronen in Scheiben schneiden und ebenfalls dazu geben. Wer es grün mag gibt 1-3 Tropfen Lebensmittelfarbe hinzu. An einem dunklen Ort (nicht im Kühlschrank) 5 bis 7 Tage ziehen lassen. Dann durch einen Filter – ich habe große Teebeutel genommen – in ausgekochte Flaschen füllen. Da der Waldmeistersirup nicht nocheinmal erhitzt wird kann er rein theoretisch im Laufe der Zeit gären. Daher füllt man größere Mengen besser in Flaschen mit einem Korken ab anstatt eines Drehverschlusses.

Schlafwohl Tee & Säckchen:
Waldmeister wird eine schlafförderne Wirkung nachgesagt. Waldmeister getrocknet mit heißem Wasser überbrüht und am Abend als Tee getrunken kann daher einer ruhigen Nacht dienlich sein, ebenso kann man das getrocknete Kraut in Stoff einnähen und auf den Nachtschrank oder unser Kissen legen. Auch beruhigende Mischungen mit Lavendel, Salbei, Baldrian und Co sind möglich und bergen ein intensives Dufterlebnis.

Wer noch mehr über den Waldmeister, seine Heilwirkung und Rezeptmöglichkeiten lesen will findet hier eine schöne Seite.

 

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